Schnelle Gärung und Messung mit dem Vinometer

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Schnelle Gärung und Messung mit dem Vinometer

Beitrag von HobbyAmateur » 23 September 2004 02:11

Hallo allerseits,
hab vor 8 Tagen einen Pflaumenwein angesetzt und heute die Maische abgepresst(Ist mein erster Wein). Dabei hab ich gleich mal ne Alkoholkontrolle mit dem Vinometer gemacht, Ergebnis bei 3 Messungen: Jedes mal 13%. Die Gährung lässt auch langsam nach und der Wein schmeckt auch schon nach Alkohol. Dennoch frage ich mich ob es wirklich sein kann das die Gärung nach 8 tagen schon sogut wie abgeschlossen ist oder ob ich evtl. nen Messfehler gemacht habe, da ich bis jetzt immer dachte das die Gärung doch mehrere Wochen in Anspruch nimmt.

Danke im Vorraus
Jascha

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Birgit
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Schnelle Gärung und Messung mit dem Vinometer

Beitrag von Birgit » 23 September 2004 06:39

Hallo,

kann durchaus sein das der Wein chon 13% hat, wenn er relativ warm gestanden hat.

Gruß Birgit
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fibroin
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Beitrag von fibroin » 23 September 2004 12:22

Das geht schon in Ordnung, bei richtig warmen Tagen kann das noch schneller gehen. Aber der Wein ist noch nicht fertig, bei dem hohen Alkoholgehalt gären die Hefen nur langsam und bedächtig zum Endpunkt hin. ?-|
Wenn du dich wohlfühlst, mache dir keine Sorgen. Das geht wieder vorbei.

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Beitrag von HobbyAmateur » 23 September 2004 16:21

Hallo,
das Problem ist aber das der Wein im Keller steht, bei ca. 13°. Hab die Probe aus dem letzten Rest genommen, den ich abgepresst habe(also quasi purer Fruchtsaft) und nicht aus dem gesamten Wein, kann dies evtl. daran liegen, oder ist der alkholgehalt im ganzen Gärgefäß gleich ? Werde glaube ich besser nochmal eine Probe aus dem Gesamtwein ziehen.

Gruß
Jascha

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Beitrag von Fruchtweinkeller » 23 September 2004 16:39

Eigentlich sollten die Früchte gut durchgezogen sein, deshalb würde ich keine Unterschiede im Alkoholgehalt erwarten. Aber im Zweifelsfall ist Kontrolle natürlich immer besser als Spekulation ;) 13° ist aber etwas kühl, Zimmertemperatur wäre besser.
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Beitrag von HobbyAmateur » 24 September 2004 11:07

Hi,
Hattest recht - sind so oder so 13% :) Nur beim Säuregahlt hats nen ganz kleinen unterschied gemacht. Im moment bildet sich ca. alle 5 Minuten ne Blubberblase im Gährröhrchen, ist das normal bei 13% ? (Hab die hefe von nem Hobbywinzer aus der Region und der gibt an das die ca. 15 - 16% erreicht) oder fehlt der Hefe einfach der Zucker ? Beim Probieren grade eben war der Wein eigentlich nicht sonderlich süß, sollte ich da einfach mal Nachzuckern ? Hatte am Anfang 2Kg auf nen 12 Liter Ansatz gegeben.

[Dieser Beitrag wurde am 24.09.2004 - 11:21 von HobbyAmateur aktualisiert]

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Beitrag von Fruchtweinkeller » 24 September 2004 11:27

Kann gut sein, dass ihnen jetzt der Zucker ausgeht. Ist der Zucker völlig verbraucht, so rollt es einem bei der Geschmackskontrolle die Fussnägel hoch, wenn der Säuregehalt stimmt ?-| Wenn er nicht mehr sehr süß ist, kannst Du ja vorsichtig mit dem Nachzuckern beginnen. Auf 12 Liter machen 220 g etwa einen % Alk U, vielleicht einfach mal die Menge dazu geben und schauen, was passiert (oder, wenn Du ganz vorsichtig sein möchtest, die Hälfte).
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Beitrag von HobbyAmateur » 27 September 2004 16:40

Hallo!
Hab 200g Nachgezuckert aber es tut sich nichts, hab den Wein auch mal eineinhalb Tage bei 22° gelagert aber auch da stellte sich die Gärung nicht wieder ein. Jetzt blubberts vielleicht ein mal am tag (Schätzungsweise, kann mich ja nicht den ganzen Tag davor setzen ;P ) und wenn ichs Schüttel kommen vielleicht 2 Blasen. Kann es sein das die Gärung beendet ist ? Vinometer zeit immernoch 13° aber theo. ist die ganze Sache ja nicht sooo genau oder? Mein neuer Plan lautet - Wein vom Bodensatz abziehen. Was haltet Ihr davon ?
Und wo bekomme ich am günstigsten einen Simplexfilter her ?
Danke auf jdenfall für eure Hilfe, Ihr seid echt super!
Jascha

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Beitrag von fibroin » 27 September 2004 17:08

Nach meinen Erfahrungen ist der Wein fast fertig. Schwefeln, abziehen und laß ihn lagern. Das ist die traditionelle Methode. Wenn du ihn filterst, kann es schneller gehen. Ist aber eine Technik für sich. Da arbeite ich mich gerade ein, darum möchte ich noch keine Kommentare geben.

Den Siplex-Filter habe ich bei www.vierka.de erstanden. Ist ein tolles Teil, braucht aber etwas mehr Arbeitszeit.
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Beitrag von Tompson » 27 September 2004 17:18

Der Simplex ist prima - bin das Wochenende erst ob der Klarheit meines Rhabarberweins von einem 75jährigen ExHobbywinzer gelobt worden - und man schliest bei Benützung der EK-Filterplatten eine Nachgärung durch entfernung aller Hefezellen aus.
Allerdings ist es eine nicht ganz billige Anschaffung, 120 Euros und noch einmal soviel für je 25 Filterplatten grob, mittel, fei und EK ?-|
Oak ne jechn!

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Beitrag von Birgit » 27 September 2004 20:13

Hallo Tompson,

ist doch immer wieder schön wie verblüfft Hobbywinzer älteren Semesters sind 8-)

Gruß Birgit
Aus dem Feuerquell des Weines, aus dem Zaubergrund des Bechers,
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Beitrag von Tompson » 28 September 2004 07:18

Er wußte ja nix von meinem geheimen Bodensatz :twisted: Ich sag nur: Nachschüttelmethode :D
Aber so schlimm ist es damit auch nicht, der Wein ist trotzdem sehr klar :shock:

Aber sind wir doch mal ehrlich, es war seinerzeit gar nicht Sinn und Zweck, ein Hobby möglichst ausführlich zu betreiben, sondern Fruchtüberschüsse in Wein zu verwandeln, den man sonst nicht bekam. Und Gäste hat jeder ja gerne mal.
Außerdem hatten Freizeitwinzer zumindest bei uns gar nicht die Möglichkeit, viel draus zu machen. Es gab zwar in Gotha eine Art Reinzuchthefeanstalt (da habe ich das schonmal erwähnte Pamphlet von) aber das wird sich nicht sooo herumgesprochen haben. Gab ja noch kein Internet und die Beschaffung von wirklich wichtigen Dingen hielt einen bei uns schon genug auf Trab :|
Oak ne jechn!

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