vergessene Gärbehälter

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Beitrag von Tompson » 03 Januar 2005 08:41

Tja, ich bin ein Schlampi ... ?-| :(

Laut Kellerbucheintragung habe ich zuletzt am 8.11. nach meinem Mirabellenansatz und nach meinem Quittenansatz geschaut.
Ich will jetzt nicht über Gründe lamentieren aber erst gestern habe ich wieder nachgezuckert/-gehonigt.
Die Durchschnittstemperatur im Gärzimmer beträgt so ca. 16°C, es ist bei beiden Weinen ein nicht unerheblicher Bodensatz vorhanden aber ich habe beide gestern gekostet und berochen - ich kann nichts negatives feststellen, Glück gehabt. Alolo liegt bei beiden bei 9-10%, Zucker war logischerweise restlos aufgerüsselt... ?-|
Sollte ich besser jetzt mal vom Bodensatz abziehen oder gar filtern? Oder einfach stehen lassen? Oder sonstige Weinfehlervorsorgemaßnahmen?

Es ist mir ja viel peinlich :-x
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Beitrag von Pauli » 03 Januar 2005 08:45

wie klar sind die ansätze denn schon?

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Beitrag von Fruchtweinkeller » 03 Januar 2005 08:48

Ich würde ganz normal gemäß der Nachzuckermethode weiter machen. Die kleinen Kerlchen sind zäh, die verkraften eine kleine Hungerphase :D
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Beitrag von Tompson » 03 Januar 2005 10:30

Naja, nach dem ich gestern nachgezuckert hatte, habe ich auch geschüttelt. Und daher ist's mit der Klarheit vorbei...
Also weitermachen. Mache ich. Mir war es nur angst wegen Weinfehler - langes Stehen auf Hefe und Schlick und so...
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Beitrag von Fruchtweinkeller » 03 Januar 2005 11:16

also wenn es gut schmeckt wird noch alles in Ordnung sein.
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Beitrag von Antiquark » 03 Januar 2005 15:16

wenn man bedenkt wie lange es die hefe in der flüssig-hefe-suspension aushalten müssen wo für sie ja auch ncihts zu fressen drin ist (6monate oder länger).....
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Beitrag von Neugierer » 03 Januar 2005 18:29

Hallo !

Also ich habe Apfelwein auch schon bis zu 10 Monaten auf der Hefe stehen lassen - ohne Probleme - also immer probieren so schnell wird nix schlecht !

meint
Alex der Neugierer
Gruß, Neugierer ...

Lecker Honig, lecker Wein .... so soll es sein !

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Beitrag von Antiquark » 03 Januar 2005 21:22

soweit ich weiss ist das bei apfelwein gang und gebe das man ihn auf der hefe lässt.......ist die "volkstümliche" variante.......man setzt den wein nach der apfelernte an, lässt ihn gären und lagert ihn auch im gleichen gefäss bis er aufgebraucht ist, was im idealfall bis zum anfallen des nächsten rohmaterials für den nächsten ansatz ist.....wird in sachen apfelwein bei uns auch so gehandhabt......gibt keine probleme ddamit
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Beitrag von Fruchtweinkeller » 03 Januar 2005 23:55

Das hängt vielleicht auch mit dem vergleichsweise niedrigen Alkoholgehalt der Apfelweine zusammen. Vor ein oder zwei Jahren hatten wir mal eine kleine Prduktions-Zwangpause, in der einige Weine monatelang auf dem Hefebodensatz standen, z.T. durchgegoren, andere kurz vor Ende der Gärung. Bei einigen ging es gut, bei einigen nicht. Also lieber auf Nummer sicher gehen und zügig von der Hefe abziehen, wäre ja schade drum :)

[Dieser Beitrag wurde am 03.01.2005 - 23:56 von Fruchtweinkeller aktualisiert]
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