Erster Met Basisrezept

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Sebster
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Erster Met Basisrezept

Beitrag von Sebster »

Hallo alle zusammen!

Erstmal großes Lob an die tolle Website und das Forum! Echt klasse was hier an Wissen zusammengetragen wurde.

Ein bekannter von mir ist Imker von dem ich regelmäßig Honig beziehe und irgendwann kam mir die Idee, während des Lockdowns, meinen eigenen Met herzustellen. Besagter Imker ha mir dann zu Turbohefe geraten, von der ich aber gleich wusste, dass ich sie nicht verwenden würde. Also: Internetrecherche zum Thema und ich bin hier gelandet. Ich habe mir ausgehend vom Basisrezept alle nötigen Zutaten für einen 20 Liter Ansatz besorgt und am 24.01. einen Gärstarter mit Malaga-Hefe in den Ansatz gebracht. Die Gärung verlief völlig problemlos, alles super.

Jetzt zu meinem Anliegen: Mittlerweile ist mir der Alkoholgehalt vom Ansatz geschmacklich völlig ausreichend, es gärt aber noch. (Das Vinometer zeigt 15 vol%, das passt auch in etwa mit der in Alkohol umgerechneten Menge Zucker, die ich alles in allem zugegeben habe zusammen)

Wenn ich den Met bei dem Alkoholgehalt lassen will, müsste ich EK-Filtern, oder? Ist das Ganze sehr aufwendig? Außerdem würde ich dem Wein gern etwas Charakter mit Eichenchips verpassen (die Geschmacksprobe hat mich von der Säure und der "Würze" etwas an einen Chardonnay erinnert, den ich gern trinke und der ist auch im Barrique ausgebaut)

Ich würde den Wein jetzt schwefeln, dann kühl lagern bis die Hefe unten ist, abziehen und mit den Eichenchips bis er mir schmeckt spundvoll lagern, dann mit Glucose nachzuckern, EK-Filtern und ab in die Flaschen.

Kann ich das so machen?

Viele Grüße, Sebastian!
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Fruchtweinkeller
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Re: Erster Met Basisrezept

Beitrag von Fruchtweinkeller »

Hallo Sebastian,
ja, grundsätzlich geht das: Hefe aushungern lassen (was beim Honigwein in dem Umdrehungsbereich langwierig sein kann; wichtig: warm halten, regelmäßig bewegen/aufschütteln, ruhig auch mal kurz belüften), schwefeln, abziehen von der Hefe, Selbstklärung abwarten, ggf. mit Chips aromatisieren, Restsüße justieren, unmittelbar darauf EK-Filtrieren und abfüllen. Für die Restsüße aber keine Glukose nehmen, sondern Saccharose/Haushaltszucker oder Fruktose.
Womöglich lässt sich die Aromatisierung wegen geringer Restsüße nicht so gut beurteilen, da musst du aber durch ;)
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Sebster
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Re: Erster Met Basisrezept

Beitrag von Sebster »

Vielen Dank für die Antwort!

Woran würde ich merken, dass die Hefe ausgehungert ist? Wenn beim Schütteln kaum noch bzw. kein CO2 mehr austritt? Ich bin jetzt etwas hin- und hergerissen, ob ich nicht vielleicht doch bis zur Toleranzgrenze nachzuckern sollte.
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Fruchtweinkeller
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Re: Erster Met Basisrezept

Beitrag von Fruchtweinkeller »

Kein CO2 mehr, massives Absetzen der Hefe, Geschmacklich keine Veränderungen mehr (Aufgrund der Zuckerzusammensetzung des Honigs wird ein Met nie so "trocken" schmecken wie ein durchgegorener Frucht- oder Traubenwein, aber er wird halt einen Punkt erreichen an dem er nicht noch "trockener" wird).
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