Gärungsende

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mach3
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Beitrag von mach3 » 17 September 2009 18:40

Hallo zusammen,

ich habe heuer zum ersten Mal Johannisbeerwein angesetzt. Das Rezept aus der Homepage vom Fruchtweinkeller und eine Menge Infos und Tips aus diesem super Forum. Ich habe mit knapp 2kg Zucker losgelegt. Portweinhefe (flüssig)
Bisher lief alles ganz gut:

Nach Zugabe des Gärstarters bereits nach 12 Stunden heftige Gärung. Diese hat nach ca. 7 Tagen etwas nachgelassen.

Am 8. Tag habe ich Alkohol gemessen und verkostet: 10%, sehr sauer, keine Restsüße. Also nochmal 200g Zucker.

Am 10. Tag blubberte es nur noch alle ca. 15s.
Alkohol 11%, keine Restsüße, weitere 300g Zucker.

Am 14. Tag kaum noch Gärung, ca. alle 50s ein Blubb, 12% Alkohol, sehr sauer, keine Restsüße, weitere 200g Zucker.

Am 17. Tag blubbert es nun wieder ca. alle 15-20s.

Meine Frage: Wann ist die Gärung beendet? Gibt es einen Anhaltspunkt, in welchem Abstand es noch blubbern muß, um sagen zu können, daß die Gärung noch im Gange ist?
Habe ich ansonsten alles richtig gemacht?

Viele Grüße,
Markus

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Beitrag von matzl0505 » 17 September 2009 18:48

Hallo,
bis jetzt sieht dein Vorgehen gut aus. Ich kann keine Fehler erkennen.
Den Gärungsendpunkt sollte man nicht an der Blubbrate festmachen. Sicherer ist es über den Geschmack zu gehen.
Bleibt die Restsüße über zwei Wochen konstant, ist die Gärung beendet.
Dies ist meist bei ca 15% der Fall. Da du erst bei 12% bist kannst du getrost noch weiter nachzuckern.

gruß
Marius
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Man nimmt eine Handvoll Brombeeren, lässt diese zur Erde fallen. Die Beeren verbinden sich mit der Erde zu Erdbeeren und Brom wird frei."


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Beitrag von volk73 » 17 September 2009 19:39

indirekt passt auch diese unsägliche Einheit "Blubrate", da kein CO2 entsteht wenn die Restsüße konstant bleibt und damit auch die "Blubrate" null sein sollte


... Dennoch mag ich persönlich diese "Einheit" nicht
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Beitrag von JasonOgg » 17 September 2009 20:14

Die Blubbratetendiert gegen Gärende sowieso gegen Null, da muss man schon auf das Heben und Senken des Wasserspiegels im Gärröhrchen achten.

Abgesehen davon hängt sie natürlich von der Menge des gärenden Inhalts ab.

@mach3, falls es Dich beruhigt, meine roten Jobeeren gären seit dem 8.Juli und sind jetzt so gut wie am Ende.
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Beitrag von volk73 » 17 September 2009 20:31

auch ist eine gewisse Abhängigkeit von der Umgebungstemperatur nicht von der Hand zu weisen.

Wird es kälter, dann kann auch schon mal der Wasserspiegel im Gärrohr in unerwartete Richtungen weisen.
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Beitrag von JasonOgg » 17 September 2009 21:07

@Volk73, hauptsächlich der Luftdruck, das Wein-Barometer. Natürlich auch die Temperatur.

Auf jeden Fall kommt dann kein CO2 mehr und das ist ein deutliches Indiz dafür, dass die Gärung beendet ist.
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Beitrag von wok » 18 September 2009 09:48

Hmmm, mein Jobär arbeitet noch . . . :D


Gruss WOK
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Beitrag von JasonOgg » 18 September 2009 10:56

Als arbeiten würde ich das bei mir nicht mehr bezeichnen. ?-|
Aber bisher bin ich mit der Hefe sehr zufrieden, sehr gut durchgegangen bei 20°C im Keller allerdings inzwischen bei 16% :schlecht:
Die schwarze Jobeere war bei gleichen Startbedingungen etwas langsamer, rund eine Woche hinterher schätze ich.

Jetzt warte ich auf ein sauberes Ende.
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