Auch mein erster Met

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Re: Auch mein erster Met

Beitrag von Shinomori » 12 August 2014 13:53

Metinchen hat geschrieben: Ich selber verwende beim Met bis zum bitteren Gärende ausschließlich Honig, weil schließlich soll Met ja mnach Honig schmecken. .
ja genau das habe ich mir auch gedacht. Deswegen will ich eigendlich auch nur Honig verwenden. Ansonsten nehm ich echt etwas von Inhalt ab wenn der Honig nicht rein passen sollte ;)

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Re: Auch mein erster Met

Beitrag von Shinomori » 12 August 2014 21:16

mal eine vieleicht etwas blöde Frage aber wenn ich etwas Flüssigkeit aus dem Gärballon entfernen will, kann ich diese einfach abschütten oder ist es besser einen Weinheber etc. zu verwenden? Wäre blöd wenn bisher alles gut gelaufen ist und man sich dann durch so eine Aktion eine Kontamination einfängt.

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Re: Auch mein erster Met

Beitrag von Fruchtweinkeller » 12 August 2014 23:06

Wenn du vorsichtig bist und das Gärröhrchen nicht randvoll ist sollte das kein Problem sein.
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Re: Auch mein erster Met

Beitrag von Shinomori » 13 August 2014 07:13

Fruchtweinkeller hat geschrieben:Wenn du vorsichtig bist und das Gärröhrchen nicht randvoll ist sollte das kein Problem sein.
Wie meinst du das? Das Gärröhrchen + Mostkappe muss ich ja sowieso runter nehmen da der Weinheber ja auch nicht durch das Loch der Mostkappe passt. Ich denke nicht, dass das Gärröhrchen so voll ist das beim runternehmen etwas von der Flüssigkeit zurück in den Gärballon gelangen kann. Ich habe das Gärröhrchen eh nur bis zu den eingezeichneten Makierungen gefüllt. Da ist also noch Platz.
Die Frage die ich mir gestellt habe war, wenn ich einfach alles runter nehme und etwas von dem Ballon in ein anderes Gefäß kippe dann sorge ich ja für einen relativ starken Lufteinlass (potentielle Keime etc.) anderfalls glaube ich nicht mit dem Weinheber da viel machen zu können. Der Met ist ja bisher sehr Trüb und der Weinheber könnte ggf. Verstopfen.

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Re: Auch mein erster Met

Beitrag von Metinchen » 13 August 2014 08:20

Der eintretende Sauerstoff wird bei laufender Gaerung recht schnell durch das entstehnde CO2 verdraengt. Darueber das da zuviel reinkommt, mache dir erst gegen Ende der Gaerung Gedanken.
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Re: Auch mein erster Met

Beitrag von Shinomori » 13 August 2014 08:46

ok danke.
Ich habe mir eher gedacht durch die eingetragene Luft könnten andere Mikroorganismen eingebracht werden.Aber meine Hefe ist ja inzwischen um ein vielfaches "in der Überzahl" zudem wurde ja schon etwas Alkohol gebildet und bei laufender Gärung wird Sauerstoff von CO2 verdrängt (wie du bereits sagtest). Die Möglichkeit zur erfolgreichen Vermehrung anderer Mikroorganismen scheint nicht mehr so hoch zu sein oder sehe ich das falsch? Natürlich nur bei laufender Gärung.

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Re: Auch mein erster Met

Beitrag von Fruchtweinkeller » 13 August 2014 20:15

...zum Sauerstoff siehe auch:

viewtopic.php?f=85&t=1742

Je höher der Alkoholgehalt, desto weniger Fremdorganismen werden dir Probleme bereiten. Nichtsdestotrotz sind Probleme möglich: Weinkrankheiten verursachende Mikroorganismen kommen mit den Bedingungen im Wein gut klar. Eine kurzzeitige Belüftung wird das aber nicht beeinflussen.
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Re: Auch mein erster Met

Beitrag von Shinomori » 16 August 2014 09:57

So da jetzt nun eine Woche vorrüber ist gebe ich mal ein kleinen Status von meinem Met.
Die Gas Bildung hat deutlich abgenommen. Von den anfänglichen 32 Blasen/min auf 15 Blasen/min. Deswegen habe ich mich dazu entschlossen eine Probe zu nehmen. Geschmacklich ist der Met bisher sehr sauer. Zucker konnte ich keinen schmecken. Beim Geruchstest merkt man als erstes die Kohlensäure (irgendwie Sekt artig) und ich finde es riecht ein bisschen schwefelig, bin mir da aber etwas unsicher. Ich weiß nicht ob das Anzeichen eines Gärungsböcksers sind. Aber so wie ich das verstanden habe kann sich das im weiteren Gärungsverlauf wieder legen...

Vinometertest: ca. 10 Vol.%
Säuretest: jetzt 7,8 - 8 g/L

Der Alkoholgehalt passt mit der zu Anfang eingewogenen Menge Zucker überein. Den Säuregehalt ist irgendwie angestiegen. Ich hoffe das ist nur auf die Kohlensäure zurückzuführen, wobei ich hier so gut wie möglich versucht habe die Kohlensäure auszuschütteln. Hoffentlich wird der Met am Ende nicht zu sauer :(

Aufjedenfall habe ich mit 96,3g Zucker bzw. 128g Honig nachgezuckert das entspricht 1 Vol.% Alkohol.

Was mich nur etwas wundert ist, dass in der Regel gesagt wird Sherry Hefen können Alkoholwerte bis 15 Vol.% erreichen. Im Beipackzettel von Vina steht "Alle unserer Hefen sind in der Lage, Alkoholwerte bis maximal 18 Vol.% zu erreichen." (Quelle: http://vina-reinhefen.de/wcms/ftp//v/vi ... zettel.pdf)
Zuckert man dann trotzdem immer nur für 1 Vol.% nach?

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Re: Auch mein erster Met

Beitrag von Fruchtweinkeller » 16 August 2014 10:38

Die Gesamtsäure sollte nicht ansteigen, aber die Titration mit unseren Mitteln ist nicht so genau, und deine Vermutung mit der störenden Kohlensäure ist plausibel. Ich würde mir darüber erst einmal keinen Kopf machen.

Die tatsächliche Alkoholtoleranz einer Hefe hängt von vielen Faktoren ab; 18% ist ein Wert der nur unter idealen Bedingungen erreicht wird. Ich habe auch schon Sherry-Ansätze gehabt die bei mit dem Vinometer gemessenen 14% Schluss gemacht haben (wobei die Messung ja auch sehr ungenau ist). Und da du diese Unwägbarkeiten nicht vorher abschätzen kannst ist es nie verkehrt, vorsichtig mit der Zuckergabe zu sein.
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Re: Auch mein erster Met

Beitrag von Shinomori » 18 August 2014 07:28

Ich habe nun doch noch eine Frage. Am Samstag habe ich nachgezuckert, die Gäraktivität lässt dennoch kontinuierlich ab. Heute sind es nur noch 9 Blasen/min. Aus diesem Grund habe ich heute noch eine Probe genommen. Süß scheckt der Met nicht, eigendlich so wie am Samstag nur vieleicht nicht soo sauer. Das Vinometer zeigt mir anscheinend einen Wert zwischen 12-13 Vol.% an aber die Messung ist eh super ungenau (vielleicht sollte ich mir ein präzisions Vinometer zulegen?).
In dem Flussdiagramm auf honigweinkeller.de steht nach dem Nachzuckern eine Woche warten, ist das immer so oder könnte es sein das in meinem Fall die Hefen den Zucker schon verstoffwechselt haben? Ich weiß nicht ob ich wieder Nachzuckern soll oder noch warten jedoch habe ich bedenken die Gärung kommt ganz zum erliegen.

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Re: Auch mein erster Met

Beitrag von WeinTheo » 18 August 2014 15:05

Warte bis du gar keine gähraktivität mehr feststellen kannst, solltest du noch Zucker/honig im Ansatz haben, dann stelle auf deine gewünschte restsüße ein und warte nochmal Ca. 14 Tage. Sind restsüße und alkoholgehalt dann von dem Moment des restsüße einstellens bis nach den 14 Tagen stabil, schwefele und Stelle den Wein in den Keller zum klären...

Mfg

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Re: Auch mein erster Met

Beitrag von Shinomori » 18 August 2014 22:12

Wartet ihr also beim Nachzuckern auch bis keine Gäraktivität mehr vorhanden ist? Auf der HP steht bis die Gäraktivität merklich abnimmt. Jedoch weiß ich nicht ob die Gäraktivität nun aufgrund von fehlendem Zucker so weit gesunken ist oder aufgrund des gebildeten Alkohols. Mir fehlen halt die Erfahrungswerte.
Wenn ich nach dem Geschmack gehe, naja trocken und sauer halt aber das erste mal Nachzuckern ist grad mal zwei Tage her... ?-|

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