1. Mal Wein selber machen: Apfelwein

Vasuhn
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1. Mal Wein selber machen: Apfelwein

Beitrag von Vasuhn » 30 Oktober 2015 22:31

Hallo liebes Forum,
ich, ein kleiner Student aus Marburg, bin durch überschüssige Äpfel von zu Hause an 20 Liter frisch gepressten Apfelsaft gekommen.
Zu dem Zeitpunkt hatte ich noch keinerlei Ahnung wie ich daraus einen Apfelwein machen sollte :oops:
Daher schonmal vielen Dank für die tolle Seite, hat mir sehr Weitergeholfen. Als angehender Chemiker haben mir vor allem der wissenschaftliche Exkurs und die trotzdem sehr gute Anleitung gefallen.

So habe ich dann also in Windeseile Gerätschaften und Zutaten besorgt.
Nach ein Paar Tagen hatte ich das wichtigste Zusammen:
Gärballons
Trockenhefe (Shia 6)
Pyrosulfit

Alles andere überstieg zu dem Zeitpunkt meinen Horizont und finanziellen Rahmen.

Der Ansatz blubbert nun in meinem Keller so vor sich hin, zwischenzeitlich mit sehr viel Schaum, nun fast ohne Schaum aber Konstant (1 Blase/3s).
Seit 2 Wochen guck ich jetzt jeden Tag mal danach, sehe das es noch blubbert und tue ganz proffesionell nichts.

Ich hab dann auch noch ein paar Fragen:
1. Ein bekannter sagte mir man soll Apfelwein die ersten Wochen am besten nicht mal angucken. Wie sieht es mit durchschwenken aus?

2. Ich habe gestern mal mit einem Freund probiert. Schmeckt super frisch und fruchtig mit leichter Alkohol Note und etwas Kohlensäure. Richt allerdings intensiver nach Hefe als jeder Hefeteig. Falls ich etwas von diesem "Apfelcider" oder wie auch immer trinken will, gibts ne Möglichkeit den Hefegeruch zu reduzieren? Ich habe auch gehört man soll davon nicht zu viel trinken, da man sonst Verdauungsprobleme bekommt. Stimmt das und wenn ja hat jmnd nen Richtwert für mich?


Zusätzliches Equipment und Zutaten für einen Met habe ich schon bestellt und kommt bald hier an (Messgeräte, Hefenährsalz, Milchsäure, Tanin, usw.). Dazu schreibe ich dann nochmal im Metbereich mit dazugehörigen Fragen.
Im moment hat mich das Weinfieber voll und ganz gepackt und ich bin sehr gespannt :)

Schonmal Danke für eure Hilfe, die tolle Seite und das Forum :)

Latemar
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Re: 1. Mal Wein selber machen: Apfelwein

Beitrag von Latemar » 30 Oktober 2015 22:57

Hallo Vasuhn,

herzlich Willkommen hier im Forum :clap: :clap:

Ist ja schön, wenn es erst mal gut in die Gärung gegangen ist.
Was soll nun das Ziel sein? Wie hoch möchtest du mit dem Alkoholgehalt kommen?
Apfelwein sollte doch schon über 11% liegen. Apfelmost liegt da deutlich niedriger.

Da du die HP schon (weitgehend) gelesen hast, ist die vielleicht klar, dass beim Wein das Harmoniedreieck: Säure - Alkohol- Restzucker den richtigen Geschmack ergibt.
Restzucker hat aber immer die Gefahr dass die Gärung weiterläuft. Im schlimmsten Fall in der Flasche :mrgreen: --> Flaschenbombe!

Also wird die Frage in Kürze im Raum stehen: Wie verhindere ich die Nachgärung? Stichwort: Stabilisierung.

Das mit dem Hefegeschmack wird besser, wenn die Gärung aufhört und sich die Hefe absetzt.

Soweit erst mal von mir ;-)

andere werden sicher noch mehr beitragen.
Latemar
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keltentrunk
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Re: 1. Mal Wein selber machen: Apfelwein

Beitrag von keltentrunk » 31 Oktober 2015 06:48

Hallo,

erst mal finde ich es klasse, wenn man sich wieder den dingen widmet, die Hessen ausmachen.
und zweifelsfrei dazu gehört der Apfelwein.

Lass den werdenden Apfelwein nun ganz in ruhe. (NICHT SCHÜTTELN) Ab dem 11.November Martinstag hast Du dann bereits den NEUEN
ab diesem Datum kannst Ihn Apfelwein nennen. NEUEN Apfelwein und na klar schon trinken.
Da es nur 20 ltr sind, sind zunächst keine Handwerklichen arbeiten nötig. Da er vermutlich schneller getrunken wird als der Verderb eintritt.
Sollte im Januar noch was da sein...... ziehe Ihn nun von der Hefe und fülle ihn in ein Gefäss (e) das (die) Rand voll gemacht werden sollte. Erst bei dem Abzug von der Hefe kommt auch die F
rage mit dem schwefeln auf. Mein Tipp -nur dann schwefeln, wenn länger gelagert werden soll. und dann auch nur aus meiner Sicht (hier gibt es andere Meinungen) mit 2gr je 100 ltr.

Liebe Grüße aus der Nachbarschaft

Thomas aus Biebertal

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Re: 1. Mal Wein selber machen: Apfelwein

Beitrag von Fruchtweinkeller » 31 Oktober 2015 10:43

Während ein Wein gärt sollte die Hefe regelmäßig aufgeschüttelt werden. Auch in Hessen, da müssen die Hessen halt mal die Hände aus dem Säckl nehmen :mrgreen:

Die Stabilisierungsfrage ist ja angesprochen worden. Ansonsten: Ja, mir schlägt manchmal sowohl unvergorener Apfelsaft als auch ein vergorener Most auf die Verdauung. Insofern kann ich nicht den Finger auf den Problemverursacher legen: Hefe oder Apfel? Manch einer hat Unverträglichkeiten, da muss man sich herantasten.

Nach der Gärung sollte sich der Hefegeschmack naturgemäß abschwächen wenn sich die Hefe absetzt und wenn du eventuell von der Hefe abgezogen hast (Siehe HP Apfelmost -> Hefe abziehen oder nicht).
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Vasuhn
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Re: 1. Mal Wein selber machen: Apfelwein

Beitrag von Vasuhn » 02 November 2015 22:05

Gut, ich schüttel meinen Wein also immer mal auf. Und da hier widersprüchliche tips gepostet wurden hoffe ich mal, dass das nicht schadet :? .
(1.) Ist es normal, dass sich der Bodensatz nicht ganz aufwirbeln lässt? oder muss ich dann härter oder länger schwenken?
Ich habe meinen Gärballon momentan im Keller stehen, bin jetzt aber nach stöbern im Forum nichtmehr sicher, ob das der richtige ort dafür ist. Grade fällt mir auf das ich mir unbedingt mal ein Thermometer besorgen muss ;)
Da unten wirds irgendwas zwischen 15 und 10 Grad haben (aber konstant die selbe Temperatur). (2.) Ist das zu Kühl? Könnte es auch in meiner Wohnung lagern, allerdings ist da die Temperatur nicht so konstant.

In den letzten Tagen ist die Gäraktivität auch etwas zurückgegangen, das ganze schmeckt aber noch sehr süß. (3.) Kann das an falscher Behandlung (nicht gut aufgeschüttelt, zu kalt) liegen, oder nur an den unzureichenden Zutaten (z.B. Nährsalz fehlt)?

Und nochmal eine paar weitere Fragen:
4. Was ist Antigel und wie is die Handelsbezeichnung davon? Hab es in Verschiedenen Onlineshops, nicht gefunden. Wie wichtig ist Antigel im Vergleich zu den anderen Zutaten? (wenn ich das richtig verstanden hab verhindert es das dickflüssig werden des Weins?)

5. Ich habe jetzt gesehen das die Hefe die ich mir besorgt hab doch recht "Potent" ist (Siha 6, nach Hersteller bis 16%). Kann man damit bei maximalem Alkoholgehalt noch vernünftigen Wein machen? Ich mach mir nur Gedanken um den Geschmack, mit viel Alkohol komm ich schon klar :D
Und gerade für die Nahe Zukunft: (5b.) Ist das für Met brauchbar oder soll ich mir besser eine "schwächere" Hefe besorgen?

Meine bestellten Geräte sind leider noch nicht da, aber ich hoffe auf den Rest der Woche. Am Wochenende bekomme ich dann Honig. Ich will zwei Ballons ansetzen (a 20 L) und einen zu einem klassischen Met (nach Grundrezept) machen. Mit dem anderen würde ich den "96 Stunden-Met" probieren (oder "Sturmmet" wie ich und ein Bekannter ihn jetzt getauft haben ;) ). (6.)Wie hoch wird dabei den der Alkoholgehalt ungefähr?

Gott, das ist jetzt aber wieder lang geworden und da sind viele Fragen drinn. Ich Nummerier die besser nochmal komplett durch um das Antworten leichter zu machen :)

Danke schonmal für die Tipps, macht sehr viel Spaß :)

PS: Über Stabiliesierung habe ich mir noch keine großen Gedanken gemacht, der Wein wird eher direkt und schnell getrunken. Für das Met-Projekt wird das dann aber sehr wichtig.

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Re: 1. Mal Wein selber machen: Apfelwein

Beitrag von Fruchtweinkeller » 02 November 2015 22:40

Vasuhn hat geschrieben:Gut, ich schüttel meinen Wein also immer mal auf. Und da hier widersprüchliche tips gepostet wurden hoffe ich mal, dass das nicht schadet :? .
Nein, das stört sicher nicht. Derartiges "Störfeuer" in Anfängerthreads schätze ich auch gar nicht, insbesondere nicht im Wiederholungsfall.

zu 1. Naja, Bewegung ist gut, mehr Bewegung ist besser, aber übertreiben muss man es wohl auch nicht ;) In der Praxis stehe ich auch nicht Gewehr bei Fuß und schüttle bis mir die Arme abfallen :mrgreen:

zu 2. Ja, das ist etwas kühl, deine Siha 6 sollte bei kühlen Temperaturen aber vergleichsweise gut gären. "Gut" heißt aber nicht zwangsläufig "schnell", eher "weniger langsam als andere Hefen". Siha 6 ist freilich eine Brennhefe, wäre nicht meine erste Wahl für Most oder Wein.

zu 3. Mit steigendem Alkoholgehalt sinkt die Gäraktivität immer. Andere Gründe könnten natürlich ebenfalls vorliegen; dein Rezept hast du uns ja nicht verraten. Insbesondere ist mir noch nicht 100%ig klar ob du einen Wein oder einen Most machen willst. Unterschiede? Siehe Homepage.

zu 4. Siehe Homepage, Kapitel "Zutaten" und "Bezugsquellen".

zu 5. Stichwort "Harmoniedreieck", siehe Homepage. Ob eine Hefe mit niedriger Alkoholtoleranz Sinn macht? Das hängt davon ab ob du Nachgärungen verhindern musst (Stichwort Restsüße, Unterschied Wein vs. Most); wenn ja: welche Methode du dazu wählst (siehe Homepage, Kapitel "Zucker")

zu 6. Keine Ahnung wie fix dein Ansatz ist. In Zweifelsfall kennst du den Zuckerinput und kannst grob berechnen wie viel Alkohol maximal möglich wäre... siehe Kapitel "Zucker" ;)
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Re: 1. Mal Wein selber machen: Apfelwein

Beitrag von 420 » 02 November 2015 22:58

Hallo Vasuhn,

bezüglich "widersprüchliche Tipps"
Klar, kann immer passieren, da wir hier in einem Forum sind. Allein schon wenn Du die HP-Seite hinsichtlich Apfelmost durchliest, wirst Du unterschiedliche Dinge sehen. Dennoch gibt die HP-Seite eine einheitliche Vorgehensweise an, die natürlich jeder abändert oder auch nicht abändert. So ist es auch bei mir. (kleines Beispiel: Auf der HP-Seite steht, dass nach Gärungsende geschwefelt wird und danach der Weinling kühl stehen soll. Nach spätestens 2 Wochen, beim Apfelwein nach Hessenart ist es sicherlich wieder anders, wird der Wein abgeogen. Selber stelle ich erst kühl, ziehe dann nach ca. 1 1/2 Wochen ab und schwefele dann.)

Jetzt meine kleinen Anmerkungen, bei denen andere User wieder andere Auffassungen haben könnten:

zu 1)
normal läst sich der Bodensatz gut aufwirbeln. Frage: Hast Du Zucker oder Honbig hinzugegeben? Sonst einfach länger schwenken

zu 2)
Vielleicht steht der Ansatz wohl etwas kühl. Gären ruhig bei 20 Grad, klären dann bei kälteren Temperaturen, es sei denn, Du verwendest eine Kaltärhefe. Da ist der Verlauf auch etwas anders.

zu 3)
wahrscheinlich zu kalt. Hefenärsalz hilft den Hefen am Anfang, damit sie nicht so gestresst sind. Jetzt kommt es wieder darauf an, ob Zucker hinzugesetzt wurde oder nicht. Wenn ja und es soll per Nachzuckermethode gearbeitet werden, könntest Du Gärprobleme bekommen, weil die Hefen am Start nicht optimal versorgt wurden.

zu 4)
Antigeliermittel (Enzyme) einfach bei den Bezugsquellen suchen. Es gibt auch Zymex oder andere Antigeliermittel, die höher konzentriert sind.

zu 5)
max. 16 % heist nicht, dass die Hefe es auch erreicht. Gehe mal von 14 Prozent aus. Wenn es 15 werden ist es schon viel. Selber lasse ich die Hefe bei ca. 11 Prozent verhungern und gebe vor dem Filtern Zucker hinzu. Alkohol, Säure und Zucker geben dann später das Harmoniedreieck, was aufeinander abgestimmt sein soll.

zu 5b)
probiere es einfach aus. Shia 3 oder auch andere funktionieren sicherlich auch. An Deiner Stelle würde ich die vorhandene Hefe einfach nehmen. Später wirst Du ggf. experimentieren.

zu 6)
kann man nie genau sagen. Hängt von der Hefe, der Zeit, vom Honig, der Temperatur, vom Gärstart, von den Nährstoffen usw. ab. Kann Dir auch keine Auskunft darüber geben, weil ich den 96 Stunden-Met noch nie gemacht habe.

VG

PS: nur zweiter :D
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Vasuhn
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Re: 1. Mal Wein selber machen: Apfelwein

Beitrag von Vasuhn » 02 November 2015 23:21

Eigentlich spricht doch nichts gegen eine unterschiedliche Meinung, auch gegenüber Anfängern. Mir erschliest sich nur der Sinn des Schwenkens oder nicht-Schwenkens nicht ganz. Ich habe nur einen recht großen Satz unten im Gärballon, der sich auch beim Schwenkne nicht löst- und wirklich "schütteln" scheint mir dann doch zu viel :hmm:

Da ich keinerlei Erfahrungen habe, habe ich auch noch keine erste Wahl und muss erstmal ausprobieren :D
Sollte ich die Hefe denn jetzt ins Wärmere stellen oder nicht?

Das mit dem Rezept und ob Most oder Wein liegt wohl auch daran, dass ich mir darüber beim Ansetzen noch nicht sicher war. Der Apfelsaft wurde zuhause gepresst und war übrig sodas ich eilig damit anfangen musste. Schnell eine Hefe bestellt, einen Gärballon saubergemacht und das wars. Mittlerweile denke ich das dieser Ansatz ein Apfelmost/klassisch hessischer Apfelwein werden soll. Nachggärung und ähnliches sind eher ein kleines Problem, da er doch sehr schnell verbraucht werden wird. Wahrscheinlich werde ich nichtmal dazu kommen ihn in Flaschen abzufüllen ;)
Allerdings sind das alles wichtige Sachen zu lernen, da ich mich weiter in die Thematik einarbeiten will. Bis zur nächsten Apfelsaison werde ich einige andere Rezepte ausprobieren. Und dann auch wirklich mit den richtigen Zutaten :)
Ein richtiges "Rezept" hatte ich also nicht und habe mich nur etwas an den Angaben der Homepage und an denen auf der Hefe orientiert.
Es waren 20 L Apfelsaft und ich habe 3g sacht nach Anleitung rehydrierte Trockenhefe (die schon genannte Siha6) zugegeben. Gab dann nach einem Tag eine große Schaumkrone und danach konstantes Blubbern, das jetzt trotz weiterhin großer Süße etwas abnimmt.
Messgeräte und Werte sind noch per Post unterwegs, sodass ich darüber keine Angaben machen kann.


Bei dem 96-Stunden-Met wird doch nicht der gesammte Zucker vergoren, oder? zumindest kann ich mir das schwerlich Vorstellen. Mein Apfelmost-Ansatz gärt ja auch schon viel länger und ist nicht fertig :hmm:
Insofern wollte ich nur Fragen ob es da einen Erfahrungswert gibt, wie hoch der Alkoholgehalt ist. Ansonsten setz ich es an und mess dann mit meinem bald kommenden Vinometer nach.

PS zur zweiten Antwort: Es wurde keinerlei Zucker oder Honig zugegeben. Ich denke schon das die Hefe gestresst ist und nen schwierigen Stand hat. Ist alles nicht so optimal abgelaufen wegen dem übereilten Start. Aber ich muss jetzt eben das Beste draus machen :)

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Re: 1. Mal Wein selber machen: Apfelwein

Beitrag von Fruchtweinkeller » 02 November 2015 23:37

Von den Hefen, die am Boden liegen, haben nur die oben liegenden eine halbwegs gute Versorgung mit Zucker und Nährstoffen, der Rest hungert und stirbt im schlechtesten Fall früh ab. Je mehr Leistung du von der Hefe verlangst (=je höher der angestrebte Alkoholgehalt ist), desto wichtiger ist es, die Hefe zu bewegen.

Ich gestehe dass ich den Alkoholgehalt beim 96er nie gemessen habe... hat mich nie wirklich interessiert :mrgreen: Bedenke dass die Vinometermessung fehlerbehaftet sein wird (Siehe Kapitel "Analytik").
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Re: 1. Mal Wein selber machen: Apfelwein

Beitrag von Metinchen » 03 November 2015 10:09

Mal so als kleine Bemerkung am Rande; Den geplanten 96 Stunden Met würde ich nicht in den kühlen Keller stellen, sondern eher schön muckelig warm. Sonst hast Du u.U. nach 96h nur Honigwasser mit gaaaanz leichter Kohlensäure.
Blumen sind das Lächeln der Erde!
(Herkunft unbekannt)

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Re: 1. Mal Wein selber machen: Apfelwein

Beitrag von Fruchtweinkeller » 03 November 2015 21:24

Guter Hinweis 8-)
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Re: 1. Mal Wein selber machen: Apfelwein

Beitrag von Vasuhn » 10 November 2015 14:41

Kleine Aktualiesierung:
Der Apfelmost blubbert nur noch sehr langsam. Hab ne Minute geguckt und keine Blase gesehen. Kein Schaum mehr auf dem Wein. Beim schwenken blubbert es aber noch ordentlich!

Also mal gut durchgeschüttelt. Jetzt warte ich nochmal ein bisschen.

Habe auch mal einen halben Liter entnommen und mit nem Freund probiert,
Hat nur noch sehr wenig Restsüße und schmeckt super.
Ich bin jetzt schon sehr zufrieden mit dem Apfelmost :)

Muss ich für die Selbstklärung noch irgendwas beachten/zusetzen?
Ich les mir jetzt gleich auch nochmal den Absatz auf der HP durch, aber gibts irgendwas Apfelwein(most) spezielles?

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