1.Met aus Blatthonig

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Met-Wombat
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1.Met aus Blatthonig

Beitrag von Met-Wombat » 05 August 2015 16:42

Hallo Honig- und Fruchtweinfreunde!

Ich hab am Freitag meinen ersten Met angesetzt.

Ansatz war ungefähr nach "Mein 1.Met", allerdings ohne Tannin.
-2,2 kg Blatthonig (Ahorn, Buche, ggf auch Linde, da war sich meine Imkerin nicht 100% sicher)
-4 Äpfel "Granny Smith"
-3 Liter Apfelsaft, naturtrüb
-Hefenährsalz
-Portweinhefe, trocken
- destilliertes Wasser

Säure lag bei 2,4 und bei der Kontrollmessung bei 2,2; habe mich für die goldene Mitte entschieden und auf 11 Liter Ansatz 35 ml 80%Milchsäure beigegeben. Leider habe ich darauf verzichtet Zitronensäure einzukaufen -_-

Die Hefezugabe erfolgte am Freitag um 18:45 und um Punkt 23 Uhr klackte mein Gärspund :D HURRA :D

Kräftig geschwenkt wird Morgens und Abends. Am Samstag hatte ich alle 3 Sekunden ein "Klack" und am Sonntag alle 5 Sekunden. Das hat sich bis gestern Abend so gehalten.
Seid heute Morgen liegt es bei 7 Sekunden. :hmm:

Da die Vergärung von Honig nicht einfach ist, zu Schwankungen und/oder Aussetzen neigt und ich hier einige Tagebücher gelesen habe;
bleibt dennoch eine Frage:

In wieweit sind Schwankungen bei der Gäraktivität "normal" ?

Beste Grüße ausm Pott :D
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Chesten
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Re: 1.Met aus Blatthonig

Beitrag von Chesten » 05 August 2015 17:19

Willkommen bei uns !

Soweit hört es sich ganz gut an. Mit alle 7 sec. pro Blubb ist doch alles super.
Die Gärung wird sich immer weiter verlangsamen bis der Zucker verbraucht ist.

Zitronensäure kannst du zu Not auch noch im Supermarkt kaufen schau einfach mal bei den Backzutaten nach da müsste die dabei sein.

Der Zucker sollte für so ca. 7-8% reichen nach meiner Überschlagsrechnung wie willst du deinen Met stabilisieren ?
Ich glaub nicht das du Filtern kannst da bleib fast nur die Nachzuckermethode bis zum Ende durchziehen.
"Die einzig stabile Währung ist die alkoholische Gärung" (Das Känguru-Manifest)

Hier findest du einen Anleitung wie man seinen ersten eigenen Wein herstellt:
http://www.forum.fruchtweinkeller.de/viewtopic.php?f=33&t=12175

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Re: 1.Met aus Blatthonig

Beitrag von Met-Wombat » 05 August 2015 19:25

Hi! Danke für die schnelle Antwort :)

Super :)

Geplannt ist bis zum Ende nachzuzuckern, da ich einen möglichst hohen Alkgehalt anstrebe.
Filtern kann ich (noch) nicht ;) habe mich aber schon für eine Druckfilter mit Handpumpe entschieden :D
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Re: 1.Met aus Blatthonig

Beitrag von Chesten » 06 August 2015 11:48

Met-Wombat hat geschrieben:Filtern kann ich (noch) nicht ;) habe mich aber schon für eine Druckfilter mit Handpumpe entschieden :D
So einen Filter habe ich auch, wenn man damit keine 60L auf einmal Filtern will reicht der auch erstmal.
Auch wenn es verlockend klingt aufgrund des geringen Preises lass die Finger von einen Schwerkraftfilter da die nicht genug Druck aufbauen aber du willst ja eh einen Simplex-Filter zu legen auch wenn der schon recht teuer ist der lohnt sich auf jedenfall !
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Re: 1.Met aus Blatthonig

Beitrag von Met-Wombat » 06 August 2015 20:09

Genau den, ich hab hier nur schlechtes über die Schwerkraftfilter gelesen, da ist das Geld besser in den Simplex investiert!
Es wird dann definitv auch ein zwei weitere Ballons geben :D

In ein paar Wochen werden die Pflaumen reif sein :D
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Re: 1.Met aus Blatthonig

Beitrag von Onza » 06 August 2015 20:23

Ein Neuling stellt jetzt eine blöde Frage:

Warum unbedingt filtern?

Ok, die Gefahr der Nachgärung und auch die Optik.

Aber gibt es noch weitere Gründe?

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Re: 1.Met aus Blatthonig

Beitrag von Fruchtweinkeller » 06 August 2015 20:53

Nö. Aber das Verhindern einer Nachgärung ist doch ein schwergewichtiges Argument, oder? ;)
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(Too much coffee man)

Sorry, aber ich antworte nicht auf PMs, die inhaltlich ins Forum gehören!

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Re: 1.Met aus Blatthonig

Beitrag von Onza » 06 August 2015 21:05

:lol: ja, den Aspekt sollte man nicht unterbewerten.

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Re: 1.Met aus Blatthonig

Beitrag von Chesten » 07 August 2015 11:10

Onza hat geschrieben::lol: ja, den Aspekt sollte man nicht unterbewerten.
Wenn der Korken aus der Flasche kommt hat man noch Glück wenn die Flasche hochgeht wegen einer Nachgärung hast du den Salat.
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Re: 1.Met aus Blatthonig

Beitrag von Met-Wombat » 08 August 2015 14:06

Kleines Update :)

Freitag 06:00 - alle 8 Sekunden ein Klack, geschüttelt
17:40 - alle 13 Sekunden, geschüttelt
23:40 - alle 25 Sekunden

Habe dann lange überlegt und dann doch mal den Alkoholgehalt gemessen.
1.Messung war 15%, also was falsch gemacht, die weiteren Messungen ware 4%, 7% und 5%.

Ich denke die Wahrheit liegt zwischen 4 und 5% :D
Den Geschmack fand ich überraschtend gut, stark hefig und sauer nach Apfel, kein Honig aber angenehm und nicht süß.
Habe dann 600g Honig zugegeben und ordentlich eingeschwenkt.
Heute morgen um 06:40 waren es wieder 8 Sekunden :D
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Re: 1.Met aus Blatthonig

Beitrag von Chesten » 08 August 2015 14:48

Met-Wombat hat geschrieben:Den Geschmack fand ich überraschtend gut, stark hefig und sauer nach Apfel, kein Honig aber angenehm und nicht süß.
Das ist normal Met/Wein in der Gärung schmeckt selten gut aber lass dich davon nicht verunsichern.
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Re: 1.Met aus Blatthonig

Beitrag von CJD » 09 August 2015 12:26

Onza hat geschrieben:Ein Neuling stellt jetzt eine blöde Frage:

Warum unbedingt filtern?

Ok, die Gefahr der Nachgärung und auch die Optik.

Aber gibt es noch weitere Gründe?
Fruchtweinkeller hat geschrieben:Nö. Aber das Verhindern einer Nachgärung ist doch ein schwergewichtiges Argument, oder? ;)
Also ich bilde mir ein, dass es auch noch einen Grund gibt. Ich glaube, dass die Filtration allgemein die Haltbarkeit des Weines zugutekommt. Nicht nur die Hefe wird entfernt (Stichwort Nachgärung), auch andere Ungeziefer könnte rausfiltriert werden (Stichwort Weinfehler) (wobei ich mir nicht sicher bin, ob manche Bakterien so klein sind, dass sie trotzdem durchkommen). Außerdem kann der Trubstoff auch Nährstoff für Ungeziefer sein und der wird ja rausgefiltert.

Zudem schützt das filtrieren vor Langeweile --> Wenn man einfach in Flaschen abfüllt und mit Korken verschießt wäre man viel zu schnell fertig :o
"Sie schnitten eine Weinrebe ab, die so schwer war, dass zwei Männer sie an einer Stange tragen mussten." 4.Mose 13,23

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