Erkennung des Gärungsendpunkts?

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Hightower195
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Erkennung des Gärungsendpunkts?

Beitrag von Hightower195 » 16 Januar 2018 15:04

Hallo,
ich habe Anfang November ca. 8L Honigwein nach dem Rezept aus dem Honigweinkeller angesetzt. Bisher lief die Gärung wie sie sollte und nun wird der Gärprozess zunehmend langsamer. Ich habe daher mit der Nachzuckermethode seit Ende November weitergearbeitet. Inzwischen bin ich bei etwas über 15% Alk. und einem leicht feinherben Geschmack. Die Gärung verläuft nur noch sehr langsam, beim Umschütteln, welches mehrmals täglich erfolgt bildet sich allerdings immer noch Schaum und auch wenn er ruhig steht lassen sich noch alle 5-10min Bläschen im Gärrohr beobachten. Die Restsüße nimmt allerdings schon sehr langsam ab und der Ansatz beginnt sich abzusetzen. Nach dem Rezept also ein Indiz, dass sich die Gärung dem Ende zu neigt, allerdings besteht dieser Zustand nun auch schon über 3 Wochen, in denen ich regelmäßig ca. 60g Zucker nachgebe. Wie kann ich den Endpunkt der Gärung nun eindeutig feststellen, ich habe die Befürchtung, dass sich dieses schleichende Ende noch eine Weile hinzieht. Nachdem der Met nun schon knapp 2,5 Monate steht habe ich etwas Bedenken, dass mir der Ansatz zu süß gerät bzw. irgendwann umkippen oder einen Böckser bekommen könnte.

Ist das normal, brauche ich mehr Geduld oder bin ich schon am Endpunkt angelangt?

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Kuli
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Re: Erkennung des Gärungsendpunkts?

Beitrag von Kuli » 16 Januar 2018 18:37

Gerade bei Honigwein braucht man Geduld. Honig vergärt viel langsamer als Zucker. Den Zucker immer erst hinzugeben wenn der Wein richtig trocken ist dann klappt es schon ;)
Kein Genuss ist vorübergehend, denn der Eindruck den er hinterläßt, ist bleibend. J.W. von Goethe

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Re: Erkennung des Gärungsendpunkts?

Beitrag von Fruchtweinkeller » 16 Januar 2018 21:08

Und weil es so langsam voran geht: Unbedingt darauf achten dass der Ansatz warm genug steht. Die Hefchen sollen keine kalten Füße bekommen, die müssen schon genug ackern.
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Chesten
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Re: Erkennung des Gärungsendpunkts?

Beitrag von Chesten » 17 Januar 2018 11:43

in denen ich regelmäßig ca. 60g Zucker nachgebe.
60 Gramm Zucker auf 8 Liter Met reicht grade mal für : 0,375 vol% rein rechnerisch das ist schon sehr vorsichtig nachgezuckert.

Mach dir da keinen Stress wenn du die Hefe täglich durch ordentliches Schütteln bewegest passiert da auch so schnell nix !
Ein halbes bis 3/4 Jahr Gärung bei einen Met mit der Nachzuckermethode sind normal wenn dann noch die Selbstklärung und die Reifung dazu kommt dauert die Fertigstellung eines Mets mindestens 1,5 Jahre wenn du einen Filter hast kann es zwar schneller gehen aber die Zeit der Selbstklärung ist auch schon Reifezeit.

Warum schreibe ich dir das alles ?

Damit du einen Eindruck bekommst wie lange eine Metherstellung ca. braucht ;) .
"Die einzig stabile Währung ist die alkoholische Gärung" (Das Känguru-Manifest)

Hier findest du einen Anleitung wie man seinen ersten eigenen Wein herstellt:
http://www.forum.fruchtweinkeller.de/viewtopic.php?f=33&t=12175

Hightower195
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Re: Erkennung des Gärungsendpunkts?

Beitrag von Hightower195 » 18 Januar 2018 11:23

Super, danke für die vielen Tipps. Mit der beschriebenen Methode ist es leider schwer die zeitlichen Dimensionen zu erfassen, wöchentlich probieren und nachzuckern klingt so als wäre man spätestens nach 8 Wochen fertig :)

Ich habe die Zuckerdosis etwas abgesenkt, da ich keinen zu süßen Met haben wollte. Die nächsten Wochen werde ich mal schön brav warten bis aller Zucker weg ist und dann wieder mit 80g aufstocken.

Konstante Temperatur ist leider wegen Nachtabsenkung schwierig, die schwankt immer so zwischen 18 und 21°C.

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