Jostabeere und kein Ende in Sicht

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Kuli
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Jostabeere und kein Ende in Sicht

Beitrag von Kuli »

Einen schönen guten Sonntagmorgen,
habe am 25.6.20 Jostabeerwein angesetzt :)
Zuletzt habe ich am 27.7. für 2% Alk. Zucker hinzu gegeben. Den 2% Zuwachs habe ich am 21.8. mit nun 13% Alk. erreicht :engel: .
Am 7.9. habe ich 12% (mit zweimaliger Kontrolle) gemessen. Am 23.9. hatte ich wieder 13% Alk., der Wein schmeckte sehr trocken.
Heute ergab die Messung wieder 13% ( mit Kontrollmessung) und natürlich schmeckt er nach wie vor trocken. Der Wein sollte längst fertig sein jedoch gärt er nach wie vor.
Meine Idee ist, eine Undichtigkeit im Ballon; die ich nicht sehe :roll:

Habt Ihr eine Idee?
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Metinchen
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Re: Jostabeere und kein Ende in Sicht

Beitrag von Metinchen »

Hm?, dazu fällt mir nur ein; belüfte ihn mal (falls Du das noch nicht gemacht hast) und stelle den Ansatz dann mal muckelig warm. Vielleicht gehts dann mit den letzten paar Gramm Zucker etwas schneller.
Welche Hefe hast Du genommen? Josta hat bei mir noch nie rumgezickt.
Oder gärt da was anderes im Ballon?
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Kuli
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Re: Jostabeere und kein Ende in Sicht

Beitrag von Kuli »

Dankeschön Metinchen für die Antwort. Belüftet habe ich auch schon mehrmals ;). Schmecken tut der Jostabeerwein wie gewünscht nach Josta :P . Ich mache meine Weine alle mit Shiha3 Hefe. Diesmal war die Menge zu wenig für einen 20l Ballon, der 15l Ballon ist mit 14 l voll. Aber mehrmaliges tägliches Schütteln sollte auch da reichen. Der Ballon steht vor der Heizung.

Sonst noch eine Idee :?:
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Re: Jostabeere und kein Ende in Sicht

Beitrag von Fruchtweinkeller »

Ich hatte vor einigen Monaten einiges mit der Siha vergoren und hatte den subjektiven Eindruck dass die Ansätze nur schwer ein Ende gefunden haben: Zucker rein, der verschwand, die Alkoholmessung brachte keine höheren Werte. War mir dann wurscht weil ich eh filtere. Ich kann aber nicht sagen ob es wirklich an der Hefe liegt, aktuell habe ich ein ähnliches Phänomen mit einer Sherry-Hefe, die normalerweise brav ist.
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Kuli
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Re: Jostabeere und kein Ende in Sicht

Beitrag von Kuli »

Dankeschön Chef :D ,
ich vergäre seit 4 Jahren mit der Siha 3 ohne nennenswerter Probleme.

Nun aber der Josta, der seit nunmehr 4 Wochen bei 13% steht und wirklich trocken schmeckt :evil:
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Re: Jostabeere und kein Ende in Sicht

Beitrag von Fruchtweinkeller »

Es ist denkbar dass bei einigen Ansätzen einige suboptimale Faktoren zusammenkommen sodass dieses Problem entsteht, vielleicht mehr oder weniger unabhängig von der Heferasse. Leider kann man da nicht den Finger drauflegen.
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Re: Jostabeere und kein Ende in Sicht

Beitrag von Chesten »

Ich habe Siha 3 lange selbst verwendet. Immer ohne Probleme! Die hefe gärte sauber und schnell im Bereich von ca. 13-14 vol% durch. Es gab andere Gründe warum ich mich auf die Suche nach einer anderen Heferasse gemacht habe.
"Die einzig stabile Währung ist die alkoholische Gärung" (Das Känguru-Manifest)

Hier findest du einen Anleitung wie man seinen ersten eigenen Wein herstellt:
http://www.forum.fruchtweinkeller.de/viewtopic.php?f=33&t=12175
Kuli
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Re: Jostabeere und kein Ende in Sicht

Beitrag von Kuli »

Hallöchen und alles Gute und viiiiel Wein im Jahr 2021,

der besagte Jostaberwein hat noch lange rumgezickt, steht aber nun doch schon länger abgezogen im Keller. Nun beobachte ich seit vielleicht 2 Wochen, das das Gärröhrchen Unterdruck hat ; also das Wasser komplett auf der falschen Seite steht. Dieses Phänomen kenne ich noch nicht, es gab mal bei anderen Ballons bei Temperaturunterschieden eine kleine Verschiebung aber niemals so.
Gibt es dafü eine Erklärung?
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Josef
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Re: Jostabeere und kein Ende in Sicht

Beitrag von Josef »

Wieso, was soll da nicht in Ordnung sein?
Die Gärung war komplett beendet, also kann auch kein CO2 mehr entstehen. Dann hast du ihn in den kalten Keller gestellt. Das Volumen hat sich auf Grund des Temperaturunterschiedes zusammengezogen und zieht somit die Luft durch das Gärröhrchen nach innen. Also alles ganz normal. ;)
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Re: Jostabeere und kein Ende in Sicht

Beitrag von Fruchtweinkeller »

So isset. Eventuell wird auch Sauerstoff aus dem Leerraum von Resthefen gebunden. Das kann man getrost ignorieren (was soll man auch sonst machen? :mrgreen: )
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Re: Jostabeere und kein Ende in Sicht

Beitrag von Bahnwein »

Und nun ist Winter, im Keller wird es kühler, selber Effekt.
Kuli
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Re: Jostabeere und kein Ende in Sicht

Beitrag von Kuli »

:clap: Vielen Dank für die schnellen Antworten. Ich war irritiert, da ich dieses Phänomen in nunmehr 8 Jahren noch nie hatte :?
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