Erfahrungen mit 'Met nach Gesetz'

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Erfahrungen mit 'Met nach Gesetz'

Beitrag von DerKelteKlaus » 09 November 2011 10:34

Hallo liebe Metmacher,

Ich habe zwar schon jede Menge Threads zum Thema Bürokratie-met gelesen, doch hat jemand von euch, außer Birgit und der FWK, schon mal so einen hergestellt? Welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht? Wie schmeckte er und wie war er im Vergleich zum Rezept des HWK?

Definition kurz im Groben.
Met wird ausschließlich aus Wasser und Honig hergestellt. Maximal 1 Gewichtsteil Honig auf 2 Gewichtsteile Wasser. Aufsäurung nur durch max 3g Zitronensäure pro Liter. In Österreich darf auch Apfel- und Milchsäuere verwendet werden.

Ich werde so einen Met mal in ner 5l Menge probieren. Der Erfahrung wegen. Freue mich auf eure Erfahrungsberichte und Meinungen.

Lg Klaus

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Beitrag von vladdi78 » 09 November 2011 14:39

Den Met habe ich nicht probiert, aber aus anderen Konstellationen mit ähnlichem Trubmangel würde ich vermuten, daß die Gärung nur sehr schleppend vorangehen wird. Riesen Sauereien aufgrund CO2-übersättigter Ansätze inclusive (des Zeusch schäumt sie Sau!).
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Beitrag von Fruchtweinkeller » 09 November 2011 20:58

Auf der Tagung vor zwei oder drei (?) Jahren hatten wir ein, zwei Flaschen von dem Bürokratie-Stoff zum Tauschen dabei. Wer hat die ergattert und gekostet?
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Beitrag von DerKelteKlaus » 15 November 2011 14:49

Also ich hab jz was agesetzt. 2kg Honig und 6l Wasser. Sollte also so 11% erreichen. Dazz noch 2ml antigel und 2g henäsa. Vierka Weinhefe.
Hat ohne problemd zu gären begonnen. Säure hab ich mit 10g Zitronensäure aufgebessert. Schäumen tut das nur stark beim Schütteln.

Auf das Ergebnis bin ich gespannt. Sollte ich eurer Meinung noch was ergänzen??

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Beitrag von vladdi78 » 16 November 2011 12:04

Sind Reinzuchthefe und Antigel nach Gesetz überhaupt zugelassen?? O.o
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Beitrag von TheSelfmadeDiary » 21 November 2011 13:28

Ich vermute mal, dass Reinzuchthefe zulässig ist, denn irgend wie muss der Stoff ja zu gären beginnen. Bei Antigel bin ich mir da nicht so sicher. Ich würd's für Met nach Gesetzt nicht verwenden.
Aber da ich ein Neuling bin bitte ich die Experten einen Schritt vor zu treten.

LG
Achim
Genaueres zu meinem ersten Met-Ansatz unter
theselfmadediary.blogspot.com


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Beitrag von DerKelteKlaus » 21 November 2011 16:06

Ja, es ist erlaubt Reinzuchthefen für die Gärung zu verwenden.:

Österreichisches Weingesetz - Codex Kapitel B3 - Teilkapitel Met-Honigwein:
Absatz 3: Zur Unterstützung der Gärung und Klärung können die für önologische Verfahren und Behandlungen (im Sinne des WeinG 1999 idgF) gestattet und bei der Meterzeugung üblichen technologischen Hilfsmittel (z.B.: Reinzuchthefen, Hefenährsalze, Klärmittel) verwendet werden.

Quelle: Met Honigwein-Bereitung, Karl Stückler, Leopold Stocker Verlag, S.116


Bezüglich dem Anti-Gel habe ich nichts gefunden; bin mir aber auch nicht zu 100 Prozent sicher ob es so notwendig ist wie bei Fruchtweinen. Werde noch etwas nachforschen.

Mein Bürokratie-Met gärt noch, weißt jedoch nur noch 20 Grad Oechsle auf und hat die erwünschten 11% fast erreicht!

lg Klaus

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Beitrag von Fruchtweinkeller » 21 November 2011 20:31

Wenn kein Pektin vorhanden ist, so brauchst du auch kein Antigel ;)
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Beitrag von DerKelteKlaus » 23 November 2011 17:51

Gut, dachte ich mir zwar, hab aber irgendwie automatisch danach gegriffen! Die 2ml werden schon ned schaden, hoff ich 8-)

Bin weiterhin gespannt wie das Ergebnis schmeckt.

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Beitrag von Fruchtweinkeller » 23 November 2011 21:40

Nö, es schadet natürlich auch nicht.
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Beitrag von DerKelteKlaus » 30 November 2011 19:59

Es ist jetzte durchgegoren auf 11 Prozent. Habe jetzt von der Hefe abgezogen und das "Vierka Klärwunder" zu probieren hinzugegeben. Ich warte nun die Klärung ab und werde dann mit Honig die Restsüße einstellen und dann sterilfiltern ;)

lg Klaus

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Beitrag von Fruchtweinkeller » 30 November 2011 20:04

Eine Honigzugabe unmittelbar vor EK-Filtration kann dir den Spaß vermiesen: Wenn du Pech hast setzt sich der Filter rasend schnell zu.
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