Elbenblut?

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Gothmog
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Elbenblut?

Beitrag von Gothmog » 10 September 2004 10:07

Hat jemand gerade mal ein brauchbares Rezept für "Elbenblut"? (10l würden reichen)

Welchen Kirschsaft nehme ich dazu am besten? Säfte in dem Sinne hab ich überhaupt noch nicht gefunden, nur "Nektare" mit 35-50% Fruchtsaftgehalt, aber z.T. immerhin mit Trub.

TIA,

Andreas
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Linksammlung zu den Themen Honig, Met, Mittelalter, Fantasy (unkommentiert):
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Tompson
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Elbenblut?

Beitrag von Tompson » 10 September 2004 11:55

Hier - ich !

Ich kann auch mal helfen! :D

3.2 Elbenblut:

Honig 5 kg
Kirschsaft 14 l
Wasser 2 l
Apfelsaft 1 l
Portweinhefe 20 ml
Nachdem der Honig geschmolzen und mit dem Kirschsaft vermischt worden ist. Haben wir den Ansatz mit Wasser auf 126 Öchsle verdünnt. Da durch den Zusatz von Wasser sich der Ansatz abgekühlt hat, haben wir gleich den Gärstarter mit hinein gegeben. Wegen der Säure die in dem Saft war haben wir auf den Zusatz von Milchsäure verzichtet.

Rezept ist nicht von mir, sondern von
users.etech.fh-hamburg.de/users/Dziedz_C/weinkeller/rezepte.htm#3.2
Also bitte nichts nach mir werfen, wegen der nicht angewendeten Nachzuckermethodfe und dem zu hohem Anfangs-Honig-Gehalt.

Das mit dem Saft ist schwierig. Ich habe damals welchen im Kaufland gekauft aber kann nicht mehr sagen wieviel Fruchtgehalt usw. Und besonders gewschmeckt hat der Saft auch nicht. Da der Ansatz dann zusätzlich mißlungen ist, läßt sich auch kein rechter Rückschluß auf den Geschmack im fertigen Wein bilden ?-|
Frag Birgit, die hats kosten müssen :mrgreen:

Vielleicht mal im Reformhaus nachschauen?
Oder beim örtlichen Moster?
Oder tiefgefrorene Kirschen nehmen und Maischegärung? :?:

Nachtrag:
Ähm achso, die wollen da keine Chemie verwenden...
Und wenn ich mirs jetzt gerade nochmal durchlese... hattest Du brauchbar gesagt und 10Ltr. ?
Ich würde für einen 10 Ltr.-Ansatz evtl. so 7Ltr Saft nehmen und in einem Teil davon schonmal vorher den Gärstarter herstellen. Und je nach Geschmack des Saftes ein wenig Wasser dazugeben (Kirschsaft kann manchmal ganz schön aufdringlich wirken, finde ich). Säure einstellen nicht vergessen, dann Nährsalz (so 3g :?: )und eher einen kräftigeren Honig (zum Anfang 1,5kg)

Gegenstimmen?

[Dieser Beitrag wurde am 10.09.2004 - 12:06 von Tompson aktualisiert]
Oak ne jechn!

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Beitrag von Odinasgardson » 10 September 2004 16:07

Bei Nährsalz würd ich sagen 1g auf 600g Honig.
Bei Mehl ruhig etwas mehr in den Gärstarter laut Fruchtweinkeller ca 10 bis 20 g.
Hilft ungemein bei der Gärung.

mfg
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[Dieser Beitrag wurde am 10.09.2004 - 16:42 von Odinasgardson aktualisiert]

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Beitrag von Fruchtweinkeller » 12 September 2004 22:02

Die üblichen 4 g Hefenährsalz auf 10 l Wein sind nie verkehrt und beim Honigwein schon wichtig.
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Beitrag von Fichtenelch » 28 November 2004 13:54

Wenn Dir der Kirschsaft geschmacklich zu lasch ist, gib einfach ein paar Gläser Sauerkirschen dazu. Die Schattenmorellen von Aldi kann ich nur empfehlen, geschmacklich reichen die sogar für nen Fruchtwein aus.
Ich habe mal probehalber nen Ansatz aus den Dingern und der zugehörigen Flüssigkeit gemacht. Der Wein ist gut trinkbar (wenn man keinen Wein aus frischen Kirschen erwartet :) ).

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Beitrag von Antiquark » 28 November 2004 15:46

ich kann geschmacklich den kirschnektar von penny empfehlen, der sollte glaub ich einen fruchtgehalt von 50% haben und schmeckt sehr angenehm und fruchtig und nicht aufdringlich oder so

ich bin mir sowieso nciht sicher ob reiner saft das wahre ist, hab irgendwo mal gelesen dass einer reinen saft genommen hat und das dann derart extrem geschmeckt hat dass man es auch verdünnt nicht trinken konnte......werde mal den link suchen.....

also mein gärstarter für fruchtmet sieht so aus:

0,5 l des saftes
Hefenährsalz je nach ansatzgröße
Hefe
je 10 l Ansatz 1 gehäufter EL feines Hafermehl
je 10 l Ansazu 1 EL Honig

Warum Hafermehl? ich finde es hat weniger Eigengeschmack als Weizenmehl, und im feuchten Zustand ist der Geruch weitaus angenehmer, nicht so komisch "mehlig"
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Beitrag von Antiquark » 10 Dezember 2004 13:23

wieder ohne passwort...ich weiss

habe interessehalber (und weil ich gerade nen 5l-ballon frei hatte) nen kleinen ansatz mit dem penny-kirschnektar und rapshonig von eigenen bienen gemacht.

rezeptur:

4l sauerkirsch-nektar von penny (fruchtgehalt 40%)
1kg rapshonig
1EL Hafermehl
1g Hefenährsalz
1 Flschchen Portweinhefe (kitzinger)

das ganze zusammengekippt.....vorher den saft ein wenig erwärmt um den honig zu lösen.....dann in den ballon....aufgrund der geringen ansatzgröße auf den gärstarter verzichtet.....am abend war das ganze dann fertig......eine nacht warten........und siehe da....bereits am nächsten morgen (vorgestern) gärung voll im gange........gestern nachmittag bis heute mittag dann sturmgärung mit viel schaum....jetzt wieder ruhiger....aber immernoch über 30 blasen die minute un das bei einem 4,5l-ansatz.....man kann ihn richtig gären hören, so stark steigt da das CO2 auf......denke das er recht schnell auf die anfänglichen 7% oder so kommen wird.....dann wieder nach bekannter technik weitermachen......riecht schon lekker
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Beitrag von hossa15 » 14 Dezember 2004 20:57

Hallo. Wir haben grade 10l Elbenblut angesetzt:
7l Sauerkirschsaft von Penny
2,5kg Honig
0,5l naturtrüber Apfelsaft.

Wollen nun noch einen EL Mehl reintun und eine FL Portlandh.
Die Säuremessung ergab 6,7g.

Ist das in Ordnung so?
Schäumt der bei der Gärung stark?
Sonst müßten wir ihn in ein anderes Gefäß tun.
LG

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Beitrag von Fruchtweinkeller » 14 Dezember 2004 21:58

Klingt erst einmal alles ganz gut. Eventuell schäumt der Ansatz beim Schütteln, da nicht allzu viele Trübstoffe enthalten sind.
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Beitrag von Antiquark » 15 Dezember 2004 10:13

also der schaum bei meinem kirschmet hält sich in grenzen.......der steht vor der heizung und hatte in der sturmgärung höchstens 2cm schaum (mit 1 EL Mehl auf l) aber blubbern tut er ohne ende....
schmeckt bereits nach 2 wochen sehr lekker...wenn auch noch süss.......

die säure würde ich so lassen, aber ein wenig mehl wäre denke ich nciht schlecht........und häfig schwenken weil sich bei diesem kirshnektar das mehl schnell absetzt....

würde beim nächsten ansatz etwa wenigwr honig nehmen, in dem kirschnektar ist ja auch zucker drin.....man kann ja dann zur nachzuckertechnik greifen....
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Beitrag von hossa15 » 18 Dezember 2004 18:43

So. Der Wein gärt nun auch schön.
2cm Schaum und so 28Bl/min.
Ich dachte anfänglich schon, daß er nichts wird, da erst am dritten Tag Blasen kamen; Prima
LG

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Beitrag von Antiquark » 18 Dezember 2004 22:26

vielleicht musste die hefe erstmal mit dem doch recht hohen zuckergehalt zurechtkommen.....war doch ziemlich viel honig und im nektar ist auch zucker.......

ich habe bei meinem kirschmet den gleichen nekatar benutzt, einen 5l-ansatz gemacht und dabei auf 4,5l nektar nur ein glas honig gegeben.....bereits am nächsten morgen um 7:00 war die sturmgärung in vollem gange......

kann auch ein trübstoffproblem sein......hast du denn mehl drin mittlerweile?
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