Gärung stockt beim Honigwein durch Kälte

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Chesten
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Re: Gärung stockt beim Honigwein durch Kälte

Beitrag von Chesten » 04 Februar 2017 17:56

MARkoe93 hat geschrieben:Erster Tag im Forum schon eine Hirnwäsche verpasst bekommen. ;)
Es gab schon Leute die uns als Sekte bezeichnet haben :lol: !

Du kannst deinen Wein machen wie du willst, wir hier beanworten nur deine Fragen und bieten Verbesserungsvorschläge auf unserer Erfahrung an.
Wenn wir auch gut begründen können warum die Vorgehensweise besser ist und dich das überzeugt würde ich das nicht als Gehirnwäsche bezeichnen ;) .
"Die einzig stabile Währung ist die alkoholische Gärung" (Das Känguru-Manifest)

Hier findest du einen Anleitung wie man seinen ersten eigenen Wein herstellt:
http://www.forum.fruchtweinkeller.de/viewtopic.php?f=33&t=12175

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Re: Gärung stockt beim Honigwein durch Kälte

Beitrag von MARkoe93 » 04 Februar 2017 18:18

War ja nicht negativ gemeint und bin eigentlich davon ausgegangen, dass es auch so aufgenommen wird.

Damit hatte ich jetzt nicht gerechnet :lol:

Ich nehme auch gerne Ratschläge an.

Da hätte ich gleich auch noch eine Frage:
Ich mache ja immer meine beliebtes "Zuckerwasser" ´, also im Prinzip alkohol ohne geschmack welchen ich weggebe und als 60-80%igen wieder bekomme. Und da mir ja vorhin gesagt wurde Mehl sei schlecht als Schwebeteilchen. Bezieht sich das nur aufs klären oder auch so als Schwebstoff, denn die Flüssigkeit muss nicht klar sein bevor ich sie weggebe.
Beim Apfel habe ich bedenken, dass ich den Apfelgeschmack mit in das fertige Produkt bekomme.
Gibt es vielleicht noch andere Sachen die sich gut eignen aber keinen eigengeschmack haben?

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Chesten
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Re: Gärung stockt beim Honigwein durch Kälte

Beitrag von Chesten » 04 Februar 2017 20:36

MARkoe93 hat geschrieben:Und da mir ja vorhin gesagt wurde Mehl sei schlecht als Schwebeteilchen. Bezieht sich das nur aufs klären oder auch so als Schwebstoff, denn die Flüssigkeit muss nicht klar sein bevor ich sie weggebe.
Mehl ist völlig ungeeignet als Trüb/Schwebstoff das trifft auf beide deine genannten Punkte zu.
Wenn dein Wein nicht klar sein muss, fürs trinken oder zum brennen, spielt für dich die Selbstklärung keine Rolle aber der Hefe helfen bei der Gärung tut Mehl so gut wie Nix. Wenn du einen Brannt draus machen willst denke ich eher das Mehl da schadet da sich die Reste die, immer im Wein bleiben, sich bei den hohen Temperaturen versetzen und Fehlgeschmäcker verursachen.
MARkoe93 hat geschrieben:Beim Apfel habe ich bedenken, dass ich den Apfelgeschmack mit in das fertige Produkt bekomme.
Gibt es vielleicht noch andere Sachen die sich gut eignen aber keinen eigengeschmack haben?
Was haben die Leute immer Angst vor dem Apfelgeschmack im Met ? :?: egal...

Anstelle Apfelsaft kannst du Traubensaft nehmen der hat noch weniger Eigengeschmack und ein oder zwei gerastpelte Äpfel auf 25 Liter geben nicht so viel Geschmack ab. Besonders wenn du die neuen Züchtungen nimmst.

Diese Maßnahmen de wir dir bisher genannt haben sollen eine schnelle und saubere Gärung gewährleisten und je weniger Fusel im Wein desto sauberer ist der Brannt ! Und nein der Fusel lässt sich nicht abtrennen durch das brennen der wird nur aufkonzentriert. Aber ich will jetzt kein neues Fass auf machen ;) .
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Re: Gärung stockt beim Honigwein durch Kälte

Beitrag von MARkoe93 » 04 Februar 2017 21:24

Solange du mit Fusel Methanol meinst gebe ich dir vollkommen Recht.
Man bekommt beim Destilieren fast nur Ethylacetat und Acetaldehyd wieder aus der Maische herraus, der so genannte Vorlauf.
Im Brand selbst bleibst das Verhältnis von Ethanol zu Methanol nahhe zu identisch, zu dem in der Maische.

Ich werde es so ausprobieren wie du sagst. Morgen werde ich dann noch 1 oder 2 Äpfel jeweils in das Zuckerwasser und den Met tun.
Wobei der Met jetzt wieder schön blubbert nach dem 700ml des inhaltes des einen Balons in den Met gegeben habe.
Danke noch mal für die Tips :D

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Re: Gärung stockt beim Honigwein durch Kälte

Beitrag von Chesten » 05 Februar 2017 12:08

Mit Fusel meine ich die sogenannten Fuselöle die unerwünschten Gärnebenprodukte die einen dicken Kopp machen ;) .
Das da drunter alles zählt ist mannigfaltig und bestimmt lassen sich auch ohne eine chemische Rektifikation, sprich einer chemischen Feindestillation, manche Stoffe abtrennen. Das Schnappsbrennen hat ja nicht das primäre Ziel einer Feinstoffverlegung sondern nur das aufkonzentrieren des Ethanols.

Es gibt so einige Leute die ihren Wein brennen,das Thema kommt immer mal wieder und der beste Weg Fusel zu vermeiden im Brannt ist das im Wein schon keiner war ;) !

Also je besser es unserem Haustier der Hefe geht desto weniger Kopfschmerzen macht man sich :lol: .

Was der Gärung auch immer gut tut ist die Hefe zu bewegen, sprich sie zu durchmischen bei 5 und 10 Liter Ansätzen geht das noch leicht aber bei größeren Fässern wird das schon schwierg.
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Re: Gärung stockt beim Honigwein durch Kälte

Beitrag von MARkoe93 » 05 Februar 2017 12:28

Ich habe meine Gärmallone einfach auf Rollen gesetzt, da wird das schwenken auch bei einem Gewicht von 30-40 kg ein Kinderspiel.

Ist doch klar saubere Maische sauberer Brand.
Selbst brennen mit was für gerätschaften?
Warscheinlich auch nicht ganz legal oder?

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Re: Gärung stockt beim Honigwein durch Kälte

Beitrag von Chesten » 05 Februar 2017 14:07

MARkoe93 hat geschrieben:Ich habe meine Gärmallone einfach auf Rollen gesetzt, da wird das schwenken auch bei einem Gewicht von 30-40 kg ein Kinderspiel.
Das wäre eine Möglichkeit.
MARkoe93 hat geschrieben:Selbst brennen mit was für gerätschaften?
Warscheinlich auch nicht ganz legal oder?
Wir sind hier keine Rechtsberatung.

Das Thema kommt immer wieder mal auf. Schwarzbrennen ist Steuerhinterziehung!
In Deutschland sollen nur Kleinstdestillen von maximal 0,5 Liter Einsatzvolumen genehmigungsfrei sein aber dafür geben ich kein Gewähr auf Richtigkeit.
Wenn du selbst brennen willst erkundige dich bei deinen zuständigen Hauptzollamt die geben gerne Auskunft über solche Sachen.
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Re: Gärung stockt beim Honigwein durch Kälte

Beitrag von MARkoe93 » 10 Februar 2017 11:28

Hallöchen,
der Met hat sich erholt und die Apfel haben echt was gebracht! Das die Gärung eher nur zögerlich gestartet hat lag wohl an zuwenig Zucker, hätte nicht gedacht, dass die Hefe soviel bei den Temperaturen verarbeitet.

Und danke für die Infos wegen dem Brennen hab mich mal schlau gemacht und es ist so wie du sagtest. Bei 0,5l alles gut darüber nicht!
Bei den Anschaffungskosten solch einer klein Destille lohnt sich aber nicht, viel zu teuer und der Betrieb auch, da ist es leider günstiger es weg zu geben.

Ich habe mir jetzt auch etwas Hefenährsalz geholt und dem einen Ballon zugegeben, es gibt keine Veränderung in der Gährintensität. Kann aber auch daran liegen, dass die Hefe sich bereits ausreichend vermehrt hat (1cm dicke schicht wenn sie sich absetzt)

Ich werde wenn mein Wein und das Zuckerwasser fertig ist ein kleines Experiment machen, wobei ein Ballon mit und ohne Nährsalz starten. Es sollte ja ein Unterschied messbar sein. Ich werde dann die Ergebnisse hier Posten.

PS: Will deine Aussage nicht in Frage, will nur wissen wie stark der Unterschied.

Und danke nochmal für die Hilfe

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Re: Gärung stockt beim Honigwein durch Kälte

Beitrag von Chesten » 10 Februar 2017 12:19

MARkoe93 hat geschrieben:PS: Will deine Aussage nicht in Frage, will nur wissen wie stark der Unterschied.
Dein Forscherdrang in allen Ehren aber ich glaube nicht das dir das Experiment aussagekräftige Ergebnisse bringt.
Es gibt hier im Forum Berichte wo ein großer Ansatz gleich zu Anfang der Gärung aufgeteilt wurde obwohl das vormals ein und der selbe Ansatz war und die ne­ben­ei­n­an­der standen verhielten sich diese ünterscheidlich deshalb ist es schwer zwei Ansätze miteinander zu vergleichen.
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Re: Gärung stockt beim Honigwein durch Kälte

Beitrag von MARkoe93 » 10 Februar 2017 14:21

Wenn da solche Sachen schon gemacht wurden sollte ich mir diese mal ansehen!

Übrigens habe ich herausgefunden, dass es gesetzlich geregelt ist, dass Maischen mit Hefenährsalz nur durch in einer Verschlussbrennerei gebrant werden dürfen, wogegen eine Maische ohne Hefenährsalz in Verschluss- und Abfindungsbrennerei gebrannt werden darf.
Und da leider nur die Großen Firmen über Verschlussbrennanlagen verfügen, bleibt mir wohl oder übel nix anderes übrig, bei Maischen die gebrannt werden sollen das Hefenährsalz weg zu lassen.

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Re: Gärung stockt beim Honigwein durch Kälte

Beitrag von Kuli » 10 Februar 2017 15:48

Wieso denn das?
Kein Genuss ist vorübergehend, denn der Eindruck den er hinterläßt, ist bleibend. J.W. von Goethe

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Re: Gärung stockt beim Honigwein durch Kälte

Beitrag von MARkoe93 » 10 Februar 2017 16:30

Den Grund kenne ich nicht.
Ich gehe mal davon aus, dass man verhindern will das Betrogen wird.

Verschlussbrennerei:
Es hängt ein verblombter Zähler an der destille die Menge wird versteuert. Also nur das Endprodukt.

Abfindungsbrennerei:
Es wird der Alkohol in der Maische versteuert.

Sprich bei der Abfindungsbrennerei kann man statt 20%, 13% angeben und mit Nährsalz kann man das wesentlich leichter erreichen als ohne.
Anderen Grund kann ich mir nicht vorstellen.
Oder sogar eine Fruchtmaische ohne zuckerung 8%, da sind 12% Steuerverlust einiges!

http://www.geist-im-glas.com/hefenaehrsalz.htm
Hier hab ich das übrigens her (ganz unten)

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