Ansatz mit Schlehen - spontane zusammenstellung

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Janne
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Ansatz mit Schlehen - spontane zusammenstellung

Beitrag von Janne » 25 November 2018 16:16

Hallo ans Forum,

ich habe grad einen Ansatz relativ spontan zusammengestelltm, bin etwas unsicher bzgl der Menge/Konzentration. Meine Holde und ich haben heute morgen noch einige Schlehen gesucht. Ich wollte unbedingt welche haben und dann sind wir halt schnell mal aufs Land gefahren vorm Frühstück. Haben auch einige gefunden, allerdings war die Zeit knapp... daher nur

-1600g Schlehen
-900-950g Honig
-500g Zucker
-600ml ca. Apfelsaft (inkl Gärstarter, Ansatz mit Burgunder flüssig gemacht, da passierte aber nicht viel, dann noch was Portwein Trockenhefe dazu, dann fing er an zu arbeiten)
-700ml gärender Apfelwein (ich hab die rote Karte bekommen, als ich an den eigenen Süsmost wollte ;-) )
-3g Hefenärsalz
Aufgefüllt mit Wasser auf 10l im Gäreimer


Habe bisher wenig Erfahrung, habe dieses Jahr begonnen mit Rotwein 15l, ca 20 l Apfel und nochmal 40l hinterher. Quitte hab ich glaube ich ein wenig versaut, die fing spontan an, dann hab ich was vom Apfel hineingegeben, allerdings ist da ein wirklich seltsames Geschmäckle dabei...

Der Schlehenansatz schmeckt ganz gut (ich probiere geren immer mal zwischendurch) ist aber noch ein wenig wässrig... gibt sich das ggf noch mit mehr Honig?
Oder besser noch Schlehen dazu?
Säure noch nicht gemessen, gestern erst das Teil gekauft...

Kerne hab ich alle raus, habe die aus dem flüssigen Ansatz gefischt. Ging eigentlich einigermaßen gut.W ürde das gerne etwas länger auf der Maische stehen lassen, vielleich kommt dann was aus den Schalen dazu...

Grüße
Jan

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Chesten
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Re: Ansatz mit Schehen - spontane zusammenstellung

Beitrag von Chesten » 25 November 2018 17:17

Hallo Jan ! Willkommen bei uns !

Du solltest du dir Gedanken machen wie du deinen Wein lagerungsstabil bekommen willst !
Nach meiner Überschlagsrechnung kommst du ohne Früchte und Apfelsaft auf ca. 6-7 vol%
Ich sehe ein Problem das du zwei verschiedene Hefequellen hinzugefügt hast oder war das beides Mal die selbe Heferasse ?
Wenn nicht stehen die beiden Heferassen gegenseitig im Weg und das kann zur Gärproblemnen führen !

Kennst du die Homepage zu diesen Forum ?
Wenn nicht hier den Link:
https://fruchtweinkeller.de/

Ja es sind etwas viele Infos zu Anfang aber das Wissen um einen leckern und lagerungsstabilen Wein zu machen passt nicht auf einem Bierdeckel ;) !

Hier als Orientierung das erprobte Rezept von der Homepage:

https://fruchtweinkeller.de/Wine/schlehe.html

Wenn noch Fragen offen bleiben wenn du mal in die Homepage angeschaut hast immer raus damit!
"Die einzig stabile Währung ist die alkoholische Gärung" (Das Känguru-Manifest)

Hier findest du einen Anleitung wie man seinen ersten eigenen Wein herstellt:
http://www.forum.fruchtweinkeller.de/viewtopic.php?f=33&t=12175

Janne
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Re: Ansatz mit Schehen - spontane zusammenstellung

Beitrag von Janne » 25 November 2018 19:15

Hallo Chesten,
merci, den Link kenn ich... und gelesen hab ich da auch schon einiges

Ich will den Kollegen Schlehen-Honigwein weiter füttern. Also im Prinzip zu Ende gären lassen. Mache ich grad mit allen Ansätzen. Also im Prinzip wie auf der HP vom Autor als seine favorisierete Methode beschrieben.

Grundsätzlich hast Du natürlich recht, ich hab verschiedene Hefearten zugefügt. Den gärenden Apfelwein mit der hoffentlich noch dominanten Portweinhefe und dann den Gäransatz mit der nicht startenden Burgunderhefe und dem "Tritt in den Hintern" via Portwein Trockenhefe. Da bin ich aber experimentierfreudig, denn ich hab ein Interview mit einem Winzer bei ? Youtube? gesehen, der im Prinzip darüber sprach, daß er eine Hefe eingesetzt hat, aber zur Not, falls diese nicht wie gewünscht bis zum Ende durchhält, er noch eine erneute Impfung mit einer anderen Hefeart machen kann um dann zu Ende zu gären. Da ging es um verschieden Zuckeratren, aber ich denke, wenn ich eine Melange aus verschiedenen Reinzucht Hefen habe, wird sich wohl eine duchstzten und die andere verdrängen oder beide tragen zur Gärung bei. Ist doch bei den Hefen auf der Schale nichts anderes wenn ich keine Killerhefe habe, oder? Die machen am Anfang mit bzw dominieren ggf sogar, bis dann der Alkoholgehalt in Bereiche vordringt, in denen die dann aufgeben?

Ich hatte mir eher Tipps zur "Konzentration" meiner Maische erhofft. Ist vom Geschmack ein wenig wässrig, aber was da ist, ist lecker. Wollte halt wissen, ob weitere Zugaben von Honig zur geschmacksvertiefung beitragen würden, oder ob ich besser noch Schlehen suchen soll oder ggf auch anderes Hinzufügen kann.

Ich geb gerne zu, daß ich hier nicht streng nach Rezept handele, sondern eher experimentierfreudig bin.

Freue mich über Input...

Grüße
Jan

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Metinchen
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Re: Ansatz mit Schehen - spontane zusammenstellung

Beitrag von Metinchen » 25 November 2018 19:41

Ganz ehrlich😉, ich würde sowohl Honig als auch Schlehen hinzufügen. Honig bis ca. 12 bis 13% , dann mit Zucker weitermachen. Schlehen noch wenigstens die gleiche Menge nochhmal. Dann sollte was schmackhaftes rauskommen. Tipps wie es eleganter geht , hast Du ja schon bekommen
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Re: Ansatz mit Schehen - spontane zusammenstellung

Beitrag von Fruchtweinkeller » 25 November 2018 23:29

Das Rezept auf der HP schlägt 6 kg Schlehen auf 10 Liter vor, Faustregel für den Honigverschnitt: Nimm die halbe Fruchtmenge.

Da liegst du drunter. Spontanität hin und her: Da kann man sich vorstellen dass es etwas dünn schmeckt ;) Stimme insofern der Vorrednerin zu.
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(Too much coffee man)

Sorry, aber ich antworte nicht auf PMs, die inhaltlich ins Forum gehören!

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Re: Ansatz mit Schehen - spontane zusammenstellung

Beitrag von Igzorn » 26 November 2018 07:17

Es gibt Bonuspunkte für den Spontanansatz. Einfach machen - solange Du keine Backhefe nimmst. Da hört die Freundschaft auf. :mrgreen:
Ist das Trinkgefäß erst leer, macht es keine Freude mehr. ... Rechtschreibfehler kommen alle durch dem Handy...

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Re: Ansatz mit Schlehen - spontane zusammenstellung

Beitrag von Janne » 28 November 2018 10:12

Ok, danke für alle Eure Hinweise, ich versuch mal am WE nochmal Zeit frei zu schaufeln und noch mal Schlehen suchen. Ansatz gährt sehr gut, nachdem ich am Gärspundloch von diesen blöden Dichtringen auf Stopfen umgerüstet habe, kann ich das jetzt auch sehen...

@Igzorn: danke für die Bonuspunkte ;-) Backhefe fliegt wahrscheinlich genug hier in der Küche rum, hier wird immer fleißig gebacken. Da muss der Gäransatz stärker sein...

Daher auch noch eine weitere Zutat, nicht viel, stand aber schon ein wenig hier rum... Rosinen eingelegt im Weißwein-Rum Sud, das ist die Restflüsssikeit vom Rosinen + Zitro-/Ornagat einlegen für den Stollen. Da nochmal Rosinen offen für drei Tage eingeleg. Und schwupps... geklaut für den Ansatz

@Fruchtweinkeller: Faustregel bedeutet halbe Menge Fruchtmenge bezogen auf was?

Ich führe das mal einfach hier mit den Zutaten fort, evtl interessiert das ja noch jemanden, falls es hinterher schmeckt

(Start 26/11/18)
1600g Schlehen
-900-950g Honig
-500g Zucker
-600ml ca. Apfelsaft (inkl Gärstarter, Ansatz mit Burgunder flüssig gemacht, da passierte aber nicht viel, dann noch was Portwein Trockenhefe dazu, dann fing er an zu arbeiten)
-700ml gärender Apfelwein
-3g Hefenärsalz
Aufgefüllt mit Wasser auf 10l im Gäreimer

+ 150g Rosinen eingelegt in 50/50 Weißwein/Rum mit Restgeschmack vom vorherigen Einlegen (28/11/18)

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Metinchen
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Re: Ansatz mit Schlehen - spontane zusammenstellung

Beitrag von Metinchen » 28 November 2018 10:56

Bin zwar nicht FWK, ich antworte aber trotzdem. FWK schrieb was von 6kg Schlehen auf 10 l , die Hälfte wäre also 3kg auf die Gesamtansatzmenge von 10l. Wenn man nun andere Mengen verwendet muss man halt ein wenig rechnen, es muss aber nicht allzu genau sein (was die Fruchtmenge betrifft, beim Säureeinstellen sieht das schon wieder anders aus) , 100 g mehr oder weniger machen nix aus. Ich würde gucken das ich noch ca. 1,5kg Schlehen finde, wenn es ein bisschen weniger ist, macht nichts, wenn es etwas mehr wird macht es auch nichts.
Das mit den Rumrosinen hört sich interessant an, berichte bitte weiter wie sich das entwickelt.
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