Met Kippt um. Bitte um eure Mithilfe!

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Re: Met Kippt um. Bitte um eure Mithilfe!

Beitrag von Fruchtweinkeller » 12 Juni 2018 23:07

Dass die Kirschen im Ansatz verbleiben halte ich auch für geschmacklich eher unkritisch, sind ja nicht so viele. Und für eine Gärstockung kommt das als Ursache auch eher nicht in Frage.

Ich habe es jetzt nicht nachgerechnet ob die Summe stimmt, aber 5800 g Zucker auf 22 Liter können auch für mehr Alkohol sorgen, siehe https://fruchtweinkeller.de/Wine/zucker.html und dort auf "Exakte Umrechnung von Oechlsegraden in die Zuckerkonzentration" klicken. Ich wäre bei der Zuckergabe sehr zurückhaltend.
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Re: Met Kippt um. Bitte um eure Mithilfe!

Beitrag von Catwiesel » 12 Juni 2018 23:17

sorry wenn ich quark erzählt habe...

ich war noch bei 5800/22 / 20,5 = 12,86 vol%
dass das nicht genau ist war mir klar, aber ich dachte auch die Korrekturen finden nur nach unten statt (20,5g = max. 1 vol%)
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Re: Met Kippt um. Bitte um eure Mithilfe!

Beitrag von Kynareth » 12 Juni 2018 23:19

alles klar. Beim Nächsten Versuch weiß ich schon wieder mehr. Am Anfang ist man halt immer noch etwas übervorsichtig.

Ich habe nach der Zuckerzugabe gut geschüttelt, deswegen denke ich, dass er relativ vollständig aufgelöst worden ist.

Ich hoffe, dass ich morgen wieder Gäraktivität beobachten kann.


Dann könnten wir nur noch hoffen, dass die 500g Zucker jetzt nicht zu viel waren. Schauen wir mal, ob die Hefe die
versprochenen 20% einhält ;)

Aber sollte der Met nicht generell um etwa 30% Süßer sein, als gewünscht, da durch die Lagerung nochmal Süße verloren geht?

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Re: Met Kippt um. Bitte um eure Mithilfe!

Beitrag von Fruchtweinkeller » 12 Juni 2018 23:26

Kann halt in der Praxis variieren. Vinometermessungen sind ja leider auch nicht sehr genau, aber wenn dem Messwert glauben will könnte er durchaus schon an der Alkoholtoleranzgrenze kratzen. Da nur wenig Säure enthalten sein dürfte ist die geschmackliche Beurteilung der Restsüße womöglich problematisch. Und nahe der Alkoholtoleranzgrenze verläuft jede Gärung langsam, und eine Gasbildung ist manchmal kaum bemerkbar.

Der Süßverlust bei Lagerung hängt davon ab wann und womit nachgesüßt wurde und sogar vom deinem persönlichem Empfinden. "Rechnen" bzw. Einplanen kannst du mit dem Süßkraftverlust erst wenn du die Restsüße unmittelbar vor der Abfüllung mit normalem Haushaltszucker einstellst.
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Re: Met Kippt um. Bitte um eure Mithilfe!

Beitrag von Kynareth » 12 Juni 2018 23:29

Alles klar. Sehr interessant!

Aber wann genau kann ich denn eine vollständig abgeschlossene Gärung dann erkennen, wenn auch bei noch aktiver Gärung eine Gasbildung kaum sichtbar ist?

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Re: Met Kippt um. Bitte um eure Mithilfe!

Beitrag von Fruchtweinkeller » 12 Juni 2018 23:42

Bei der Nachzuckermethode zum "finden" des Gärendes empfehle ich drei Kriterien: Gasbildung, Vinometermessung, Stabilität der Restsüße. Alle drei Parameter sind fehlerbehaftet, aber in der Summe klappt es... meistens, mit etwas Geduld und Erfahrung. Man könnte noch den Faktor "Dichte" miteinbeziehen, da sich diese, wenn keine stofflichen Veränderungen mehr stattfinden, auch nicht mehr verändern sollte.
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Re: Met Kippt um. Bitte um eure Mithilfe!

Beitrag von Igzorn » 13 Juni 2018 07:27

Das Cheforakel meint mit stabiler Restsüße, dass über zwei bis drei Wochen die gefühlte Süße gleich sein soll.

Das mit den Trübstoffen ist natürlich falsch von mir.
Wenn Du die Kirschen drin hat, dann passt das.

Säure stellt man so spät eigentlich nicht mehr ein, aber man kann es noch machen.

Das ändert aber die Restsüsse! Du wirst den Zucker anders wahrnehmen, wenn Säure vorhanden ist.

Das Thema Gärende ist quasi ein Dauerbrenner seit Jahren. Schau mal durchs Forum.

Viel Spaß!
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Re: Met Kippt um. Bitte um eure Mithilfe!

Beitrag von Kynareth » 13 Juni 2018 16:38

Hallo,

um euch mal auf dem Laufenden zu halten:

Ich konnte zwar einen leichten Überdruck am Gärspund erkennen, jedoch keine Richtigen Gärblasen. Seit gestern Abend ist mir außerdem aufgefallen, dass sich an der Oberfläche weniger Kirschstückchen ansiedeln als sonst. Ich habe gerade Verköstigt und gemessen.

Das Vinometer zeigt mir heute etwas über 16% an, wahrscheinlich ein Messfehler aufgrund der gestrigen Zuckerzugabe.

Ich hatte glaube ich Glück, dass der hinzugefügte Zucker nicht zu viel war. Man schmeckt zwar jetzt auf jeden Fall heraus, dass der Wein süßer ist, allerdings nicht all zu penetrant. Ansonsten ist der Geschmack noch sehr fade. Es schmeckt zwar nach Wein, aber dass er aus Kirschen und Honig besteht, würde man als Außenstehender wohl nicht erkennen.
Ihr begründet das ja mit der evtl. fehlenden Säure. Ende der Woche sollte mein Acidometer kommen, dann kann ich auch den Säuregehalt überprüfen.

Zum Gärende:

Das mit dem Vergleichen der Restsüße ist logisch, ja. Jedoch kann ich der Fruchtweinkeller Seite entnehmen, dass ein ausgegorener Wein am besten innerhalb einer Woche von der Hefe abgezogen werden sollte. Ihr redet aber jetzt von zwei, drei Wochen. Was ist nun richtig?

Danke euch!

MfG

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Re: Met Kippt um. Bitte um eure Mithilfe!

Beitrag von Chesten » 13 Juni 2018 17:01

Ich Homepage wurde bevor das Forum erstellt wurde verfasst und bisher ist viel Wasser ins Meer geflossen ;) !
Wenn du täglich während der Gaerung deinen Wein schüttelst passiert in der Regel nix.
Wenn dann die Restsüße stabil ist wird nicht mehr geschüttelt und das ich auch kein Problem in der Regel.
Mindestens 2 Wochen sollte die Restsüße stabil sein wenn du dir nicht sicher bist auch mal 3 Wochen.
Mach dir da keinen Stress ! Im Internet wird viel Panikmache betrieben und meist hängt es an den schlechten Rezepten und nicht an der Hefe selbst.

Zur deine Hefe, viele Anfänger verwenden diese Heferasse. Bei dieser Heferasse handelt es sich um eine Brennerhefe.
Eine Brennerhefe ist dafür gedacht schnell und möglichst alles mögliche Obst zu vergären um daraus hinterher Schnaps zu brennen.
Aber einen feinen Geschmack zeichnen diese Art von Hefe leider nicht aus !
Hinzu kommt das du nicht rechtzeitig abgemaischt hast.
Im späteren Gärverlauf bildet die Hefe allgemein sogenannte Fuselöle die unterandern einen dicken Kopf am nächsten Morgen machen je länger die Maischezeit mit Früchten desto mehr Fuselöle.

Jetzt kann es sein das durch die Kombination der Heferasse und der Maischezeit dein Wein etwas "komisch" schmeckt.
Ein fader und langweiliger Geschmack kommt meist von zu wenig Säure aber das ist kein Problem die kann man am Ende zusetzten.

Ja... die Methalle...
Völlig Mist erzählt er zwar nicht in seinen Videos aber er macht auch ein paar grobe Fehler !
Von einer richtig Gärführung und Gärungsende hat er auch noch nix gehört !
Man kann auch nicht in einem 10 min Video richtig erklären wie man einen guten Wein macht.
"Die einzig stabile Währung ist die alkoholische Gärung" (Das Känguru-Manifest)

Hier findest du einen Anleitung wie man seinen ersten eigenen Wein herstellt:
http://www.forum.fruchtweinkeller.de/viewtopic.php?f=33&t=12175

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Re: Met Kippt um. Bitte um eure Mithilfe!

Beitrag von Kynareth » 13 Juni 2018 17:18

Alles klar. Also dass die Brennerhefe keinen hochqualitativen Wein erstellt, war mir bewusst. Ich habe mich halt dafür entschieden, weil sie eine hohe Toleranz bzgl. Temperatur etc. hat. Bei meinen nächsten Versuchen möchte ich mich dann an die in den Rezepten auf der Homepage angegebenen Hefen halten.

Ich bin trotzdem gespannt, wie der Wein dann endgültig schmecken wird. Ist er nichts, werde ich einen Teil destillieren (mit meiner 0.5l Destille wieder eine Heidenarbeit :D )

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Re: Met Kippt um. Bitte um eure Mithilfe!

Beitrag von Igzorn » 13 Juni 2018 17:28

:mrgreen: Du hast keine Backhefe benutzt. Da bist Du schon mal ganz weit vorn. :mrgreen:
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Re: Met Kippt um. Bitte um eure Mithilfe!

Beitrag von Chesten » 13 Juni 2018 18:19

Ich kann dir die Heferasse ""Portwein" sehr ans Herz legen , die gärt eigentlich immer sauber bis 16 vol% durch und macht ein super Mundgefühl und die kannst du eigentlich für alle Fruchtweine oder Met's benutzten.
Die gibt es auch als Trockenhefe in 5 Gramm-Tuettchen für ca. 2,50 Euro etwas teuer wenn man überlegt das es für ca. 25 Euro 500 Gramm von anderen Hefen gibt.

Oder SHIA Aktivhefe 3 die gibt es in 125-Gramm-Packungen die geht zwar "nur" bis ca. 14 vol% auch das Mundgefühl ist nicht so toll aber ich hatte mit dieser Heferasse keine Probleme.
"Die einzig stabile Währung ist die alkoholische Gärung" (Das Känguru-Manifest)

Hier findest du einen Anleitung wie man seinen ersten eigenen Wein herstellt:
http://www.forum.fruchtweinkeller.de/viewtopic.php?f=33&t=12175

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