Bier & Met ?

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wotan
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Re: Bier & Met ?

Beitrag von wotan » 08 Januar 2016 07:03

Hallo Weingenossen,
hab grad ne Probe genommen zur ALK & Säureprüfung und kann melden, das sich der Biergeschmack gut macht und
bis jetzt erhalten hat....bis jetzt kommt die Kombi Bier & Honig (Wald & Akazienhonig) ganz gut 8-) . Der Alk liegt bei 11%,
Säure bei 6,5g/l....ich berichte weiter. :ugeek:
Meine Bong ist das Gärrohr :pfeif:

westfalenpeppe
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Re: Bier & Met ?

Beitrag von westfalenpeppe » 08 Januar 2016 08:03

Klingt gut.

Ich werde meinen Ansatz (10Ltr. mit 3 Liter Porters und einem Liter trüber Apfelsaft und Waldhonig) der nun seit dem 23.12. blubbert heute abend mal messen und dann berichten.
Liebe Grüße
Stefan

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Dumbo
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Re: Bier & Met ?

Beitrag von Dumbo » 08 Januar 2016 19:02

Das ganze hat übrigens einen Oberbegriff: Sowas nennt sich oft "Braggot". Andere Schreibweisen gibt es auch.

Habe ich schon 2x probiert. Komme ja ursprünglich vom Bierbrauen. Mit dem ersetzen des Apfelsaft in einem normalen Met-Ansatz aka Honigweinkeller kommt man geschmacklich aber eher nicht weit.

Mein gelungenerer Ansatz war ein recht stark eingebrautes Bier, bernsteinfarben auf 6-7 vol% alc. Nicht zuviel Hopfen, um die 20 IBU. Restlichen vol% auf etwa 10% (alles ca. Angaben) kamen dann von einem Honiganteil. Recht Rapshaltiger Honig eines befreundeten Hobby-Imkers (der Honig war allerdings kurz vorm gären). Brauchte gute 6+ Monate um rund zu werden.

Im Buch "Radical Brewing" von Randy Mosher gibt es auch einige Rezepte mit Honig-Bier-Hybriden. Gesamtwerk aber eher für Bierbrauer geeignet.

http://brewwiki.com/index.php/Braggot

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wotan
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Re: Bier & Met ?

Beitrag von wotan » 09 Januar 2016 21:50

Oh vielen Dank für die Tips....ich werd mir das mal ansehen, klingt spannend. 8-)
Bei mir war´s ein recht kräftiger Weihnachtsbock. Hab mir das mit dem Bierbrauen mal angesehen, bin aber noch etwas
von der Arbeit abgeschreckt....aber was nicht ist, kann ja noch werden :!:
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Fruchtweinkeller
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Re: Bier & Met ?

Beitrag von Fruchtweinkeller » 09 Januar 2016 23:42

Nicht zu vergessen: Die Biermacherei muss man anzeigen.
90% of everything is crap... Except crap. 100% of crap is crap.
(Too much coffee man)

Sorry, aber ich antworte nicht auf PMs, die inhaltlich ins Forum gehören!

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Re: Bier & Met ?

Beitrag von GkF » 10 Januar 2016 10:43

Hallo,

mein Bier- Met hat sich geklärt, ich hatte noch 2 mal etwas Honig nachgegeben, bis er eine leichte Restsüße behielt. Beim Nachlassen der Gärung habe ich eine Bügelverschlußflasche abgefüllt und damit eine klassische Flaschengärung gemacht. Mal schauen, wie der Geschmack mit Kohlensäure gegenüber dem kohlensäurefreien Bier- Met ist.

Den klaren Bier- Met habe ich gerade in eine Flasche gefüllt und natürlich auch probiert.
Haut ganz schön rein, so früh am Morgen......

Der Geschmack, ganz deutlich nach Honig, ein wenig fruchtig und ganz hinten auf der Zunge ahnt man etwas "bieriges". Die Bitterkeit des Bieres nimmt man nur wenig wahr. Hopfen meint man zu riechen, wird aber durch das Honigaroma überdeckt. Eigentlich ganz gut trinkbar, aber nicht so richtig der "Renner". Ich glaube, heiß wird er besser schmecken.

Ich stelle die beiden Ansätze noch etwas in meinen Weinkeller zum Reifen und probier in einigen Wochen nochmal, dann wird der Ansatz in der Bügelverschlußflasche schön carbonisiert sein.
Gruß Dieter

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Re: Bier & Met ?

Beitrag von wotan » 11 Januar 2016 06:38

Fruchtweinkeller hat geschrieben:Nicht zu vergessen: Die Biermacherei muss man anzeigen.
Dein Hinweis gilt wohl nur für das gewerbliche "Bierherstellen" zum Verkauf, oder? ich mach´s wenn dann
nur für mich Privat.
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Re: Bier & Met ?

Beitrag von mobai09 » 11 Januar 2016 08:14

wotan hat geschrieben:
Fruchtweinkeller hat geschrieben:Nicht zu vergessen: Die Biermacherei muss man anzeigen.
Dein Hinweis gilt wohl nur für das gewerbliche "Bierherstellen" zum Verkauf, oder? ich mach´s wenn dann
nur für mich Privat.
Nein, man muss sich jedes Jahr vorm ersten Sud beim Zoll melden das man beabsichtig als Hobby Bier zu brauen zum Eigenverbrauch. Bis zu 200 Liter sind pro Jahr steuerfrei jede 100liter drüber muss mit 0,4407€ pro Grad Plato (ähnlich Brix) Stammwürze versteuert werden. Wenn man eine Sud ohne Anmeldung braut oder später an Freunde oder bekannte weiterreicht (auch kostenlos) sind es glaube ich 0,787..€ aber ohne Freimenge. Ist eben Deuschland :clap:

Kurzum bedeutet das Bier Brauen ohne Anmeldung = Steuerhinterziehung auch wenn es nur ein paar Liter sind

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Re: Bier & Met ?

Beitrag von wotan » 11 Januar 2016 12:05

Wahnsinn! was sich die Bürger in Deutschland mittlerweile alles bieten lassen müssen.... ich Danke für eure Hinweise, da wär man auf einmal ein krimineller :shock:
Der Tod und die Steuer. :mrgreen:
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Re: Bier & Met ?

Beitrag von GkF » 11 Januar 2016 12:44

Naja, es gibt ja auch eine Weinsteuer, die ist halt momentan nur auf 0 gesetzt.
http://www.zoll.de/DE/Fachthemen/Steuer ... _node.html
Es sind eben alle GLEICH........ deshalb psssssst schlafende Hunde soll man nicht wecken :pfeif:
Gruß Dieter

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Re: Bier & Met ?

Beitrag von wotan » 15 Januar 2016 06:26

Sehr interessant, vielen Dank für die Info.......ich mach dann mal ganz leise meinen Wein weiter 8-)
Denn lass ich mir nicht nehmen!
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Re: Bier & Met ?

Beitrag von Dumbo » 04 Februar 2016 21:24

Ist aber doch gar kein Ding mit dem Anmelden. Eine formlose Email im Jahr und man kann fröhlich drauf los brauen bis 200L. 200L sind ja auch nicht gerade wenig ;)
Die danach anfallende Biersteuer ist wie erwähnt auch nicht hoch. Knapp 4€ pro 100L ... ;)

Viel blöder finde ich, dass selbst bei zB. 10% Bieranteil (bzw vergorenes Malzerzeugnis) ein Getränk als zu versteuerndes Bier gilt, obwohl es laut dem vorläufigen Biersteuergesetz gar kein Bier wäre. Typisch Deutschland, indeed :lol:

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