Bier & Met ?

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Chesten
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Re: Bier & Met ?

Beitrag von Chesten » 18 Dezember 2015 14:24

GkF hat geschrieben:Hopfen kann man sehr leicht dosieren. Die Bitterkeit des Hopfens wird mit einem Alpha- Wert angegeben. Allerdings sind die Mengen selbst für 20liter Bier im Gramm- Bereich. Man sollte schon eine gute Waage haben. Man sollte zum Probieren Aroma- Hopfen nehmen, der hat einen niedrigen Alpha- Wert, also viel Aroma und wenig Bitterkeit.
Ich hatte mal einen Hopfenmet gemacht. Kalt gestopft nach der Gärung mit Aromahopfen. Es waren 100 g auf 20 L und nach einer längeren Lagerzeit blieb vom Hopfen nicht viel übrig. Der Met schmeckte super aber wie gesagt vom Hopfen hatte ich nur etwas die ersten Monate. Wenn man andere Varianten versucht den Hopfengeschmack in den Met zu bekommen ob es dann besser wird weiß ich nicht.

Es ist gar nicht so einfach eine Biernote in einen Met zu bekommen.
"Die einzig stabile Währung ist die alkoholische Gärung" (Das Känguru-Manifest)

Hier findest du einen Anleitung wie man seinen ersten eigenen Wein herstellt:
http://www.forum.fruchtweinkeller.de/viewtopic.php?f=33&t=12175

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StSDijle
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Re: Bier & Met ?

Beitrag von StSDijle » 18 Dezember 2015 14:27

Hallo in die Runde,

Jetzt mal eine blöde Frage und ich sag gleich ich hab von Bier keine Ahnung, aber was spricht dagegen ein leichtes Bier einzubauen und dann mit Honig die stammwürze aufzuzucken? Also Beispiel Malz für ein dunkles Bier so ansetzen, dass man auf 3,5% alk käme und bevor es zur Gärung geht für weitere 3,5% Alkohol Honig dazu.

Was die Säure betrifft, da würde ich fwk widersprechen: Bier funktioniert ja auch meist ohne (wenige Ausnahmen belgischer Herkunft) Die Harmonie von Bier ist ja eher Bitterkeit, Alkoholgehalt und Süße. Beim Rotwein hat man das ja auch, dass bitterstoffe Säure teilweise ersetzen.

wie gesagt, ich hab das nie probiert, ich hab noch nie Bier gemacht.

Stefan

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Re: Bier & Met ?

Beitrag von GkF » 18 Dezember 2015 20:06

So, ich habe jetzt mal einen Ansatz gemacht, 1/3 Glas Bio- Waldhonig mit naturtrüben Apfelsaft auf o,75l aufgefüllt und 0,75l dunklen Bock dazu. Der Bock ist so gebraut, daß er ein wenig malzig werden soll und mit 26 IBU nicht so bitter ist. Ich habe 0,75l genommen, weil ich nur "Männerbierflaschen" hab :pfeif: Narürlich hab ich mein Refraktometer vergessen, hab also momentan keinen Überblick über den Zuckergehalt. Egal, es geht ja vorerst nur um den Geschmack/ Aroma. Jetzt schmeckt man eigentlich nur süß und Honig und Apfelsaft und hat im Hintergrund eine leichte, aber nicht unangenehme, Bitterkeit.
Nachdem ich meinen Vin doux naturel umgefüllt habe, werde ich noch etwas Hefe aus diesem Ansatz dazu geben. Der Bock ist auch noch leicht am Gären, ich habe dann also eine og. Bierhefe und eine Weinhefe in diesem Ansatz.
Gruß Dieter

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wotan
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Re: Bier & Met ?

Beitrag von wotan » 18 Dezember 2015 23:57

Das mit dem Ansatz, hät ich genauso gemacht (hast Du trübstoffe d.h. einen Apfel reingerieben+Nährsalz).
Bin gespannt wie er sich macht, Dein Bier-Met....ach und ich dachte wir aus dem Bayerischen Wald hätten das Bier erfunden,
aber das mit den Männerbierflaschen 0,75l :shock: - bin beeindruckt ! :clap:
Meine Bong ist das Gärrohr :pfeif:

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Re: Bier & Met ?

Beitrag von GkF » 19 Dezember 2015 01:12

wotan hat geschrieben:Das mit dem Ansatz, hät ich genauso gemacht (hast Du trübstoffe d.h. einen Apfel reingerieben+Nährsalz).
Bin gespannt wie er sich macht, Dein Bier-Met....ach und ich dachte wir aus dem Bayerischen Wald hätten das Bier erfunden,
aber das mit den Männerbierflaschen 0,75l :shock: - bin beeindruckt ! :clap:
Trubstoffe hatte ich durch den naturtrüben Apfelsaft und das noch gärende Bier genug drin.....denk ich mal. Hab jetzt gut 2cm Schaum drauf, gärt also gut.

Männerbierflaschen, naja, ich spül halt nicht gern und 'ne 3/4l Flasche ist genau so schnell gespült wie eine 0,5l oder so eine 0,33l Kinderflasche....... :pfeif: aber wenn's dich interessiert, laß die Tante Guugel mal nach Hämmscher-Bier suchen.
Gruß Dieter

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Re: Bier & Met ?

Beitrag von Fruchtweinkeller » 19 Dezember 2015 21:03

Es besteht ohnehin eine gute Wahrscheinlichkeit dass dir das Refraktometer Unsinn angezeigt hätte...
90% of everything is crap... Except crap. 100% of crap is crap.
(Too much coffee man)

Sorry, aber ich antworte nicht auf PMs, die inhaltlich ins Forum gehören!

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Re: Bier & Met ?

Beitrag von GkF » 20 Dezember 2015 00:56

Fruchtweinkeller hat geschrieben:Es besteht ohnehin eine gute Wahrscheinlichkeit dass dir das Refraktometer Unsinn angezeigt hätte...
Hallo,

Warum?

Den Bier- Alkoholfehler hätte ich rausrechnen können, wenn ich den gesamten Ansatz gemessen hätte und nur den Honig/ Apfelsaftansatz hätte es nicht falsch angezeigt, oder?
Klär mich bitte auf, ich lerne immer gerne dazu.
Gruß Dieter

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Re: Bier & Met ?

Beitrag von Fruchtweinkeller » 20 Dezember 2015 11:45

Verschiedene Zucker haben verschiedene Brechungsindizes, und gerade beim Honig kann es im Vergleich zur Traube schon mal abweichen. Dazu kommen möglicher bierbedingte Fehler.
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Re: Bier & Met ?

Beitrag von GkF » 20 Dezember 2015 13:07

Ich denke mal, die unterschiedliche Brechung der verschiedenen Zucker ist rel. gering und (für mich) vernachlässigbar. Außerdem schwankt die Konzentration der versch. Zucker ja auch in den unterschiedlichen Säften/ Wein/ Würze.
Den Fehler des schon gebildeten Alkohols im Bier kann ich rausrechnen, da ich ja die Ausgangsstammwürze kenne oder ich nehme direkt die Ausgangsstammwürze.
Danke für deine Antwort.
Gruß Dieter

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Re: Bier & Met ?

Beitrag von NeoArmageddon » 21 Dezember 2015 13:55

Auf Festivals mischen wir des öfteren mal Met mit Bier. Spricht den etwas dagegen Bier und Met parallel zubereiten und später zu mischen? So kann man zumindest den Geschmack besser einstellen (so als naive Überlegung von mir als Laien).

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Re: Bier & Met ?

Beitrag von wotan » 21 Dezember 2015 14:47

Nö find ich nicht, wenn ich dem Bierbrauen mächtig wäre, würd ich das genauso machen! ;)
Meine Bong ist das Gärrohr :pfeif:

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Re: Bier & Met ?

Beitrag von westfalenpeppe » 22 Dezember 2015 08:07

Dann bin ich ja mal gespannt wie sich das ganze so bei euch entwickelt.
Liebe Grüße
Stefan

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