Maispitzenmet

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Re: Maispitzenmet

Beitrag von Metinchen » 07 Juni 2015 09:31

Sooo, vor 3 Tagen nochmals probiert und gemessen, weil die Gärung deutlich nachgelassen hat. 13% und sehr trocken. Es gab letztmalig 200g vom Waldhonig, dann ist der Alkoholgehalt hoch genug. Gestern Abend hatte die Gärung schon wieder stark nachgelassen und es setzte sich ein Bodensatz ab. Einen Minischluck probiert, schon wieder keine Restsüße zu schmecken. Gemessen habe ich aber nicht, das mache ich vielleicht später. Rechnerisch sollte der Akl.Gehalt bei 14% liegen. Bis nächste Woche wird noch täglich geschwenkt, dann gibt´s ein bißchen Schwefelpulver und das Ganze wird etwas kühler gestellt und nach ein paar Tagen abgezogen und im Anbau zum klären, erstmal vergessen, das Übliche halt.
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Re: Maispitzenmet

Beitrag von Vine » 09 Juni 2015 20:35

Ah! Ich habe den Maispitzenmet nicht mehr fertig gekriegt vor dem Urlaub. Und jetzt: Siehe da! Er hat die gewünschten restlichen 0,5% ganz ohne Schütteln geschafft :) Also ab damit in den Keller. Schmeckt übrigens wirklich vielversprechend! Kann ich - zumindest zusammen mit dem Weißtannenhonig - schon mal durchaus zur Nachahmung empfehlen!
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Re: Maispitzenmet

Beitrag von Metinchen » 23 Januar 2016 19:00

So, nach langer Zeit ging es weiter mit dem Maispitzenmet.
Seit über einem halben Jahr war das gute Zeugs in der Klärphase und alles andere als klar. Heute nachmittag wollte ich ihn zunächst grob filtern. Mist, da hatte ich nur noch eine grobe Filterscheibe. Dann eben eine grobe und eine feine :? im Filter.
Nach 4l :!: war der Filter dicht. Also nochmal neue Filterscheiben gespült und gehofft das der Rest (3,5l) durch ist bevor der Filter wieder zu sitzt. Hat mit ein bißchen Zeit gepasst. Durch die restlichen 2 feinen Scheiben habe ich dann 30l gut geklärten Beerenmix gejagt und es wären noch 10-15l durchgegangen.
Mit ordentlich Zucker schmeckt die Maispitze sehr vielversprechend. Nächste Woche wird steril gefiltert und abgefüllt.
Noch nie hatte ich einen Wein der so schlecht zu filtern war, bin echt mal gespannt wie gut oder schlecht er durch den sterilen Filter fließt.
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Re: Maispitzenmet

Beitrag von Onza » 24 Januar 2016 08:35

Eine blöde Frage:

Welche Farbe hat der Wein? Wie sieht er (ungefiltert) aus?

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Re: Maispitzenmet

Beitrag von Metinchen » 24 Januar 2016 09:32

Sieht aus wie Weißwein.
Unfiltriert halt wie trüber Weißwein.
Ich überlege noch ob ich die Restsüsse mit Honig odervmit Zucker einstelle. Aber vielleicht sollte ich das vorher ausprobieren. Vom Honiggeschmack ist nicht mehr viel schmeckbar.
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Re: Maispitzenmet

Beitrag von Onza » 24 Januar 2016 18:54

Danke für die Antwort.

Wenn der Maispitzenmet so schmeckt, wie ich ihn mir vorstelle (habe weder den Likör noch den Wein probiert), dann würde ich Zucker empfehlen. Das Aroma der Maispitzen wird so nicht verfälscht.

Mai ist klar und frisch. Honig eher warm und beige. Klingt blöd, aber es ist meine gedankliche Verbindung.

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Re: Maispitzenmet

Beitrag von Metinchen » 25 Januar 2016 09:38

Naja, er schmeckt bisher eher wie Erkältungsmedizin, da könnte etwas mehr Honig auch nicht schaden. Wie gesagt ich werde nächste Tage mal mit Honig und Zucker rumprobieren. Vieleicht mache ich sogar eine Mischung aus beiden. Beim ersten Test habe ich nur festgestellt, das er viel süßer sein sollte. Und das es ganz sicher kein Wein ist den man aus (vollen) großen Gläsern trinkt, eher aus kleinen Weißweingläsern oder gar Likörgläsern. Dementsprechend werde ich ihn auch in kleine Flaschen (o,25 - 0,3l) abfüllen.
Und auf jeden Fall etwas zur FWT mitbringen (wenn mir mein Chef da keinen Strich durchmacht, der war mit der Urlaubsplanung im letzten Jahr nicht zufrieden und möchte das Ganze etwas entzerren).
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Re: Maispitzenmet

Beitrag von Metinchen » 31 Januar 2016 09:06

Nun ist er in der Flasche.
Durch den sterilen Filter floß er erstaunlich gut. Nach dem spülen mit Wasser sind durch die selben Filterschichten noch 18l Beerenmix geflossen. Unbedingt muss ich für die kommende Weinsaison eine Bestellung beim Belgier fertigmachen. Das einzige was ich noch im Überfluss habe ist Burgunderhefe.
Aber zurück zur Maispitze. Die Restsüße ist nun, im Gegensatz zu meinen üblichen Weinen sehr süß eingestellt. Nachgesüsst wurde mit Honig und Zucker. Als Maispitzenmet würde ich ihn auchnicht mehr bezeichnen, eher als einen Maispitzenwein mit Honig, weil die gesamte Zuckerzugabe halt nur zum Teil durch Honig erfolgte.
Geschmacklich ist das Ganze sehr intersiv, wie schon weiter oben beschrieben ist es ein Wein für kleine Gläser.
Es lohnt sich aber ihn herzustellen.
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Re: Maispitzenmet

Beitrag von Chesten » 31 Januar 2016 10:02

Glückwunsch zur gelungenden Abfüllung.
Metinchen hat geschrieben:Geschmacklich ist das Ganze sehr intersiv, wie schon weiter oben beschrieben ist es ein Wein für kleine Gläser.
Es lohnt sich aber ihn herzustellen.
Berichte uns bitte wie sich der Wein mit der Lagerung verhält. Gut möglich das der Geschmack sich noch etwas abschwächt.
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Hier findest du einen Anleitung wie man seinen ersten eigenen Wein herstellt:
http://www.forum.fruchtweinkeller.de/viewtopic.php?f=33&t=12175

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Re: Maispitzenmet

Beitrag von KommandeurMumm » 31 Januar 2016 23:06

@Metinchen: Bringst du eine Flasche zur FWT mit? Das interessiert mich nun doch. Ein Bekannter hatte mal einen Likör aus jungen Buchenspitzen hergestellt, der sehr lecker war. Da habe ich natürlich auch gleich an einen Wein gedacht, aber bei derart unsicheren Erfolgsaussichten scheue ich die Sammelarbeit. Das soll für den Likör schon eine Heidenaufwand gewesen sein, für eine ordentliche Menge Wein wird es sicher nicht besser. Daher würde ich gerne mal dein Ergebnis kosten ;-)
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Re: Maispitzenmet

Beitrag von Metinchen » 01 Februar 2016 08:08

Klar bringe ich ein paar Flasvhen mit. Aber bedenke Buche wird ganz anders schmecken. Maispitze schmeckt in etwas so, wie billiges Schaumbad (Fichtennadel) riecht. Nur besser. Buche stelle ich mir weniger ätherisch vor, eher nussig.
Grüße
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Re: Maispitzenmet

Beitrag von KommandeurMumm » 01 Februar 2016 11:19

Metinchen hat geschrieben:Aber bedenke Buche wird ganz anders schmecken. Maispitze schmeckt in etwas so, wie billiges Schaumbad (Fichtennadel) riecht. Nur besser. Buche stelle ich mir weniger ätherisch vor, eher nussig.
Natürlich bedenke ich, dass es anders schmecken wird. Wie Buchenspitzen schmecken weiß man auch erst, wenn man es ausprobiert (Likör ist hier kein ausreichender Anhaltspunkt). Aber so weiß ich wenigstens, dass ein Wein aus Triebspitzen (?) überhaupt gelingen kann und was hier heraus zu holen ist.

Ich bleibe gespannt.
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