alternative Trübstoffquellen

pago
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alternative Trübstoffquellen

Beitrag von pago » 24 Januar 2019 10:32

Hallo zusammen,
ich möchte meinen nächsten Ansatz gerne mal ohne Fruchtsaftzugabe probieren, welche Möglichkeiten habe ich da hinsichtlich der Trübstoffproblematik?

Danke und viele Grüße
pago

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Chesten
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Re: alternative Trübstoffquellen

Beitrag von Chesten » 24 Januar 2019 13:32

Da stellt sich mir eine Frage : Wieso ?
Ein "Met" nur aus Wasser und Honig wird sehr schlecht gären und viel Fusel bilden.
Selbst mit ausreichend Nährsalz fehlen in einen solchen Ansatz Vitamine und Nährstoffe für die Hefe !
Wenn du keine Äpfel und Apfelsaft verwenden willst nimm Tafeltrauben und weißen Traubensaft der hat noch weniger Eigengeschmack als Apfelsaft.

Suche mal nach "Met ohne Saft" oder so da wirst du hier im Forum sehr schnell fündig da dieses Thema alle paar Monate einmal aufkommt.
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Hier findest du einen Anleitung wie man seinen ersten eigenen Wein herstellt:
http://www.forum.fruchtweinkeller.de/viewtopic.php?f=33&t=12175

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Re: alternative Trübstoffquellen

Beitrag von JasonOgg » 24 Januar 2019 13:52

Du könntest es mit Vitamon CE (PDF) von Erbslöh versuchen, ich nehme das als Hefenährsalz. Dort wird Cellulose als Trubstoff verwendet. Wahrscheinlich gibt es noch andere ähnliche Zusätze, musst mal suchen, ein Beispiel hast du ja jetzt:

https://www.dornauer.de/Behandlungsmitt ... -Hefen?p=2


Allerdings bezweifele ich, dass man einen großen Unterschied schmecken wird. Das bisschen Frucht geht im fertigen Wein unter.
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Re: alternative Trübstoffquellen

Beitrag von Fruchtweinkeller » 24 Januar 2019 21:14

Zellulose ist sicher nicht verkehrt; je nach Struktur der Partikel wird das gut funktionieren. Wenn es "fruchtig" bleiben soll: Tafeltrauben, schmecken nach wenig bis nichts.
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Re: alternative Trübstoffquellen

Beitrag von pago » 26 Januar 2019 10:04

Trifft das „die Fruchtigkeit schmeckt man später nicht raus“ denn auch noch zu wenn ich den Met nur leicht ausbaue mit max 10%, vermutlich ohne weiteres nachzuckern nach dem ansetzen? Dann ist der Honiganteil ja logischerweise auch deutlich geringer.

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Re: alternative Trübstoffquellen

Beitrag von Fruchtweinkeller » 26 Januar 2019 10:25

Darauf möchte ich so antworten: Ich hatte schon Leute die den Apfelgeschmack im Honigwein treffsicher herausgeschmeckt haben obwohl gar kein Apfel im Ansatz war. Ob zu dieser Fraktion zählst wirst du selbst ausprobieren müssen ;)
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Re: alternative Trübstoffquellen

Beitrag von JasonOgg » 26 Januar 2019 12:51

Fruchtweinkeller hat geschrieben:
26 Januar 2019 10:25
Darauf möchte ich so antworten: Ich hatte schon Leute die den Apfelgeschmack im Honigwein treffsicher herausgeschmeckt haben obwohl gar kein Apfel im Ansatz war.
Ich hoffe du meinst nicht mich, der der Meinung war seinen Honigwein mit Apfelsäure aufsäuern zu müssen :oops:
Das schmeckte deutlich nach Apfel, obwohl im strengen Sinne kein Apfel drin war.
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Re: alternative Trübstoffquellen

Beitrag von Fruchtweinkeller » 26 Januar 2019 16:24

Nee, an dich dachte ich nicht :mrgreen:
Aber ja, Apfelsäure hinterlässt Apfelgeschmack, ich verwende die praktisch nicht mehr.
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Re: alternative Trübstoffquellen

Beitrag von pago » 27 Januar 2019 20:48

Danke für die Ratschläge, vielleicht probiere ich es doch mal mit den Trauben..
Ohne Kerne grob gehackt/zerdrückt oder direkt im Mixer püriert?

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Re: alternative Trübstoffquellen

Beitrag von Martinve7 » 27 Januar 2019 21:13

Ich bin ja mit Apfelwein aufgewachsen, aber in meinem fertigen Met, den ich immer mit selbstgemachtem übertrübem Apfelsaft und gemixten Äpfeln ansetze, habe ich noch nie einen Apfelweingeschmack entdecken können... Daher werde ich auch nach keiner Alternative suchen.
Gruß
Martin

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Re: alternative Trübstoffquellen

Beitrag von Chesten » 27 Januar 2019 21:44

Am besten ohne Kerne und nur grob zerkleinert alles andere macht nur Probleme bei der Klärung.
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Re: alternative Trübstoffquellen

Beitrag von Metinchen » 28 Januar 2019 10:01

Ob man welche mit oder ohne Kerne nimmt ist Geschmackssache. Die Kerne bringen noch ein paar Gerbstoffe mit hinein, die sich geschmacklich positiv auswirken können. Überlege Dir mal ob das von Dir gewünscht ist.
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(Herkunft unbekannt)

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