Maronimet - Experiment die 2. ?

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wickie
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Maronimet - Experiment die 2. ?

Beitrag von wickie »

Hallo an die Forumsfreunde des Exclusiven Geschmacks.

Es wird sich vielleicht niemand daran erinnern können, aber letztes - vorletztes? - Jahr habe ich versucht einen Maroniemet herzustellen. Dabei habe ich einen ganz normalen Met gemacht und ihn mit Gerösteten Maroni Aromatisiert. Der Geschmack war dabei sehr zurückhaltend und überhaupt nicht lagerungsstabil.

Jetzt, wo aber die Saison wieder da ist, wollte ich einen 2. Versuch starten. Maronis haben selber nur wenig Zucker, aber dafür viel Stärke, was ja bekanntlich zu problemen bei der Gärung führt. Nachdem ich aber in letzter Zeit des öfteren gesehen habe, wie andere Leute auf Youtube ohne Ausrüstung ihr Bier selber brauen, ist mir die Idee gekommen, dass ich es mit den Maroni auch so machen könnte. Also ich meine die Sache mit der Meische Kochen und den Rastzeiten bei bestimmten Temperaturen. In den Videos wird da immer erklärt, dass bei diesen Rasten die Stärke in Zucker umgewandelt wird.

Was denkt ihr darüber? Könnte das erhitzen mit der Rast funktionieren oder soll ich gleich zu einer Amylase greifen?

Ps: wer es nicht weis, Maroni sind essbare Edelkastanien.
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Fruchtweinkeller
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Re: Maronimet - Experiment die 2. ?

Beitrag von Fruchtweinkeller »

Beim Bierbrauen nutzt man ja die amylolytische Aktivität der gekeimten Gerste. Keine Ahnung inwieweit oder ob überhaupt Maronen und ähnlichen Bedingungen auch so eine nennenswerte Aktivität entwickeln. Man könnte theoretisch Braumalz mit Maronen mischen, das könnte funktionieren.
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wickie
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Re: Maronimet - Experiment die 2. ?

Beitrag von wickie »

Vielen dank für diese Antwort.
Das hört sich dann so an, als ob es ein Paralel Experiment geben wird. :D

Da ist nur noch die Frage: wo bekomme ich eigentlich diese Amylase denn her? 🤔
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420
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Re: Maronimet - Experiment die 2. ?

Beitrag von 420 »

Hallo Wickie,

etwas mehr Info zu dem Thema noch klick.

VG
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Re: Maronimet - Experiment die 2. ?

Beitrag von Fruchtweinkeller »

Amylase gibt es bei Brouwland oder bei diversen Online-Shops für Schnapsbrenner.
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wickie
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Re: Maronimet - Experiment die 2. ?

Beitrag von wickie »

Danke für die Info, dann werde ich diese Woche mal schauen was ich bestelle. Vielleicht mache ich auch ein Tagebuch dazu. :D
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Fruchtweinkeller
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Re: Maronimet - Experiment die 2. ?

Beitrag von Fruchtweinkeller »

Mach das, hatten wir noch nicht.
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wickie
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Re: Maronimet - Experiment die 2. ?

Beitrag von wickie »

Nach langem und intensiven suchen, habe ich leider nichts finden können. Ich weis, das mich Google nicht besonders mag und mir mit absucht die Amazonseiten und Apotheken mit irgendwelchen Pillen anzeigt, aber sonnst scheint die Amylase auf den üblichen Verkaufsseiten überall ausverkauft zu sein. :(

Hat noch jemand eine Idee, wo ich diese Amylase herbekomme?
Ansonsten kann ich nur das Experiment mit dem kochen und rasten machen.
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Re: Maronimet - Experiment die 2. ?

Beitrag von Fruchtweinkeller »

Brouwland, rekru, Destillatio fallen mir auf Anhieb ein. Wer in Österreich Amylase führt kann ich leider nicht sagen.
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wickie
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Re: Maronimet - Experiment die 2. ?

Beitrag von wickie »

Vielen dank für die hilfe. :D

Der letzte Shop ht noch - schon wieder welche gehabt. Ich hoffe mal, dadass ich bei der Anwendung nichts falsch mache.
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wickie
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Re: Maronimet - Experiment die 2. ?

Beitrag von wickie »

Nach etlichen Schwierigkeiten habe ich am Wochende endlich die Amylase bekommen. Dem Experiment steht jetzt wigentlich nichts mehr im weg.

Leider war da keine Anleitung dabei. Hat jemand mit so etwas erfahrung und weis wie man damit arbeiten muss? Oder wieviel ich verwenden darf? Kommd sie in den gärenden Wein oder muss ich die Maronies vorbehandeln? :hmm:
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Re: Maronimet - Experiment die 2. ?

Beitrag von Fruchtweinkeller »

Wenn du eine Stärkespaltung in wenigen Minuten haben willst müsstest du erhitzen. Du kannst freilich auch die Einwirkzeit erhöhen und das bei Raumtemperatur machen: Pragmatisch würde ich die einfach zum gärenden Wein geben, ein wenig Zucker wirst du ja wahrscheinlich eh zufüttern damit die Hefchen nicht hungern. Wahrscheinlich macht es Sinn, die Kastanien irgendwie klein zu machen oder gar zu zerquetschen damit das Enzym besser an die Stärke kommt.
Die Dosierung ist leider ein Glücksspiel, niemand hier wird da Erfahrungswerte haben. Du bist unser Pionier :clap:
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