das Hagebuttenmysterium

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Shlubo
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das Hagebuttenmysterium

Beitrag von Shlubo » 22 Oktober 2017 12:22

Moin ihr lieben Menschen,
...ich habe noch nie wein gemacht. und da ich Hagebutten gefunden hatte dachte ich ich probiere das mal.... also ich habe vor 2 Wochen Hagebutten leicht gehäckselt, Zucker und Wasser und Brothefe dazu und etwas Zitrone..

Nun sieht das ganze wie im Bild gezeigt aus, und ich frage mich ob alles passt und ob ich das in Flaschen zur Nachgärung abfüllen kann.

Es blubbert ein wenig, riecht vergoren und hat komische weiße Flecken auf der Oberfläche. Diese machen mich als Anfänger stutzig.
Ist das die Hefe, die Flocken bildet und alles ist tutti? ist das schon richtiger Schimmel und ich kann das alles weghauen?

Bild
https://picload.org/view/dgwacriw/hageb ... 7.jpg.html

Igzorn
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Re: das Hagebuttenmysterium

Beitrag von Igzorn » 22 Oktober 2017 16:04

Hallo Schlubo,

Backhefe? Damit hast Du schon alles falsch gemacht.

Abgesehen davon sieht es nach Kahmhefe aus. Die kommt wenn der Deckel oder der Gärspund ein Loch hat.

Ich vermute, Dein Ansatz riecht nicht lecker und schmeckt nicht.
Da kannst nur neu anfangen.
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Chesten
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Re: das Hagebuttenmysterium

Beitrag von Chesten » 22 Oktober 2017 17:42

Mir machen die ganzen Kerne im Ansatz mehr Bauchschmerzen als die Backhefe :( .

Kennst du die Homepage zu diesen Forum schon ?
Da seht alles was du wissen musst um erfolgreich deinen ersten eigenen Wein auch ohne große Gerätschaften herzustellen.

http://www.fruchtweinkeller.de/

Außerdem findest du da eine Rezeptsammlung mit erprobten Rezepten !

Ob dein Ansatz noch zu retten ist schwer zu sagen die ganzen Kerne lassen bei der Gärung Füselöle und Methanol enstehen!
Ich würde das nicht trinken wollen :( .
"Die einzig stabile Währung ist die alkoholische Gärung" (Das Känguru-Manifest)

Hier findest du einen Anleitung wie man seinen ersten eigenen Wein herstellt:
http://www.forum.fruchtweinkeller.de/viewtopic.php?f=33&t=12175

Shlubo
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Re: das Hagebuttenmysterium

Beitrag von Shlubo » 22 Oktober 2017 21:09

Danke für die raschen Antworten!

Die Rezepte die ich gesehen hatte, gingen mit den Kernen nicht weiter ins Detail. Kurz im Mixer hacken, war dabei auch vertreten.
und http://www.herbertstipi.de/hagebut2.htm rät zur Backhefe.

so, ich guck mir das morgen mal an, ob das "lecker" riecht und schmeckt. wie ist dabei lecker von "leicht vergoren" abzugrenzen?

Gruß,
Shlubo

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Re: das Hagebuttenmysterium

Beitrag von Igzorn » 23 Oktober 2017 00:23

Eklig ist und bleibt auch nach der fertigen Gärung eklig. Das verschwindet nicht. Bitter bleibt auch.

Alles was nen Würgereiz auslöst würde ich auch weglassen.

Genauer geht es bei Geschmack halt nicht.
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Re: das Hagebuttenmysterium

Beitrag von Bahnwein » 23 Oktober 2017 06:57

Wo drin hast du das ganze vergoren? Auf dem Bild sehe ich nichts davon.

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Re: das Hagebuttenmysterium

Beitrag von NeoArmageddon » 23 Oktober 2017 13:58

Von der verlinkten Webseite:
Hier mein Rezept, das sich seit 45 Jahren bewährt hat. Ganz ohne Chemie und Zusätze. Habe ich von meinem Schwiegervater gelernt.
Das Besprechen wir hier leider zu oft. Auch wenn viele Leute immer sagen "Früher war alles besser", trifft es für einige Bereiche nicht zu, darunter meiner Meinung nach auch Lebensmittel und wie sie bereitet werden. Nur weil es der Schwiegervater schon gemacht hat, muss es nicht gut sein.
Und zumindest im Rahmen der Rezepte der Homepage, sind die "Chemie und Zusätze" dafür da, einen guten Wein zu machen, der frei von Weinfehlern und eventuellen Gesundheitsrisiken ist, dabei aber auch noch genüsslich ist.

Diese "altes Rezept" und "das haben wir immer schon so gemacht" kommen meiner Meinung nach zumeist einfach wegen Unwissen, oder wegen Ignoranz zustande. Davon sollte man sich als Hobbywinzer nicht verführen lassen.

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Re: das Hagebuttenmysterium

Beitrag von Fruchtweinkeller » 23 Oktober 2017 18:23

Kann halt klappen, muss nicht klappen. Wie man zielgerichtet sinnvoller herangehen kann steht auf der HP ;)
90% of everything is crap... Except crap. 100% of crap is crap.
(Too much coffee man)

Sorry, aber ich antworte nicht auf PMs, die inhaltlich ins Forum gehören!

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Re: das Hagebuttenmysterium

Beitrag von Chesten » 23 Oktober 2017 19:07

Da hat NeoArmageddon diese Diskussionen haben wir z.B. bei Met-Ansätzen leider immer sehr oft da, die Leute immer einen Met wie die alten Wikinger machen wollen.
Ich finde wenn man wie hier 45 Jahre nix verändert hat man auch 45 Jahre nix dazu gelernt !
Wenn man sich z.B. über das Reinheitsgebot vom Bier rein liest merkt man das da Nix von Hefe steht !
Ganz einfach weil die Leute im Mittelalter davon nix wussten und ob der Opa nach dem Krieg Möglichkeiten und Wissen wie wir heute haben kannst du dir selbst beantworten ;) .

Was ist so richtig Schei** finde ist das solche Leute das einfach unreflektiert ins Netz hauen und du als Neuling da drauf einfällst, einfach weil du es nicht besser wissen kannst :( .

Keine Sorge ich weiß wovon ich spreche ich bin auch auf solch eine Seite reingefallen und mein erster Ansatz schimmelte in binnen von 2 Tagen.
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Hier findest du einen Anleitung wie man seinen ersten eigenen Wein herstellt:
http://www.forum.fruchtweinkeller.de/viewtopic.php?f=33&t=12175

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Re: das Hagebuttenmysterium

Beitrag von Shlubo » 28 Oktober 2017 10:37

danke für die ausführlichen Darlegungen! Ich werde mal sehen, wie ein Ansatz sich verhält, wenn man Punkt für Punkt nach der Anleitung arbeitet. aber etwas frustrierend ist das ja allemal gelaufen.

Der Ansatz war in meinem Bier-Quick Eimer :) 10 L mit Gärröhrchen obendrauf.

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Re: das Hagebuttenmysterium

Beitrag von Igzorn » 28 Oktober 2017 15:49

Da hast Du alles richtig gemacht. :engel:
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