Gärung zu Ende?

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Chesten
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Re: Gärung zu Ende?

Beitrag von Chesten » 31 März 2019 18:03

nach ca. 2 bzw. 2 1/2 Tagen in die ruhige Phase über (kontinuierliches Blubbern).
Das spricht für eine Spontangärung wenn ich einen Wein ansetze und die aktive Hefe dazu gebe schießt beim Schütteln das Wasser die erste Woche aus dem Gärröhrchen ! Es blubbert dann so heftig ohne Schütteln das man in dem Raum nicht mehr schlafen kann wegen der ständigen Krach vom Blubbern !
"Die einzig stabile Währung ist die alkoholische Gärung" (Das Känguru-Manifest)

Hier findest du einen Anleitung wie man seinen ersten eigenen Wein herstellt:
http://www.forum.fruchtweinkeller.de/viewtopic.php?f=33&t=12175

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Re: Gärung zu Ende?

Beitrag von Fruchtweinkeller » 31 März 2019 22:19

Als "hartes" Indiz für eine spotane Gärung würde ich das nicht werten, der Gärstarter schien ja normal zu sein.
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Re: Gärung zu Ende?

Beitrag von Bahnwein » 01 April 2019 05:24

Nicht nachzuckern, da ja noch Zucker drin ist. Wenn die Gärung aus irgendwelchen Gründen nicht wieder startet, hast du eine süße Brühe und bekommst den Zucker nicht mehr raus.

Undichtigkeiten können recht versteckt sein, z.B. eine gerissene Schweißnaht im Kunststoff des Gärverschlusses oder der Übergang vom Gefäß zum Gärspund.

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Re: Gärung zu Ende?

Beitrag von Igzorn » 01 April 2019 07:36

Auf jeden Fall wissen wir jetzt, dass Dein Wein noch nicht fertig ist. Gib bei der Schnellvergärprobe mit Quitte etwas Zucker dazu.
Die Probe kann nur ein Indiz sein, denn der geteilte Ansatz verhält sich grundsätzlich anders als der Weinlingen im Ballon, aber es zeigt die Tendenz. Wenn Zucker fehlt und nach Zuckerzugabe beginnt es zu schäumen, dann kannst Du im Ballon vorsichtig weiter Zuckern und die Probe austrinken. :lol:
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Re: Gärung zu Ende?

Beitrag von Flunki » 01 April 2019 23:05

Ich hab mich etwas an Igzorn orientiert und 100 g Zucker zugegeben, denn nach den Berechnungen von Bahnwein könnte es sein, dass die Hefe im Quittenwein am Aushungern war. Etwas herb war er ja.
Ich hab beim Ansetzen des Quittenweins auch ca. 5 l in einem kleinen 15 l Ballon abgefüllt, damit genügend Raum für die stürmische Gärung vorhanden ist im großen Ballon. Dieser Teil gärt weiterhin fleißig vor sich hin. Daher hab ich jetzt davon ca. 3 l zurückgefüllt in der Hoffnung, dass die Gärung wieder in Gang kommt.
Beim Apfelwein ist die Gärung wieder gut angelaufen mit Schaumnestern und alle 3 min. ein Blub.

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Re: Gärung zu Ende?

Beitrag von Igzorn » 02 April 2019 07:21

Mit stürmischer Gärung musst Du nicht rechnen. Aber durch das Umfüllen ist Luft in den Ansatz gekommen. Das mag die Hefe. Schau Mal, bis wohin Du die verbliebenen 2 Liter bekommst. Warm stellen, regelmäßig schwenken und Nachzuckermethode. Dann hast Du den Daumenwert für die Alkoholtoleranz der Hefe.
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Re: Gärung zu Ende?

Beitrag von Flunki » 04 April 2019 21:55

Ich kann momentan nicht berichten, wie der weitere Gärverlauf ist, denn ich bin nicht in Berlin. Am Wochenende werd ich mich wieder melden, solange müssen die Weine ohne mich auskommen.

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Re: Gärung zu Ende?

Beitrag von Flunki » 10 April 2019 11:45

Hallo bin wieder in Berlin,
die Gärung bei der Quitte ist dürftig, ab und zu mal ein paar kleine Schaumnester, der Wasserspiegel im Gärröhrchen ist ca 1,5 cm nach unten gedrückt, Zucker ist genügend vorhanden (süßlicher Geschmack), Alkoholgehalt 11 %. Bei den restlichen 2 l im 15 l Gärballon ist reichlich Gärung vorhanden.

Ich hab mir überlegt, ob ich aus dem spundvollen 25 l Ballon wieder 2 l zurückfülle, in der Hoffnung, dass sich dort die Hefe besser vermehrt und dann wieder zurück in den großen Ballon. Oder soll ich mal bei dem großen Ballon die Gummikappe abmachen und durchschütteln, damit Sauerstoff an die Hefe kommt ? Hat jemand einen Rat?

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Re: Gärung zu Ende?

Beitrag von Fruchtweinkeller » 10 April 2019 22:41

Kurze aber intensive Belüftung kann die Gärung in Schwung bringen.
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Re: Gärung zu Ende?

Beitrag von Flunki » 11 April 2019 15:29

Danke Fruchtweinkeller.
Wie könnte denn die "kurze aber intensive Belüftung" aussehen? Den ganzen 25 l Ballon in einen anderen kippen und gleich wieder zurück oder lieber den Saugheber benutzen? Oder bei abgenommener Gummikappe kräftig durchschütteln und länger offen stehen lassen.?
Zuletzt geändert von Flunki am 11 April 2019 15:33, insgesamt 1-mal geändert.

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Re: Gärung zu Ende?

Beitrag von Chesten » 11 April 2019 15:32

Ein paar mal den Wein umfüllen sollte reichen aber nicht übertreiben du willst ja nicht das der oxidiert.
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Re: Gärung zu Ende?

Beitrag von Flunki » 11 April 2019 21:50

@ Chesten
Ich hab den Wein einmal komplett in einen Eimer gegeben und dann wieder zurück, mehrmals hab ich mich nicht getraut. Vielleicht reicht es ja mit dem Sauerstoff, mal sehen, aber erstmal Danke.

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