Met oder Mööööööt - Mal schauen was es wird...

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Re: Met oder Mööööööt - Mal schauen was es wird...

Beitrag von Fruchtweinkeller »

Das schmeckt wie Met aus dem Supermarkt? Das wollen wir doch nicht hoffen...

Der Apfel wird sich voraussichtlich komplett (bis auf die Schale) auflösen.
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Re: Met oder Mööööööt - Mal schauen was es wird...

Beitrag von Husky110 »

Fruchtweinkeller hat geschrieben: 02 Mai 2021 16:55 Das schmeckt wie Met aus dem Supermarkt? Das wollen wir doch nicht hoffen...
Ach komm - du weißt wie ich das meine...! Außerdem - hast du nicht selbst gesagt, dass der momentane Geschmack keinen Rückschluss zulässt? ;)
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Re: Met oder Mööööööt - Mal schauen was es wird...

Beitrag von Husky110 »

Hmm - so langsam lässt die Gärung nach... Wir sind jetzt nur noch bei einem Blubb pro 22 Sekunden... Ich hab im Kopf, dass Zucker die Alkoholmessung durcheinander bringen kann...
Gibts da irgendeine Faustregel ala "Ab x Blubb im Gärspund alle y Sekunden kannste analysieren, denn die Abweichungen sind so klein, dass sie egal sind"?
Möcht halt gern wissen wie "weit" die Hefchen schon sind... :)
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Re: Met oder Mööööööt - Mal schauen was es wird...

Beitrag von Fruchtweinkeller »

Was sagt das Gärtempo aus über die vorhandene Restsüße? Erstmal nix, schließlich wirkt auch zu viel Zucker gärhemmend. Koste doch einfach wie viel Restsüße vorhanden ist.
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Re: Met oder Mööööööt - Mal schauen was es wird...

Beitrag von Husky110 »

Na gut, aber zu viel Zucker kann ich ausschließen, da der ja schon durchgegärt ist. Bin ja ned so blöd wie ich aussehe... Oder so... ;)
Mir geht's halt nur um die Frage ob ein gewisser Zuckerpegel egal ist, da der Honig ja auch Zuckermoleküle haben kann die zu groß für die Hefen sind.
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Re: Met oder Mööööööt - Mal schauen was es wird...

Beitrag von Fruchtweinkeller »

Es gärt, oder es gärt nicht mehr. Dazwischen gibt es nicht viel ;) Solange noch Kohlensäure entweicht ist die Gärung nicht zu Ende, auch wenn es nur kleine Mengen sind.
ich bin mir nicht sicher, worauf du hinauswillst. Ja, jeder durchgegorene Wein enthält verschmähten Zucker, Honigwein ein Schippchen mehr. Der zuckerbedingte Messfehler bei der Alkoholbestimmung per Vinometer ist entsprechend etwas größer. Aber den genauen Alkoholgehalt musst du doch für die Beobachtung der Gäraktivität gar nicht wissen, oder?
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Re: Met oder Mööööööt - Mal schauen was es wird...

Beitrag von Husky110 »

So - gleich mehrere Sachen:
1.) Der Gärspund blubbert nicht mehr und der Geschmackstest sagt "Da ist kein Zucker aber das Kitzeln auf der Zunge ist Kohlensäure.". Schmeckt sogar recht angenehm muss ich sagen... :) Naja - das Vinometer meint (minus Messunschärfe) das wir bei etwa 10-11% Alkohol stehen. Die Hefe macht lt. Hersteller 13-15% mit, also kann man versuchen auf den Mittelwert (14) zu schießen - was dann 3% sind. Dann müssten da jetzt 600g Zucker rein (bei 200g/l für 1% Alkohol). Klingt mir aber etwas viel, weswegen ich "nur" 500g rein kippe und dann mal schaue wie es sich entwickelt.
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Re: Met oder Mööööööt - Mal schauen was es wird...

Beitrag von Markus_K »

Halt stoppppp!

20,5g/l für 1%Vol Alk und nicht 200g/l ... damit machst du Likör draus.
Zudem ist es klüger gegen Ende die Zugaben zu verkleinern, wegen der Gefahr einer Gärstockung (siehe Homepage => Nachzuckermethode)

Irgendwie fehlt mir auch das einrechnen des Ansatzvolumens. Sind das 10l? Dann wär deine Menge eher wieder ok.

Gruß
Markus
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Re: Met oder Mööööööt - Mal schauen was es wird...

Beitrag von Husky110 »

Markus_K hat geschrieben: 06 Mai 2021 16:52 Halt stoppppp!

20,5g/l für 1%Vol Alk und nicht 200g/l ... damit machst du Likör draus.
Zudem ist es klüger gegen Ende die Zugaben zu verkleinern, wegen der Gefahr einer Gärstockung (siehe Homepage => Nachzuckermethode)

Irgendwie fehlt mir auch das einrechnen des Ansatzvolumens. Sind das 10l? Dann wär deine Menge eher wieder ok.

Gruß
Markus
Hi Markus,

Der Ansatz war dann am Ende bei etwa 11,5l gelandet, ist aber mittlerweile etwas abgesackt und steht bei 11l. Es stimmt schon, dass man bei der Nachzuckermethode lt. Homepage eher weniger dazu gibt. Ich denke aber noch einen "Schritt" weiter. (Bitte korrigiert mich, wenn ich mich hier irre!)
Es ist auch so, dass man die Hefen theoretisch über ihre Alkoholtoleranz hinaus hoch prügeln kann. Meine Sherry-Hefe hat lt. Herstellerangabe (ist flüssige Kitzinger) 13-15% Toleranz. Nun gehe ich mal davon aus, dass diese Zahlen auch nicht aus der Luft gegriffen sind. Hier kommt also etwas Wahrscheinlichkeitsrechnung ins Spiel. Wenn ich eine gaußsche Normalverteilung annehme (was ja bei "Natur" prinzipiell gemacht werden kann) ist die Chance, dass meine Charge bzw. genau meine eingesetzte Hefe darunter (also unterhalb der 13%) landet eher gering. Nach oben hin hab ich den Puffer, dass man die Hefen noch prügeln kann. Jetzt (wieder die Normalverteilung im Hinterkopf habend) kann ich eine Art "Ziel-Alkoholmenge" anpeilen.
Ich hab die mit 14% angepeilt, was genau die Mitte wäre. Dazu müsste ich in meine 11l Ansatz den Alkoholgehalt um etwa 3% anheben, was lt. Faustformel genau (20,5 x 11 (l Ansatz) x 3 (%-Alk)) = 676,5g Zucker ergeben würde. Da mir das dann aber doch recht viel erschien und ich auch die "Vorsicht" von der Homepage noch im Hinterkopf hatte, hab ich nur 500g Zucker rein gekippt. Was dann übrigens bei 2,217% Alk und damit bei insgesamt 13,2% Alkohol landen müsste. Und bevor jetzt einer mit "Naturprodukt!" oder "Unschärfen!" oder "Kontrollillusion" kommt - JAHAAA! ICH WEIIIIß!!! ;)
Dazu kommt noch, dass genau das Vorgehen beim Erdbeerwein recht gut geklappt hat. Was ich also daraus gelernt hab ist, dass, so lange man noch unter der Toleranz ist, hier auch etwas grob rangehen kann, sofern man den unteren Bereich der Alkoholtoleranz anpeilt. Da kann dann auch nicht viel schief gehen. Im Toleranzbereich selbst wird es tricky und da muss man dann auch definitiv aufpassen. Wenn man aber den unteren Bereich der Toleranz anpeilt und dahin arbeitet, sollte eigentlich nicht viel schief gehen können. Und am Ende des Tages ist die Gärung eh beendet, wenn ich mit dem Schwefel komme und sie damit für beendet erkläre. ;) Damit kann ich dann quasi ein bisschen Gott spielen und festlegen ob mein Wein bei 13% fertig ist oder ob ich die Hefe noch weiter treibe, was dann aber in Problemen und Fehlern enden kann. Innerhalb der Toleranz würde ich Zucker auch nur noch für maximal 0,5 - 0,7 weitere Prozent (also in meinem Ansatz nur noch ca. 113 - 160g) rein kippen, aber da weiß ich noch nicht ob ich das überhaupt mache. Kommt drauf an was das Vinometer sagt, wenn wieder Ruhe im Spund ist.
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Re: Met oder Mööööööt - Mal schauen was es wird...

Beitrag von Bahnwein »

Husky110 hat geschrieben: 06 Mai 2021 23:58 ...Und am Ende des Tages ist die Gärung eh beendet, wenn ich mit dem Schwefel komme und sie damit für beendet erkläre. ;) ...
Mit verträglichen Schwefelmengen kann eine Gärung nicht gestoppt werden! Du behindert eine laufende Gärung damit nur und fängst dir im schlimmsten Fall noch einen Böckser ein.
Ausserdem möchte eine Hefe nicht geprügelt werden, sondern gehegt und gepflegt. Dann bekommt man einen sauberen Gärverlauf und weniger Probleme.
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Re: Met oder Mööööööt - Mal schauen was es wird...

Beitrag von Markus_K »

Hi Husky,

ich versuche mal mit meinem beschränkten "Wissen/Anfängererfahrung" zu helfen. Korrigiert mich bitte, falls ich falsch liege.
Viele deiner Gedanken würden sich konkretisieren, wenn du dir die Nachzuckermethode und den Rest der Homepage nochmal in Ruhe durchliest.

Wie Bahnwein schon schrieb kannst du mit Schwefel den Wein nicht stabilisieren. Das steht auch so auf der Homepage.
Wenn du Gott spielen möchtest musst du also steril filtern.

Und da steht auch, dass gegen Ende der Gärung die Hefe mehr Stress durch den Alkohol hat. Zuckerzugabe stresst die Hefe zusätzlich, glaube der osmotischem Druck, war der Grund. Deshalb sollte man am Ende die Zuckerzugaben verkleinern und lieber öfter kleine Zuckermengen reinwerfen (z.B. für 1%Vol Alkohol). Das verringert gerade auch bei Hefen mit niedriger Alkoholtoleranz das Problemrisiko.

Gaussche Normalverteilung ist eine nette theoretische Spielerei. Am Ende traue ich mich aber zu behaupten, dass es abhängig von deiner Gärführung ist wo du landen wirst.
Kleine Zuckerzugaben => hoher Alkoholgehalt und stabile Gärung
oder
große Zuckerzugaben => Risiko von Gärstockung, Risiko von Weinkrankheiten

Das wäre auch wieder der Grund auf beispielsweise eine Portweinhefe zu gehen, da kannst du bis 13%Vol zügig nachzuckern, weil die Alkoholtoleranzgrenze höher liegt und die Hefe "robuster" ist.

Ich vermute du möchtest einen niedrigen Alkoholgehalt ohne einen Filter zu kaufen (wenn ich jetzt mal schlussfolgere).
Dieses Problem hatte wohl jeder mal. Und am Ende hilft nur filtern oder mit einem trockenen Wein leben.

Grüße
Markus
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Re: Met oder Mööööööt - Mal schauen was es wird...

Beitrag von Husky110 »

Markus_K hat geschrieben: 07 Mai 2021 09:30Hi Husky,
Hi Markus,
Markus_K hat geschrieben: 07 Mai 2021 09:30 Wie Bahnwein schon schrieb kannst du mit Schwefel den Wein nicht stabilisieren. Das steht auch so auf der Homepage.
Wenn du Gott spielen möchtest musst du also steril filtern.
Sterilfiltern ist so oder so angesagt - den Filter, die Pumpe und Ersatzpapiere hab ich schon da. :)
Markus_K hat geschrieben: 07 Mai 2021 09:30 Und da steht auch, dass gegen Ende der Gärung die Hefe mehr Stress durch den Alkohol hat. Zuckerzugabe stresst die Hefe zusätzlich, glaube der osmotischem Druck, war der Grund. Deshalb sollte man am Ende die Zuckerzugaben verkleinern und lieber öfter kleine Zuckermengen reinwerfen (z.B. für 1%Vol Alkohol). Das verringert gerade auch bei Hefen mit niedriger Alkoholtoleranz das Problemrisiko.
Dein Punkt mit dem osmotischen Stress ist nachvollziehbar. Da steht aber noch mehr dabei in dem Absatz (im Zucker-Kapitel) bzw. oben drüber. Der Absatz selbst beschäftigt sich eher mit dem Gärstart, aber ist vermutlich aufgrund des Alkohol-Stresses auch auf das Ende anwendbar. Da steht aber, dass der Zuckergehalt im Ansatz unter 25% sein sollte. 25% wären 2,5 kg Zucker auf 10l Wein... Ich hab hier "nur" 500g auf 11l gekippt. was dann die Konzentration nur um 5,5% anhebt. Da ich keinen Restzucker schmecken konnte war das ein Anstieg von 0-2% auf 5,5 - 5,7% - also noch recht wenig. Viele vergessen auch, dass die Natur ihre Organismen recht robust gebaut hat, sonst könnten die nicht gar nicht überleben - einfach weil "Leben" ein echt unfaires Spiel ist. Deswegen gehe ich davon aus, dass es unter der Alkohol-Toleranz kein Problem ist, wenn die Zuckerkonzentration um 5-7% angehoben wird. Betonung auf "UNTERHALB DER ALKOHOL-TOLERANZ".
Markus_K hat geschrieben: 07 Mai 2021 09:30 Gaussche Normalverteilung ist eine nette theoretische Spielerei. Am Ende traue ich mich aber zu behaupten, dass es abhängig von deiner Gärführung ist wo du landen wirst.
Und ich behaupte da ein ganz klares Jain. Ich stimme dir zu, dass die Gärführung einen wichtigen Einfluss hat, widerspreche dir aber das sie allein für das Endergebnis verantwortlich ist. Das ist ein Naturprodukt. Da spielen noch mehr Sachen rein. Zum Beispiel welche Fremdorganismen mit drin sind oder ob die Hefe schon vorher gestresst war.
Markus_K hat geschrieben: 07 Mai 2021 09:30 Kleine Zuckerzugaben => hoher Alkoholgehalt und stabile Gärung
oder
große Zuckerzugaben => Risiko von Gärstockung, Risiko von Weinkrankheiten
Schwierig. Als genereller Kompass eventuell richtig, aber die Frage ist was man unter "große Zuckerzugaben" versteht. Den Zuckeranteil um 5% zu heben, sehe ich nicht als "groß" an. Außerdem ist noch ein Effekt, dass bei den "kleinen Zuckerzugaben" (wo dann wieder die Frage ist was man als "klein" definiert), dass es unterm Strich dafür sorgt, dass du mehr analysieren musst und das es im Endeffekt dadurch auch insgesamt länger dauert.
Markus_K hat geschrieben: 07 Mai 2021 09:30 Das wäre auch wieder der Grund auf beispielsweise eine Portweinhefe zu gehen, da kannst du bis 13%Vol zügig nachzuckern, weil die Alkoholtoleranzgrenze höher liegt und die Hefe "robuster" ist.
Ähh... Lies mal meine Posts genau durch, welche Hefe ich genutzt hab und welche Toleranzen die hat... Sherry ungleich Portwein, aber die Toleranzen sind ähnlich.
Markus_K hat geschrieben: 07 Mai 2021 09:30 Ich vermute du möchtest einen niedrigen Alkoholgehalt ohne einen Filter zu kaufen (wenn ich jetzt mal schlussfolgere).
Dieses Problem hatte wohl jeder mal. Und am Ende hilft nur filtern oder mit einem trockenen Wein leben.
Auha... Die Schlussfolgerung war ein Schuss in den Ofen... Ich möchte innerhalb der Toleranzen landen. Wo wir dann genau stehen ist mir fast schon wieder egal. Die Hefen werden immer weiter gären, solange man Zucker dazu gibt und ihnen Zeit lässt. Solange ich aber innerhalb der Toleranzen bin, kann ich eben mit dem Schwefel die Gärung soweit behindern, dass sie quasi beendet ist. Einfach weil dann durch Alkohol und Schwefel so viel Stress auf den Hefen ist, dass sie nicht mehr wollen.
Markus_K hat geschrieben: 07 Mai 2021 09:30Grüße
Grüße zurück. :)
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