Apfelsaft oder Mehl?

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Lynx
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Apfelsaft oder Mehl?

Beitrag von Lynx » 25 Mai 2004 12:41

Hallo ich hab mal ne Frage, die Anzahl Rezepte die wahlweise Mehl oder Apfelsaft als Trübstoff verwenden halten sich ja etwa die Waage, ich habe allerdings bemerkt, das nach einiger Zeit der Lagerung der Apfelsaft recht stark durchzuschmecken ist :| , hat jemand eine Idee warum? Womit habt Ihr die besseren Erfahrungen gemacht?

Gruß Lynx

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Apfelsaft oder Mehl?

Beitrag von Fruchtweinkeller » 25 Mai 2004 20:24


Hallo Lynx,

wir verwenden standardmäßig rund 5 - 8 l naturtrüben Apfelsaft auf 20 l Honigwein. Ich finde nicht, dass der Apfelgeschmack stört, ganz im Gegenteil, das gibt dem Ganzen eine fruchtig-spritzige Note. Gut, aber ist natürlich Geschmackssache :) Ich hatte immer den Eindruck, dass der Apfelgeschmack bei langer Lagerung eher verblasst, so wie beim Apfelwein auch :?:
Für den Apfelsaft spricht aber, dass Du damit etwas Säure einbringst. Ich kann es nur immer wieder sagen: Die richtige Säuremenge ist wichtig für einen ausgewogenen schmeckenden Wein und schützt vor vielen Weinfehlern, weil das Wachstum vieler unerwünschter Gäste im Wein reduziert wird. Viele gekaufte Säfte haben einen Säuregehalt zwischen 5 und 8 g/l, und ich vermute, in dem Bereich liegt vermutlich auch ein Apfelsaft, denn unser letzter Honigwein (8 l Saft auf 20 l) hatte einen Säuregehalt von nur 2 g/l. Das ist zwar immer noch zu wenig (wir haben Citrat und Lactat dazu gegeben), aber im Zweifelsfall besser als nichts :)

Tschau, A.

[Dieser Beitrag wurde am 25.05.2004 - 20:30 von Fruchtweinkeller aktualisiert]
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Apfelsaft oder Mehl?

Beitrag von Lynx » 26 Mai 2004 10:28

Tja also im letzten Ansatz war 1L Apfelsaft auf 20L Ansatz trotzdem schmeckte der Met später eher Richtung Apfelwein. Kann es sein da der Met nicht ganz Hefefrei abgezogen wurde, (wir hatten da so ein Paar Problemchen mit dem Nachgären in den Flaschen :!: ) daß dadurch der Saftgeschmack stärker durchzuschmecken war?
Ich habe auch schon Met getrunken, der mehr Apfelsaft bekommen hat, der schmeckte nicht so stark (obwohl selbe Saft-Marke) :?:

MfG

Lynx



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Apfelsaft oder Mehl?

Beitrag von Fruchtweinkeller » 26 Mai 2004 14:22

Naja, auch die Hefe (aus der Nachgärung) und Trübstoffe beeinflussen den Geschmack. Wir merken das immer, wenn wir unsere Weine duch Filter jagen und vor- und nachher probieren. Vielleicht spielt das in Deinem Fall auch eine Rolle :?: :?:
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Apfelsaft oder Mehl?

Beitrag von Lynx » 27 Mai 2004 17:00

hmmm na ja er schmeckt ja und in sofern ist es ja auch kein Problem 8-) Aber mag natürlich sein, daß es an der Resthefe lag. Na ja Mal sehen wie es beim nächsten wird, da habe ich sehr wenig Apfelsaft und etwas mehr Mehl drin. Vielleicht trifft es eher meinen Geschmack.

MfG

Lynx

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Apfelsaft oder Mehl?

Beitrag von Mettrinker » 10 Juni 2004 09:43

Hallo Zusammen,
ich habe mich gerade hier angemeldet und bin ganz
begeistert. Toll so ein Metforum :D
Ich stolpere nur gerade über die Apfelsaftmengen.
Ich nehme für 10 Liter einen Liter A-Saft und setzte
ihn 4 Tage vorher mit der Hefe an. Bei ca 23 Grad
kommt die Hefe dann auch schon in Schwung. Bei 20
Litern verfahre ich genauso. Mein Met hat eigentlich
immer jedem geschmeckt... Bei dieser Menge A-Saft,
nehmt Ihr dann weniger Wasser? Oder quillt der Gähr-
ballon dann schon über? :D

Gruß der Mettrinker

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Apfelsaft oder Mehl?

Beitrag von Birgit » 10 Juni 2004 13:57

Hallo,

klar reduziert sich dadurch die Wassermenge. Wir nehmen deshalb soviel Apfelsaft, um die benötigte Menge Säure jedenfalls halbswegs in den Ansatz zu bringen, und geben dann Milchsäure hinzu. Die Säurezugabe harmonisiert den Geschmack und schützt den Ansatz vor Weinkrankheiten.

Demnächst folgen auch verschiedene Metrezepte im Honigweinkeller aus denen man dann die Mengen ersehen kann.

Birgit
Aus dem Feuerquell des Weines, aus dem Zaubergrund des Bechers,
sprudelt Gift und süße Labung, sprudelt Süßes und Gemeines;
nach dem eig'nen Wert des Zechers, nach des Trinkenden Begabung! (Friedrich von Bodenstedt)

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