"Imker-Met"

Der Lohn der Mühe: Was trinkt ihr gerade, und wie beurteilt ihr den Wein?
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metreserve
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"Imker-Met"

Beitrag von metreserve » 20 Dezember 2016 16:37

Heute habe ich einmal mehr eine interessante Erfahrung gemacht, und zwei Erkenntisse aufgefrischt oder gewonnen:

1. Ein Hoch auf das FWK Team und seine Nutzer

2. Kann es keinem verdenken, wenn er Met NACH solchen wie vorhin gar nicht erst probiert.

Meine Frau kaufte von einem Imker eine Flasche Met. Extrem klar, wohl gefiltert. Der sieht in der Flasche so gut aus! Ich hab mich ewig nicht getraut ihn zu öffnen, weil ich echt Angst hatte, der schmeckt bestimmt besser viel wie meiner. Meine Frau hat ihn dann nach den ganzen Monaten heute geöffnet. Folgende Worte sind nicht erfunden oder übertrieben und entsprechen zu 100% der Wahrheit: Meine Frau roch hinein und weigerte sich nur einen Schluck zu nehmen. Ich habe mir den Met dann in ein schönes Weinglas gegossen und gewartet. Ein Geschmack von "altem" Honig, ohne jegliche Säure mit einer Süße in Richtung Dessertwein. Ich bin zum Waschbecken gerannt, und habe ihn ausgespuckt und mir danach den Mund gespült. Wenn einer noch nie Met getrunken hat, und an so ein Zeug kommt, wird der nie wieder einen versuchen, garantiert. Ich bin echt dankbar, dass man sich hier so gut mit dem Thema auseinander gesetzt hat, und ein Met heraus kommt, der die Leute überrscht und Spaß macht.

Erstmal von meinem Eigenen einen trinken :lol:

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Kuli
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Re: "Imker-Met"

Beitrag von Kuli » 20 Dezember 2016 20:59

Ich habe mich einmal an einen Met getraut und der wanderte leider in den Abguß, irgendwo hat er sich leider zum Sherry entwickelt. Aber wenn ich das so lese, bekomme ich noch mal Lust welchen zu machen.
Kein Genuss ist vorübergehend, denn der Eindruck den er hinterläßt, ist bleibend. J.W. von Goethe

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Re: "Imker-Met"

Beitrag von Fruchtweinkeller » 21 Dezember 2016 11:23

Es gibt die bekannten Probleme beim Kaufmet:

Das Gesetz

Qualität der Rohstoffe

Fähigkeiten des Herstellers


Man kann durchaus trinkbaren Stoff bekommen, aber wenn es an allen drei Punkten hapert...
90% of everything is crap... Except crap. 100% of crap is crap.
(Too much coffee man)

Sorry, aber ich antworte nicht auf PMs, die inhaltlich ins Forum gehören!

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Re: "Imker-Met"

Beitrag von Flowie91 » 21 Dezember 2016 12:45

Wobei erschreckender Weise Punkt 2 & 3 den meisten Schaden anrichten.
Ein guter klassischen Met (geringe Säure, süß ausgebaut) kann bei Fähigem Braumeister und gutem Honig auch sehr hochwertig und lecker sein.Es ist nicht das selbe wie ein Met mit (z.B) Apfel und geringem Zucker, aber das soll es ja auch nicht sein.
Viele Grüße aus dem grünen Herzen Schleswig Holsteins
Flo

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Re: "Imker-Met"

Beitrag von Chesten » 21 Dezember 2016 17:04

Ich hatte heute ein Gespräch in der Uni gehabt, wo drüber ich jetzt im nachhinein nur den Kopf schütteln kann.

Ein Bekannter Frage was ich in den Weihnachtsferien mache, ich so meine Weine Filtern.
Dann das übliche geblabber : Du machst selbst Wein ?!? usw.
Dann kam die Aussage ich hab wieder leckeren Met vom Weihnachtsmarkt getrunken.
Ich dachte mir so da nur : Das schließt sich fast schon aus :lol: .

Er meinte dann so der Met war richtig lecker und "schön süß" !
Ich dachte mir nur jetzt bloß keine Grundsatzdiskussion anfangen da, ich kein Bock auf Stress vor Weihnachten hatte :lol: .
Da meinte ich nur so ich machen meinen Met immer halbtrocken bis trocken.
Er völlig verwirrt : Das geht doch gar nicht :?: !
Ich dann nur so : Doch ! Und die Vorlesung fängt jetzt an ;) .

Ich merke das dass ihm ganz schön zu schaffen machte :D .
"Die einzig stabile Währung ist die alkoholische Gärung" (Das Känguru-Manifest)

Hier findest du einen Anleitung wie man seinen ersten eigenen Wein herstellt:
http://www.forum.fruchtweinkeller.de/viewtopic.php?f=33&t=12175

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