Filterbruch Pulcino - Maßnahmen

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Re: Filterbruch Pulcino - Maßnahmen

Beitrag von Fruchtweinkeller » 10 Januar 2019 21:22

Das ist ein guter Punkt.
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Re: Filterbruch Pulcino - Maßnahmen

Beitrag von 420 » 10 Januar 2019 21:27

Früher habe ich auch so eine Tabelle hinsichtlich Druckdifferenzen bei Sartorius gefunden.

Bei gwein liegt eine PDF-Datei die besagt, dass die Druckdifferenz zwischen Eingangs- und Ausgangsmanometer nicht mehr als 1,5 bar sein darf. Insgesamt darf der Gesamtdruck 3 bar nicht überschreiten.

Der Aspekt von Moneysac ist auch nicht zu verachten: "Bitte bedenkt, dass sich die beschriebenen Anwendungsfälle immer auf Traubenwein beziehen."

An der Pulcino habe ich kein Manometer. Aber wenn dort der Wein fließend gefiltert wird, sind diese Parameter sicherlich eingehalten worden.

Hinsichtlich Filterschärfe kann ich Moneysac nicht nur zustimmen, sondern noch verschärfen. Es gibt Weine, da hilft nicht einmal K700.
Beispiel: Mein Quittenwein.

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Re: Filterbruch Pulcino - Maßnahmen

Beitrag von JasonOgg » 11 Januar 2019 07:27

Moneysac hat geschrieben:
10 Januar 2019 20:23
Zu den K700 Schichten: Bitte bedenkt, dass sich die beschriebenen Anwendungsfälle immer auf Traubenwein beziehen. Es gibt leider genügend Fruchtweine die schon bei der Klärung massiv Probleme machen und K700 durchaus sinnvoll ist. Quitte oder Pfirsich kann z.B. richtige Probleme machen und sich überhaupt nicht klären. Johannisbeeren dagegen kann man vermutlich direkt K100 + EK filtern.
Jetzt muss ich aber mal fragen, damit wir nicht aneinander vorbeireden.

Wie lange läßt Du den Wein klären, bevor du filterst? Auch Quitte ist bei (sowohl gekocht als auch frisch) sehr klar, soll heißen, man kann durch einen Ballon lesen. Im Moment gärt sie noch, sonst hätte ich die ein Foto geschickt. Die andere ist ein schlechter Vergleich. Erstens steht die seit 2016 und zweitens ist die mit Jobeere und hat Ablagerungen am Ballon. Das einzige wo ich mal massiv Probleme hatte war eine Schlehe, aber erst beim Feinfiltern.
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Re: Filterbruch Pulcino - Maßnahmen

Beitrag von JasonOgg » 11 Januar 2019 07:51

420 hat geschrieben:
10 Januar 2019 21:27
Der Aspekt von Moneysac ist auch nicht zu verachten: "Bitte bedenkt, dass sich die beschriebenen Anwendungsfälle immer auf Traubenwein beziehen."
...
Hinsichtlich Filterschärfe kann ich Moneysac nicht nur zustimmen, sondern noch verschärfen. Es gibt Weine, da hilft nicht einmal K700.
Beispiel: Mein Quittenwein.
Dem Filter ist es eigentlich egal, was er filtert, das was er rausfiltern soll macht den Unterschied. "Wattebäuschchen" setzen sich langsamer ab als Sandkörner, aber irgendwann doch, bilden aber dickere Schichten, weil sie sich gegenseitig abstützen. Das erfordert eine gewisse Größe. Der Rest ist Physik. Da ist dann wirklich die Frage, was das/die Enzym(e) zerkleinern oder erzeugen, das solche Wattebäuschchen/Nebel entstehen. Das wäre dann eher Chemie :hmm:

Ich kann nicht mehr sagen, wie mein Quittenwein am Ende aussah und wie viele Liter ich abgefüllt habe. Aber grob gefiltert habe ich meine Weine nur in der Anfangsphase mit dem Simplex, für den Pulcino hatte ich nie grobe Schichten gekauft.
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Re: Filterbruch Pulcino - Maßnahmen

Beitrag von Moneysac » 11 Januar 2019 17:58

JasonOgg hat geschrieben:
11 Januar 2019 07:27
Jetzt muss ich aber mal fragen, damit wir nicht aneinander vorbeireden.

Wie lange läßt Du den Wein klären, bevor du filterst? [...]
Im Durchschnitt dürften es wohl so um die 4 Monate sein. Manche nur 2 Monate andere auch mal 6 Monate. Die Quitte von 420 ist ein sehr gutes Beispiel. Hatte das gleiche Problem mit Quitte auch schon und feine Schichten waren sofort dicht. Für mich spielt es mittlerweile auch einfach keine Rolle mehr. Ich filtere wenn der Wein nicht wirklich sehr klar ist zur Sicherheit grob, weil sowieso kaum Schichten benötigt werden und der Filterdurchgang bei 100 Litern vllt. 10 Minuten mit meiner Anlage dauert.

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Re: Filterbruch Pulcino - Maßnahmen

Beitrag von Fruchtweinkeller » 11 Januar 2019 19:14

Quitte scheint da sehr variabel zu sein. In einem Jahr nachhaltig trübe und die totale Filterkatastrophe, mit Früchten vom selben Baum scheint der Stoff in diesem Jahr von selbst recht klar zu werden.
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Re: Filterbruch Pulcino - Maßnahmen

Beitrag von Moneysac » 11 Januar 2019 19:54

Ja, den Eindruck habe ich auch. Hatte auch schon einen Quittenwein der nach 3 Monaten schon sehr klar war. Aber eben auch schon welcher der überhaupt nicht klären wollte (zumindest nach 6 Monaten noch nicht) und dann von mir mit K700/K200/EK gefiltert werden musste.

Man kann sicherlich noch länger warten aber ich sehe es auch nicht ein mehr als 6 Monate zu warten. Ich möchte die Behälter schließlich auch wieder frei haben und den Wein irgendwann trinken.

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Re: Filterbruch Pulcino - Maßnahmen

Beitrag von 420 » 11 Januar 2019 21:18

Moneysac hat geschrieben:
11 Januar 2019 19:54
...Man kann sicherlich noch länger warten aber ich sehe es auch nicht ein mehr als 6 Monate zu warten. Ich möchte die Behälter schließlich auch wieder frei haben und den Wein irgendwann trinken.
Einfach mehr Behältnisse anschaffen. Weiterer Vorteil: Die Lagerung im Faß nimmt weniger Platz ein. :pfeif:

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Re: Filterbruch Pulcino - Maßnahmen

Beitrag von Moneysac » 12 Januar 2019 23:04

420 hat geschrieben:
11 Januar 2019 21:18
Moneysac hat geschrieben:
11 Januar 2019 19:54
...Man kann sicherlich noch länger warten aber ich sehe es auch nicht ein mehr als 6 Monate zu warten. Ich möchte die Behälter schließlich auch wieder frei haben und den Wein irgendwann trinken.
Einfach mehr Behältnisse anschaffen. Weiterer Vorteil: Die Lagerung im Faß nimmt weniger Platz ein. :pfeif:

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Kann man schon machen. Aber irgendwann bekommt man auch Platzprobleme :roll: Auch wenn man theoretisch mehr Liter in ein Fass bekommt, kann man in einem guten Regal viele Flaschen packen. Bei uns geht das Regal bis zu Decke, da passen auf ca. 3 Meter an der Wand ca. 500 Flaschen hin. Weiterhin trinkt man ja auch nichts davon und der Bestand wird nicht kleiner :lol:

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Re: Filterbruch Pulcino - Maßnahmen

Beitrag von JasonOgg » 13 Januar 2019 17:01

420 hat geschrieben:
11 Januar 2019 21:18
Einfach mehr Behältnisse anschaffen. Weiterer Vorteil: Die Lagerung im Faß nimmt weniger Platz ein. :pfeif:
Naja, Flaschen kann man besser stapeln und bekommt sie besser spundvoll :mrgreen:
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Re: Filterbruch Pulcino - Maßnahmen

Beitrag von 420 » 13 Januar 2019 22:51

JasonOgg hat geschrieben:
13 Januar 2019 17:01
420 hat geschrieben:
11 Januar 2019 21:18
Einfach mehr Behältnisse anschaffen. Weiterer Vorteil: Die Lagerung im Faß nimmt weniger Platz ein. :pfeif:
Naja, Flaschen kann man besser stapeln und bekommt sie besser spundvoll :mrgreen:
Kann man so sehen, geht aber auch anders. :D

Ein 400 Liter Fass spundvoll nimmt weniger Platz ein, als 533 Flaschen a 0,75 ltr. - auch wenn sie gestapelt werden. :pfeif:

Bei Ballonflaschen, die im Gestell auch gestapelt werden können, ist die Rechnung schon etwas anders. Da nehmen dann 100 Flaschen a 0,75 ltr. weniger Platz ein.

Zum Thema: Heute habe ich Filterschichten geschnitten und gebohrt. In der Summe waren es wohl 90 Stück. Mit der Lochzange waren sie nicht so schön, aber mit meinem 4 mm Papierbohrer ging es.

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Re: Filterbruch Pulcino - Maßnahmen

Beitrag von wickie » 14 Januar 2019 10:19

Nach dem Studium des Shops, wo hier einige ihre Filter beziehen, habe ich auch wieder festgestellt warum ich diese Filter noch nicht bestellt habe. Ich habe hier keinerlei Bezug auf die Filtergröße und weiß daher nicht welcher Filter für welche Filterung geeignet USt. Auch im Internet habe ich nichts gefunden. Wenn, müsste ich schon wissen ob ich da jetzt ein 0,3 Micron oder einen 1,5 Micron bekomme. :lol:

Woher wisst ihr eigentlich welche Filter ihr braucht?

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