Maispitzenmet

Metinchen
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Re: Maispitzenmet

Beitrag von Metinchen » 18 Mai 2015 10:56

Jajajaaa, ich hab es auch getan :clap: .
Angeregt durch Vine´s Beitrag habe ich in diesem Jahr nicht vergessen einen Wein aus Maispitzen anzusetzten.
Ich bin wie folgt vorgegangen; Bereits 2 Tage vorher einen Gärstarter mit Apfelsaft und Hefenährsalz angesetzt.
800g Spitzen von Fichte und Kiefer (sehr harzig)mit 500g Zucker und natürlich Wasser aufgekocht. Später noch ein Kilo Waldhonig reingerührt und bis zum nächsten morgen abkühlen und ziehen lassen. Durch ein engmaschiges Sieb abgegossen, die Bestandteile aus den Sieb zurück in den Topf und nochmals warmes Wasser drauf und umgerührt und wieder abgegossen. Alles in den Ballon, den Gärstarter mit rein , 4g HNS, den Saft zweier Zitronen (nach dem nächsten Einkauf werde ich noch 2 Zitonen als Saft mit zufügen) und auf 8 Liter aufgefüllt. Ok einen geriebenen Apfel könnte ich noch reinmachen, aber bisher blubbt es auch so ganz gut. Sollte ich noch Tanne finden (nein nicht in einer Weihnachtsbaum- Plantage :tsts: :tsts: ) werde ich noch ein wenig Tannensud kochen und zufügen, sonst eben nicht.

@Vine; wo hast Du die Säure eingestellt? Ich denke 6g/l sollten für diesen speziellen Geschmack ausreichend sein, da es ja kein Fruchtwein ist.

Und ob ich nun mit Zucker oder Honig weiter aufzuckere werde ich nun jedesmal neu entscheiden, ein "echter" Met mit 100%Honig wird es wohl nicht werden. Wahrscheinlich wird es ein Honigzusatz von 50 -70% je nachdem wie der Geschmack mir gefällt.

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Re: Maispitzenmet

Beitrag von Vine » 18 Mai 2015 11:27

Ich bin sehr ähnlich vorgegangen. Auch richtigen Gärstarter aus Trockenhefe angesetzt. 4,8 g HNS auf 11 l, 3,2 g Heferinde. Zucker habe ich initial (400 g glaub ich) nur zugegeben zum Honig. Als Honig nur Weißtannen-Honig. Und du hast recht mit den Kiefern: Die schmecken viel harziger. Ist mir leider erst einen Tag nach dem Ansatz aufgefallen. Wir haben nicht viele Kiefern hier, jedoch fiel mir dann ein, dass wir ja so eine Kriechkiefer im Garten haben und da hab ich von genascht dann.

Ich habe den Saft von 2 Zitronen und 2 Orangen drin. Die Säure habe ich genau auf 6 g/l eingestellt. Und ich bleib dem Honig treu, so lange es geht .. oder gärt ;)
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Re: Maispitzenmet

Beitrag von wotan » 18 Mai 2015 18:42

Ihr beiden seit "Irre" - klasse........Baum-Wein, das ist :( :shock: ;) :) :D :geek: :ugeek: :clap:
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Re: Maispitzenmet

Beitrag von Metinchen » 20 Mai 2015 10:10

Gestern Abend kam ich nach Hause, da roch ich es schon; ?-| ein übler Gärungsböckser macht sich breit. Mal abwarten wie sich das weiter entwickelt, evtl. das Ganze mal belüften. Ansonsten gärt es heftigst, der zugegebene Zucker/Honig dürfte schon bald verbraucht sein, ich denke das ich spätestens morgen Abend nachfüttern muß.
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Re: Maispitzenmet

Beitrag von Vine » 20 Mai 2015 11:46

Oha! Na wenn es nur eine temporäre olfaktorische Belästigung ist ... Bei mir läuft bislang alles rund. Der Met hatte gestern 11% und war schon wieder trocken. Habe für 1% Zucker nachgelegt, weil kein Tannenhonig mehr parat. Auch geschmacklich kommt er langsam :) Dürfte aber ruhig harziger sein!
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Re: Maispitzenmet

Beitrag von Vine » 20 Mai 2015 13:39

Welche Hefe hast du eigentlich am Start? Ich hab grad die SIHA 3. Die ist mir aber zu lahm. Muss man ab 11/12% nachzuckern wie bei einer Südweinhefe, die schon 14% erreicht hat. Nur hier bei dem Maispitzenwein ging es deutlich schneller. Diese Heferinde scheint ganz schön was zu bewirken.
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Re: Maispitzenmet

Beitrag von Metinchen » 21 Mai 2015 08:47

Komisch, ich habe grad´auch die Shia 3, allerdings nur mit normalem Hefenährsalz. ich meine gelesen zu haben das ein Böckser auch Nährstoffmangel sein kann, (bin mir aber nicht sicher und habe im Moment keine Zeit zum nachsuchen).
Naja ich meine ganz subjektiv das es heute morgen schon weniger duftet. Auch war gestern Abend die Gärung schon verlangsamt, heute Abend wird nachgefüttert. Und Alkkohol und Säure gemessen. Und Probiert. Und nackt um den Ballon getanzt.
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Re: Maispitzenmet

Beitrag von Vine » 21 Mai 2015 14:58

Also ich habe keine Ahnung, wie oder warum das auftritt. Meine Erfahrungen bislang waren, dass wenn es während der Gärung stinkt, es nicht schlimm für den Wein ist ... mehr für die Umgebung ;) Meinen bösen Böckser damals bemerkte ich erst beim Abziehen von der Hefe. Das stank entsetzlich. Während der Gärung selbst verlief alles ganz normal.
Wie kommst du sonst mit der SIHA 3 klar?

Mein Maispitzenmet hat den Zucker wohl schon wieder verdaut. Habe Tannenhonig nachgekauft und werde wohl noch einmal nachschlagen. Wieviel Prozent strebst du an und wie wirst du ihn von der Süße her einstellen?

LG
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Re: Maispitzenmet

Beitrag von Metinchen » 22 Mai 2015 10:36

Ich muß zugeben das es mein erster Wein mit der Shia 3 ist, da fehlen mir noch ein paar Erfahrungswerte um eine Aussage zur Hefe zu treffen.
Es stinkt schon deutlich weniger, also mache ich mir darüber keine großen Sorgen, nachgezuckert wird dann doch erst heute, nach 5 (in Worten; fünf) Überstunden gestern hatte ich doch keine Lust mehr dazu.
Wie süß ich ihn einstelle? Keine Ahnung! Wahrscheinlich werde ich mit kleinen Gläsern und kleinen Mengen Zucker ausprobieren was schmeckt. Und wenn ich mich nicht entscheiden kann, gibt es halt 2 gleiche Weine mit unterschiedlicher Restsüße :lol: .
Im Allgemeinen habe ich gute Erfahrungen mit Alkoholgehalten von 12-13% gemacht. Bei meinen Versuchen im letzten Jahr mit 10-11% hat es einige Böse nachgärungen gegeben (vor 2 Wochen habe ich den kompletten Ananaswein zurück in einen Ballon gegeben und nochmals nachgezuckert, jetzt darf er bis zum Alkoholtod der Hefe gären), da bin ich zu dem Schluß gekommen das ich in dem %te Bereich gar nicht so sauber arbeiten kann das da nix mehr gärt. Okay bei 13% kann es auch noch nachgären, aber das sind dann meist nur ein paar müde Bläschen, was aber bisher nur höchst selten und bei einzelnen Flaschen passiert ist.
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Re: Maispitzenmet

Beitrag von Vine » 22 Mai 2015 11:54

Also mit Nachgärungen in der Flasche hatte ich bislang null Probleme. Auch nicht bei dem Wein, der nur 10% hat. Mal sehen, was passiert, wenn der Sommer kommt ...

Verschiedene Süßegrade von einem Wein zu machen hatte ich schon oft in Planung. Irgendwie habe ich das dann bei der Einstellung/Abfüllung immer vergessen :roll:

Die SIHA 3 ist für mich gewöhnungsbedürftig. Ich habe letztes Jahr nur mit Flüssighefe aus dem Baumarkt gearbeitet - übrigens kann ich über selbige kaum Negatives berichten! Ein bisschen gezickt haben nur die Malaga- und die Steinberghefe, nur der Heidelbeerwein wollte trotz Portweinhefe nicht loslegen. In jedem Fall war ich es gewohnt innerhalb kurzer Zeit meine 12,5 bis 13% zu haben. Das ist bei der SIHA anders. Die ist viel langsamer - und ich hoffe somit auch schonender für das Aroma. Ab meist 11% gärt die mehr "nach innen" ;) Es blubbert kaum noch und man schüttelt das Kohlendioxid mehr aus, als dass es freiwillig austritt, ja man denkt schon, dass sich da gar nichts mehr tut aber dann steigen die Prozente dennoch langsam an. So habe ich in einem Fall 14% erreicht - danach tat sich gar nichts mehr. Oder der Kastanienmet: Dieser steht nach 14 Tagen erst bei 9,5%.
Ganz anders der Maispitzenmet. Dem habe ich gestern nochmal 250 g Honig zugegeben und hoffe die 13% noch zu erreichen bevor es in den Urlaub geht.

LG
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Re: Maispitzenmet

Beitrag von Metinchen » 23 Mai 2015 10:35

So!
Gestern habe ich den Alkoholgehalt gemessen, ungefähr 8% was auch rechnerisch mit der zugegebenen Zucker/Honigmenge übereinstimmt. Die Säure lag bei schlappen 4g/l. Zunächst habe ich noch den Saft zweier Zitronen reingekippt. Nächste Tage werde ich nochmals messen und und mit Milch- oder Zitronensäure auf 6g/l anpassen.
Geschmacklich ist der Böckser nicht zu schmecken, nur man riecht es, wird aber weniger.
Dem Ganzen habe ich noch 500g Waldhonig gegönnt und heute morgen blubbt es wieder fleißig aus den Gärröhrchen.
@Vine: Mal abwarten wie sich die SIHA 3 weiterhin verhält, ich werde auf jeden Fall weiter darüber berichten.
Grüße
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Re: Maispitzenmet

Beitrag von Metinchen » 28 Mai 2015 19:38

Gestern ließ die Gärung deutlich nach, auf die schnelle gab es 50g Zucker. Heute erneut die Säure gemessen und mit Milchsäure auf 6g/l eingestellt. Alkohol liegt bei 11% und das Ganze schmeckt staubtrocken. Der Honiggeschmack darf ruhig noch mehr hervortreten, daher gibt es ganze 400 g Waldhonig.Mal abwarten ob ich die Hefe dann verhungern lasse oder nochmal etwas Honig oder Zucker nachlege. Stichwort-Harmoniedreieck.
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