Met Versuch 1

Ardonei
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Met Versuch 1

Beitrag von Ardonei » 07 März 2014 10:45

Hallo Freunde des Mjöd´s,

ich habe mir vorgenommen einen Mjöd zumachen der ohne Apfelsaft und zugabe von Säure,Schwefel etc auskommt.

Will einen natürlichen Mjöd ohne Chemie usw. machen.

Aber das ist denke ich jeden selbst überlassen, da Geschmäcker bekanntlich unterschiedlich sind.

Der Mjöd besteht aus:

3 Kg Blütenhonig vom Imker(kalt geschleudert)
4 L Wasser
300g gestossene Walnüsse
50 g milder Hopfen ( zwischen durch in den ersten drei Tagen probieren, nicht das der Hopfen zu sehr durch kommt)
20 g Schlüsselblumen
45-48 g Turbohefe

Gärstarter fertig gemacht und nach einem Tag konnte ich alles zusammen in den Gärballon schütten.

Nach 5 Tagen lag der Alkohol zwischen 20-25% laut Vinometer.

Nach Tag 6 nachgesüsst und noch ein paar Blütenpollen hinzu getan.

Heute etwas 100 ml gefiltert und der Alk lag zwischen 17-19 %

Geschmacklich bis jetzt wie ich es mir Vorstelle aber noch abwarten bis ich alles Filtern kann und dann paar Wochen lagern und nochmal verkosten.^^

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Chesten
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Re: Met Versuch 1

Beitrag von Chesten » 07 März 2014 12:49

45-48 g Turbohefe
Ist das nicht etwas viel Hefe für ca. 5L Met ?
Nach 5 Tagen lag der Alkohol zwischen 20-25% laut Vinometer.
Sorry das kann aber nicht stimmen. Selbst mit Trubohefen ist maximal ca. 18% drin wenn überhabt. Außerdem wenn ich das so überschlage reicht der Zucker auch nicht aus den du da drin hast um solche % zu erreichen.
Selbst mit so viel Hefe geht das nicht in nur 5 Tagen.

Ich glaube sehr stark das dass eine sehr fehlerhafte Messung war weil sich der Met noch in der Gärung befindet.

Ihren Met ohne "Chemie" wollen viele herstellen aber das macht mehr Probleme als das welche lösen würde.
Es stellt sich z.B. die Frage wie willst du eine Nachgärung verhindern ?

Chesten
"Die einzig stabile Währung ist die alkoholische Gärung" (Das Känguru-Manifest)

Hier findest du einen Anleitung wie man seinen ersten eigenen Wein herstellt:
http://www.forum.fruchtweinkeller.de/viewtopic.php?f=33&t=12175

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Re: Met Versuch 1

Beitrag von blumentopferde » 07 März 2014 12:57

Darf ich fragen, wie Du zu dem Rezept kommst?

Hopfen und Schlüsselblumen sind ja nicht gerade Zutaten, die ich mir in einem Met erwarten würde (allerdings bin ich auch nicht sehr bewandert in diesem Thema).

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Re: Met Versuch 1

Beitrag von fibroin » 07 März 2014 15:27

Ardonei hat geschrieben:ich habe mir vorgenommen einen Mjöd zumachen der ohne Apfelsaft und zugabe von Säure,Schwefel etc auskommt.
Ich würde es anders herum machen: Mache Met so, wie du es dir gedacht hast und dann erzähle uns, dass es so ging.
Dein Rezept hat einige gewagte Abweichungen von einem soliden Metrezept, ich habe Zweifel, dass es schmackhaft wird.

Übrigens, Chemie und Chemie ist zweierlei. Gärung ist auch Chemie, wenn auch Biochemie. Da verzichtest du doch nicht drauf ;)
Wenn du dich wohlfühlst, mache dir keine Sorgen. Das geht wieder vorbei.

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Re: Met Versuch 1

Beitrag von Ardonei » 07 März 2014 16:58

Das Rezept wurde schon so ca. 1350 benutze zur Frage wie ich daran komme.

Bis jetzt keine Probleme mit dem Met und der schmeckt bis jetzt sehr gut. Gärung werde ich mittels steril Filtern stoppen.

Und ja bei Met sind locker 19% raus zuholen ohne den spriten zu müssen. Hab hier zuhause einen dänischen Met mit 19%.

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Re: Met Versuch 1

Beitrag von blumentopferde » 07 März 2014 19:39

Habe ich das richtig verstanden: Es handelt sich um ein historisches Rezept aus dem Jahr 1350?

Klingt auf jeden Fall sehr interessant, Rezepte, die vom Fruchtweinkeller abweichen, sieht man hier ja selten!

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Re: Met Versuch 1

Beitrag von Fruchtweinkeller » 07 März 2014 22:24

Die Rezepte aus dem Fruchtweinkeller sind ja auch die "sinnvollsten" Rezepte.

Das 1350er Rezept dürfte jenes aus dem "Buch von guter Speise" sein. Dieses ist übrigens auch in der Literaturliste auf der HP zu finden, zudem wurden historische Rezepte schon vielfach hier im Forum diskutiert

@Ardonei
Die hältst dich allerdings überhaupt nicht an das Rezept.

Zudem...
Ardonei hat geschrieben:Will einen natürlichen Mjöd ohne Chemie usw. machen.
Dir ist aber schon klar dass in der Turbohefe jede Menge "Chemie" steckt?
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Sorry, aber ich antworte nicht auf PMs, die inhaltlich ins Forum gehören!

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Re: Met Versuch 1

Beitrag von Nathea » 08 März 2014 18:07

Ardonei hat geschrieben:... Gärung werde ich mittels steril Filtern stoppen. ...
Wenn es "ohne Chemie" und möglichst "original" sein soll, wäre das sterile Filtern aber ein gewaltiger Faupax, oder hast Du dafür auch eine Vorrichtung, wie sie schon 1350 benutzt worden ist?

Gruß,
Sylvia

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Re: Met Versuch 1

Beitrag von Ardonei » 09 März 2014 08:17

Hatte ich irgendwo erwähnt das ich den Met mit Geräten ala Mittelalter machen wolle? Hatte nur gesagt, dass ich den möglichst onhe Chemie, soweit möglich, machen wolle.

Ehrlich Leute, dass hier ist stellenweise eher geflame als alles andere. :(

Hätte mir eher vorgestellt, dass sowas wie "Könntest Probleme mit Säure etc bekommen" kommt. Halt konstruktive Sachen, Kritik oder Ideen.

Nein das Rezept ist nicht aus dem Honigweinkeller oder Internet. Hatte mir ein dänischer Metverkäufer auf einen Mittelaltermarkt gegeben.

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Re: Met Versuch 1

Beitrag von KommandeurMumm » 09 März 2014 10:10

Moin Ardonei.

Dann mal meine konstruktive Meinung:
Jeder soll Wein und Met machen, wie er will. Punkt. Wichtig für das Forum ist allerdings, wie man es rüberbringt. Denn wir sind hier nunmal im Fruchtweinkeller und da wird ein gewisses Vorgehen als ideal angesehen. Klar macht man auch mal was anders, aber dann muss man das auch entsprechend kennzeichnen, es geht einfach darum, Anfänger nicht in die Irre zu führen. Das Problem habe ich bei dir jetzt aber nicht gesehen, du hast schon geschrieben, dass du das mal anders machen willst als im FWK. Was mich zum nächsten Punkt bringt:

Dein Rezept weicht deutlich ab, das finde ich erstmal interessant. Daher bin ich auch an Erfahrungen interessiert. Ich gehe nach FWK vor, um mit erprobtem Vorgehen das Risiko zu minimieren, dass der Wein in den Ausguss wandert. Und wenn man erstmal 200 Liter im Keller stehen hat, dann steckt da eine Menge Arbeit und Geld drin. Daher ist mir oft nicht nach Experimenten zumute und ich höre gern, was Andere für Testansätze haben.

Abgesehen davon kann ich dir nur das übliche sagen: bei mangelnder Säure glaube ich nicht, dass der Met so gut schmecken wird, wie er mit Säure könnte. Ob mir Schlüsselblumen schmecken, weiß ich nicht, das ist wohl Geschmackssache, unabhängig von der Vorgehensweise. Wie schmecken eig. Schlüsselblumen? Bei uns bekommen das (bisher) die Nagetiere :shock:
Hopfen mag ich im Met nicht so sehr, aber das hilft vielleicht der Haltbarkeit, wenn die Säure fehlt.

Wenn die Gärung gut eingesetzt hat, okay, ansonsten finde ich, dass zum Gärstart zu viel Zucker auf einmal drin ist. Ich starte meinen Met mit 4 kg Honig, aber auf 20 L. Was die Turbohefe in diesem Zusammenhang schafft, was meine Siha 8 nicht kann, weiß ich nicht.

Ein Gedanke zum Hopfen: ich habe das so noch nicht gemacht und generell mit Aromatisierung wenig experimentiert. Aber den bei der Gärung schon "abzuschmecken" könnte heikel sein. Aus Erfahrung weiß ich, dass der Geschmack bei der Gärung eigentlich immer anders ist, als später. Der Hopfengeschmack könnte sich vielleicht durch die Gärung verändern, noch unterdrückt werden, stärker werden...was auch immer. Dass es aber nachher noch so schmeckt, wie du es "einstellen" wolltest, glaube ich kaum. Aber da wären Erfahrungsberichte schön. Im schlechtesten Fall musst nachher nochmal ein Beutelchen reinhalten.

Also, lass dich nicht unterkriegen. Solange du dein Vorgehen nicht den Anfängern als gute Maßnahme verkaufst, sind Experimente durchaus gern gesehen. Und vielleicht mit dem Wort "Chemie" vorsichtiger umgehen, hier sind halt auch Fachleute unterwegs, die da allergischer reagieren als andere :pfeif:

Grüße!
"Der Mann, der den Berg abtrug, ist der gleiche, den man jahrelang kleine Steine tragen sah."
- Chinesische Weisheit

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Re: Met Versuch 1

Beitrag von Fruchtweinkeller » 09 März 2014 10:24

Ich sehe hier ein Missverständnis, aber ich sehe keine einzige Beleidigung und nicht eine unproduktive Äußerung die sich auf dich bezog. Hier die "Flaming-Keule" zu zücken ist erstens ungerechtfertigt und zweitens nicht konstruktiv.
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Sorry, aber ich antworte nicht auf PMs, die inhaltlich ins Forum gehören!

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Re: Met Versuch 1

Beitrag von blumentopferde » 09 März 2014 10:58

An den rauen Ton hier muss man sich erst einmal gewöhnen. Gerade als Anfänger bekommt man hier sehr viel Gegenwind. Zwischen den scharfen Tönen bekommt man aber auch sehr wertvolle Tipps, bessere, als in vergleichbaren Foren.

Jede Wette, dass jetzt gleich FWK daherkommt und in seinem schärfsten Tonfall richtigstellt, dass in diesem Forum kein scharfer Tonfall herrscht :-x

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