Weiße Hauzt/Gespinnst auf dem Met

Srados
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Weiße Hauzt/Gespinnst auf dem Met

Beitrag von Srados » 11 Juni 2015 19:52

Hi,

Ich wollte für den Sommer wieder einmal Met ansetzen. Die letzen Jahre hat es auch super geklappt nur diesmal ist glaube ich etwas schief gelaufen.
Nachdem ich die Hauptgärung eingeleitet habe (zuvor habe ich einen Gärstarter aufgesetzt (mit Portwein Flüssighefe) hat sich nach wenigen Tagen an der Oberfläche der Flüssigkeit eine Art weißes Gespinnst/Haut gebildet, weiß irgendwer was das sein könnte und ob sowas für den Met schädlich ist?

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Re: Weiße Hauzt/Gespinnst auf dem Met

Beitrag von Fruchtweinkeller » 11 Juni 2015 23:22

Hallo Srados,

läuft die Gärung noch? Gärspund mit Sperrflüssigkeit ist auf dem Ballon?

In Zukunft bitte die Bilder etwas kleiner machen, insbesondere bei Usern mit Mobilgeräten kommt so kein Spaß auf.
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Re: Weiße Hauzt/Gespinnst auf dem Met

Beitrag von Srados » 12 Juni 2015 07:21

Sorry erstmal für das große Bild. :(

Mitlerweile ist der 5 Tag der Hauptgärung und der Wasserstand im Gärröhrchen hat sich nicht verändert (> Keine Gärung?)
Ich habe den Ballon ein wenig geschwenkt und das weiße "etwas" hat nun die konsistenz von kleinen Milchflocken (als wenn man schlechte Milch in den Kaffee gibt).
Ich denke mal der Met-Ansatz ist hin oder? :(

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Re: Weiße Hauzt/Gespinnst auf dem Met

Beitrag von Vine » 12 Juni 2015 11:09

Oha! Nach 5 Tagen kein Blubbern (Dichtigkeit überprüft am Gärrohr?), keine Schaumentwicklung, nichts? Nur dieses weiße Zeug da? Das sieht mir jetzt nicht so toll aus. Es scheint irgendwas gediehen zu sein, was man nicht gerne haben möchte und die Hefen scheinen aus irgendeinem Grund nicht in die Pötte gekommen zu sein. Hast du alles nach den Regeln der Kunst angesetzt? Nährsalz usw.? Nach FWK-Rezept vorgegangen?
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Re: Weiße Hauzt/Gespinnst auf dem Met

Beitrag von Bahnwein » 12 Juni 2015 16:13

Hat der Gärstarter Schaum entwickelt /Bläschen?

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Re: Weiße Hauzt/Gespinnst auf dem Met

Beitrag von Fruchtweinkeller » 12 Juni 2015 19:15

Schreib doch mal deine genaue Vorgehensweise auf. Das die Gärung nach 5 Tagen schon beendet sein soll erscheint mir auch etwas suspekt, insofern ist die Frage von Bahnwein, ob der Gärstarter überhaupt aktiv war, berechtigt. Ebenso die Frage wie intensiv der Hauptansatz gegogen hat und welchen Alkoholgehalt du jetzt misst.
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Re: Weiße Hauzt/Gespinnst auf dem Met

Beitrag von Srados » 12 Juni 2015 22:08

Mitlerweile gärt es endlich (zumindest bewegt sich das Wasser im Gärrohr^^).

Vorgehensweise:
Tag 1: Gärstarter angesetzt
1 geriebener Apfel
0,75 Wasser
4 g Nährsalz
4 g Hefe (Kitzinger Portwein)

Drei Tage gären lassen

Danach dann Hauptgärung:
8,5 l Wasser
93,2 g Milchsäure
4 kg Honig
zum Gärstarter dazu gegeben.

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Re: Weiße Hauzt/Gespinnst auf dem Met

Beitrag von Vine » 12 Juni 2015 23:59

Wie ich das Rezept verstehe, hast du 4 kg Honig zu einem ca. 11-Liter-Ansatz zugekippt. Das könnte den Hefen natürlich Kummer bereiten.
Nun hast du immer noch nicht gesagt, ob denn der Gärstarter überhaupt funktioniert hat => Schaumentwicklung? Gesunder, kräftiger Hefegeruch? Wenn nicht, dann war die Hefe nicht mehr sonderlich aktiv. Auch wurdest du gebeten den momentanen Alkohoholgehalt zu übermitteln, damit man beurteilen kann, ob überhaupt schon eine Gärung stattgefunden hat bzw. wie weit diese gediehen ist.
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Re: Weiße Hauzt/Gespinnst auf dem Met

Beitrag von Srados » 13 Juni 2015 08:21

Also der Gärstarter lief ganz normal ab. Schaumentwicklung war da, dran gerochen hatte ich aber nicht :(

Alkoholgehalt habe ich heute gemessen und liegt bei 8%.
Es scheint also langsam in Gang zu kommen. :)

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Re: Weiße Hauzt/Gespinnst auf dem Met

Beitrag von Metinchen » 13 Juni 2015 10:48

Auf dem Bild ist es schlecht zu erkennen, ist es wirklich ein Gespinnst (dann würde ich den Ansatz entsorgen), oder können es vielleicht Wachsreste aus dem Honig sein (ich hatte auch mal einen Honig aus der Bucht in dem sich Wachsreste tummelten, wenn auch deutlich weniger, die am Rand klebten).
Lese ich das richtig? Du hast über 90g :shock: Milchsäure in ca. 11l gekippt. Das finde ich ein wenig zuviel. Im Hinterkopf habe ich 35g/10l weil es sonst nach "Sauerkraut" schmecken kann, mal abgesehen davon das ich meinen Met Säuretechnisch eher etwas niedriger einstellen würde (was natürlich Geschmackssache ist).
Wie riecht er denn; muffig, schimmelig, nach Sauerkraut oder nach Hefe und Honig ? Das kann auch ein wertvoller Hinweis darauf sein was da gerade wächst.
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Re: Weiße Hauzt/Gespinnst auf dem Met

Beitrag von Vine » 13 Juni 2015 11:40

Das mit dem Wachs ist eine gute Idee, Frau Detektivin! Da könnte er ja eine Probe nehmen und das mal genauer betrachten bzw. mit den Fingern prüfen. Wenn sich Kerzen draus machen lassen, dann ... ;)
Die Säuregabe ist Hammer. Dürfte die Aktivität der Hefen aber nicht ungünstig beeinflussen?
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Re: Weiße Hauzt/Gespinnst auf dem Met

Beitrag von Chesten » 13 Juni 2015 12:08

Ich kann mich da nur den Vorrendern anschießen wenn da so lange bei diesem Wetter nicht richtig gärt liegt ein massives Problem vor und jede Stunde wo es nicht besser wird mit der Gärung wird es schlimmer !

Ich glaube nicht das dein Met noch zu retten ist selbst wenn das weiße Zeug nur Wachs ist.
Was leider schief bei dir gelaufen ist wurde dir schon gesagt mach am besten einen neuen Ansatz und berichte und fleißig davon dann wird das schon was.

Ich sehe grad nicht ob das meine Vorrender schon getan haben aber ich lege dir die Hompage zu diesem Forum sehr an Herz :

http://fruchtweinkeller.de
Da steht alles was du wissen musst ist zwar am Anfang recht viel zum lesen abe es lohnt sich !

http://www.honigweinkeller.de/
Hier wird dann beschrieben wie du einen Guten Honigwein machst aber der Honigweinkeller baut auf dem Fruchtweinkeller auf.
"Die einzig stabile Währung ist die alkoholische Gärung" (Das Känguru-Manifest)

Hier findest du einen Anleitung wie man seinen ersten eigenen Wein herstellt:
http://www.forum.fruchtweinkeller.de/viewtopic.php?f=33&t=12175

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