Verschiedene Waldhonige

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Re: Verschiedene Waldhonige

Beitrag von Flowie91 » 11 Juni 2015 08:06

Honig Reinmuth heißt er ;)

Auf jeden Fall wurde es Spanischer UND Südamerikanischer. Der Spanische ist sehr würzig und der Südamerikanische hat eine cremig malzige Note, das will ich kombinieren.

Wenn man das mal mit den Waldhonigen aus dem Discounter vergleicht....Welten Unterschiede. Nicht einfach nur der Geschmack sondern auch die Qualität. . Muss man probiert haben.
Viele Grüße aus dem grünen Herzen Schleswig Holsteins
Flo

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Re: Verschiedene Waldhonige

Beitrag von Zoddel » 16 Juni 2015 01:40

Mal doof gefragt: Was ist denn noch ein Qualitätsmerkmal für Honig, außer dem Geschmack (was relevant für die Honigweinherstellung ist)?

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fibroin
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Re: Verschiedene Waldhonige

Beitrag von fibroin » 16 Juni 2015 08:26

Da gibts schon einige. Guter Honig ist naturbelassen, geringer Wassergehalt, enthält keine Bienenmedizin, feincremig gerührt, nicht entmischt, nicht gefiltert, daher mit Pollen.
Wenn man Honigernten aus meist östlichen Massentrachten sieht, dann weiß ich inzwischen, dass ich solchen Honig nicht mehr kaufe.

Na ja, ich habe gut reden, ich imkere selbst und weiß wie guter Honig schmecken kann. (Nämlich direkt aus der Schleuder.)
Wenn du dich wohlfühlst, mache dir keine Sorgen. Das geht wieder vorbei.

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Re: Verschiedene Waldhonige

Beitrag von Flowie91 » 16 Juni 2015 09:53

Fibroin hat schon das wesentliche gesagt.
Die Qualitäts Angaben die einige Posts vorher stehe haben auch ihren Anteil an der Qualität.

Im Waldhonig den ich bestellt habe sieht man auch die feinen Pollen schweben. Habe ich im Waldhonig vom Discounter noch nie gesehen ;)
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Re: Verschiedene Waldhonige

Beitrag von Zoddel » 16 Juni 2015 14:38

Das Geschmacksargument akzeptiere ich absolut! Und das ist natürlich auch ein sehr starkes Argument, keine Frage, darüber brauchen wir nicht zu diskutieren.

Ich habe auch als Kind 15 Jahre neben einem Hobbyimker (R.I.P) gewohnt, da gab es immer ein paar Gläser Honig, wenn es sich ein Bienenschwarm in einem unserer Apfelbäume verirrt hatte, den er dann wieder einsammeln durfte. Einmal gab er mir ein Stückchen Bienenwabe mit Honig drin zum Lutschen, quasi wie ein Bonbon, war ziemlich geil. Ich habe mich immer für die Imkerei interessiert und vielleicht wäre ich selber einer, wenn ich das nötige Kleingeld und den Platz, sowie die Zeit dafür hätte. Ausgeschlossen ist das für die Zukunft natürlich nicht.

Höherer Zuckergehalt ist als Argument nachvollziehbar, man braucht entsprechend weniger Honig für seinen Wein (was den höheren Preis ein Stück weit wieder ausgleicht, der Aldi Waldhonig den ich hier habe hat laut Angabe gerade mal 70g Zucker pro 100g Honig).

Abwesenheit von 'Bienenmedizin' könnte ein Argument sein, ich weiß grad allerdings nicht, welche Substanzen dafür verwendet werden und in welcher Konzentration die sich überhaupt noch im Discounterhonig wiederfinden lassen. Und genau so wenig weiß ich, wie stabil diese Substanzen während der langen Gärungszeit im Wein sind.

Alle anderen Argumente fallen für mich eher unter das Geschmacksargument. Ein positiver Effekt von Pollen/Wachs im Honig auf den Honigwein - außer auf den Geschmack - ist mir gerade nicht ersichtlich, eher im Gegenteil.

Bitte nicht falsch verstehen: Ich möchte hier weder eine Lanze für billigen Discounterhonig brechen (dafür habe ich, was die Honigweinherstellung angeht, einfach zu wenig bzw. keine Erfahrung), noch möchte ich Imkerhonig schlecht reden. Ich finde Imkerei ist ein unheimlich spannendes Hobby was aus unterschiedlichsten Gründen unterstützt werden sollte. Trotzdem bin ich ein Freund sachlicher Argumente, die auch wissenschaftlich belegt werden können. Es fällt mir deshalb schwer, Argumente einfach so zu schlucken (z.B. Pollen im Honig = Qualität) ohne nachzubohren. Vor allem wenn ein gewisser Interessenskonflikt vorhanden ist, denn welcher Imker würde schon gegen 'seinen' Honig argumentieren. Welcher Discounter würde schon Argumente dafür aufbringen, dass sein Honig qualitativ minderwertig ist?

Warum ich das überhaupt wissen will? Nun, ich habe meinen ersten Met mit Discounterhonig angesetzt, um für den Fall, dass er mislingt, nicht zuviel Geld in den Sand gesetzt zu haben. Und weil ich hier im Forum und auf der Homepage eher positives Feedback darüber gelesen habe. Da das mit Sicherheit nicht mein letzter Wein gewesen sein wird, kann ich mir gut vorstellen, beim nächsten Mal auf Imkerhonig zurückzugreifen. Der Geschmack ist das entscheidende Argument, aber mich interessieren andere mögliche natürlich Argumente ebenfalls, sofern sie mir logisch erscheinen.

Es gibt generell viele Diskussionen, die teilweise unsachlich geführt werden, da geht es teilweise mehr um Bauchgefühl als um Fakten (Bauchgefühl übertrifft i.d.R. wissenschaftliche Fakten, menschliche Eigenschaft). Und Lobbyisten gibt es immer auf beiden Seiten. Ich spiele auf gentechnisch veränderte Pflanzen an, aber das ist ein anderes Thema.

Grüße und sorry für die 'wall of text' ;)

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Re: Verschiedene Waldhonige

Beitrag von Fruchtweinkeller » 16 Juni 2015 20:34

Pollen sind Geschmacktsträger, liefern Vitamine, liefern Eiweiß = gut für die Hefe, gut für die Gärung und gut den Honigwein.

Im Zweifelsfall nehme ich auch Pollen von GMOs :mrgreen:
90% of everything is crap... Except crap. 100% of crap is crap.
(Too much coffee man)

Sorry, aber ich antworte nicht auf PMs, die inhaltlich ins Forum gehören!

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Re: Verschiedene Waldhonige

Beitrag von Flowie91 » 16 Juni 2015 22:49

Reduzieren wir das mal wieder auf den Geschmack:
Den Aldi Waldhonig (70 gramm Zucker ist bei Waldhonigen übrigens normal) neben den Spanischen oder Südamerikanischen und alle probiert...du wirst nie wieder Aldi Honig kaufen wollen :D

Der Geschmack ist wirklich klasse!

Der Waldhonig von lidl ist übrigens etwas würziger, für den der es mag.
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Re: Verschiedene Waldhonige

Beitrag von metreserve » 11 August 2015 10:31

Weil oben das Thema Wachs angeschnitten wurde: Erst gestern habe ich von meinem Imker eine neue Honigsorte abgeholt. Da sind feine Rückstände drin, die an zerriebenes trockenes Laub erinnern. Er sagte das sei vom Wachs, ob mir das was ausmache. Habe ihn jetzt einfach mal mit genommen. Mir ist das erstmal egal da ich eh zweimal filtere - aber gibts da aus Technischer Sicht eventuell irgendwelche Probleme oder Bedenken? Vorallem im Bezug auf Hefe, Gärung und Geschmack?

Edit: Geht übrigens um Blatthonig.

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Re: Verschiedene Waldhonige

Beitrag von Flowie91 » 11 August 2015 12:23

Dad wird keine Probleme geben, sofern es wirklich Wachs ist.
Aber eigentlich dürfte sowas nicht im Honig schwimmen, denn der Honig sollte sauber gesiebt sein, da müssten so "große" sichtbare Rückstände eigentlich zurückgehalten werden.
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Re: Verschiedene Waldhonige

Beitrag von Fruchtweinkeller » 11 August 2015 21:25

Hier gab es schon Berichte von seltsamen Geschmäckern durch Wachs (von Neugierer?).
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(Too much coffee man)

Sorry, aber ich antworte nicht auf PMs, die inhaltlich ins Forum gehören!

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Re: Verschiedene Waldhonige

Beitrag von Flowie91 » 11 August 2015 21:35

Fruchtweinkeller hat geschrieben:Hier gab es schon Berichte von seltsamen Geschmäckern durch Wachs (von Neugierer?).
Ging es da auch um so kleine Stückchen oder größere Wachsreste mit Honig dran?
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Re: Verschiedene Waldhonige

Beitrag von Fruchtweinkeller » 11 August 2015 22:11

Kann es gerade nicht finden.
90% of everything is crap... Except crap. 100% of crap is crap.
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Sorry, aber ich antworte nicht auf PMs, die inhaltlich ins Forum gehören!

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