Praktikant braucht Hilfe

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Praktikant braucht Hilfe

Beitrag von Praktikant30 » 14 Januar 2020 14:46

Servus,

ich bin noch ein Frischling bzw Praktikant was Weinherstellung angeht. Ich habe sehr sehr vieles durch die Homepage erfahren und vieles verstanden.


Zuckerkonzentration sollte im Idealfall bei 25% liegen laut der Grafik, vor der Gärung. Genau hier habe ich mein Denkfehler. Wie komme ich jetzt auf diese 25%.

25% des Zuckers die ich benötige um mein 15%Alk zu bekommen?

Vielen Dank für eure Antworten und Bemühungen

Lg
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wickie
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Re: Praktikant braucht Hilfe

Beitrag von wickie » 14 Januar 2020 16:34

Wilkommen in unserem Forum. :D

Im Idealfall, kann man den Zucker vor der Gärung messen, aber das funktioniert in der Praxis nicht wirklich gut. Hier steht etwas über die Messung.
In den meisten Hobbyräumen wissen wir, wie wir uns den gesamtalkohol ausrechnen und dividiren einfach durch 4. Über den Zucker kannst du hier nachlesen.

Auf der Homepage sollte eigentlich alles stehen was du dazu wissem musst. Lies dir die Seite mal durch, da steht auch noch mehr.

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Fruchtweinkeller
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Re: Praktikant braucht Hilfe

Beitrag von Fruchtweinkeller » 14 Januar 2020 23:42

Faustregel: Keinesfalls mehr als 25% (weight per volume) Zucker Konzentration im Ansatz, also höchstens 2,5 kg auf 10 Liter. Noch besser und sicherer: Nicht mehr als 20%. Bei Hefen mit niedriger Alkoholtoleranz noch weniger.
90% of everything is crap... Except crap. 100% of crap is crap.
(Too much coffee man)

Am Rande des Wahnsinns hat man die beste Aussicht.

Sorry, aber ich antworte nicht auf PMs, die inhaltlich ins Forum gehören!

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Re: Praktikant braucht Hilfe

Beitrag von Praktikant30 » 15 Januar 2020 10:10

Perfekt jetzt habe ich es verstanden. Fur 4 Liter Saft darf höchsten mit der Zucker aus dem Saft, Total 1Kg Zucker für 25% Zuckerkonzentration. Oder auch 20%
Ich benutze Portweinhefe (Trocken)

Vielen Dank für die Antworten

Mit freundlichen Grüßen

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Re: Praktikant braucht Hilfe

Beitrag von Moneysac » 16 Januar 2020 19:33

Du kannst ja jederzeit Nachzuckern. Im Zweifel gibst du daher lieber weniger hinzu. Die Gerätschaften zum Messen des Zuckers sind leider für Traubensaft ausgelegt. Je nach Wein gibt es hier sehr große Abweichungen. Du solltest dich daher auf diese Messgeräte bei Fruchtwein nicht verlassen.

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wickie
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Re: Praktikant braucht Hilfe

Beitrag von wickie » 17 Januar 2020 08:42

@Moneysac es stimmt schon, das die Messgeräte Mist sind, aber wenn ich hier mal den Chef zitieren darf: "schlecht gemessen ist besser als gut geschätzt". ^_^

Natürlich darf man sich auf seine eigenen Messungen nicht wirklich trauen, aber wir haben alle kein Labor zu hause um eine Präzise messung zu machen und im Hobbybereich reicht mir das.
Ich messe auch immer vor dem vergären die Öchsle von meinem fruchtsaft, um abzuschätzen wie viel Zucker ich fur den Start brauche. Später entscheidet eh der Alkoholwert aus dem Vinometer wieviel Zucker noch dazu kommt.

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Re: Praktikant braucht Hilfe

Beitrag von Praktikant30 » 17 Januar 2020 17:59

Danke für euren Antworten. Ich habe jetzt 4.5 Liter Saft angesetzt. Hefe vorher rehydriert. Zucker habe ich erst einmal nicht verwendet. Es müssten laut Verpackung und Umrechnung 440g Zucker enthalten sein im Saft. Soll erst einmal anfangen zu gären. Danach werde ich es nach 2 bis 3 Tagen mal schmecken und zum erstenmal nachzuckern.

Lg
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Re: Praktikant braucht Hilfe

Beitrag von Praktikant30 » 17 Januar 2020 22:37

Nach gut 60Min hat es angefangen zu gären. Nach 4 Std hat sich wie auf dem Bildern zu sehen eine Schicht gebildet. Ist das normal liebe Gemeinde?

4 gr. Hefe Rehydriert mit Nähersalz..
3,750L Saft mit 0,750L Apfelsaft (Naturtrüb)
Ich habe fürs erste kein Zucker hinzugefügt weil mein Saftmischung von sich aus 440 gr. Zucker hat.


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Re: Praktikant braucht Hilfe

Beitrag von Bahnwein » 17 Januar 2020 23:03

Da die Gärung so schnell gestartet ist, kann nichts schief gegangen sein. Ich weiß ja nicht, was für einen Saft du genutzt hast, für mich sieht es danach aus, das die Trübstoffe sich mit dem ausgasenden CO2 als Auftriebshilfe oben sammeln. Ganz normal.

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Re: Praktikant braucht Hilfe

Beitrag von Moneysac » 17 Januar 2020 23:23

wickie hat geschrieben:
17 Januar 2020 08:42
Ich messe auch immer vor dem vergären die Öchsle von meinem fruchtsaft, um abzuschätzen wie viel Zucker ich fur den Start brauche.
Ich nehme an du nimmst hierfür eine Oechslewaage? Ich bin da sehr vorsichtig geworden. Die Tabelle (https://fruchtweinkeller.de/Wine/oechsle.html) ist für Traubensaft ausgelegt und die Abweichungen sind leider sehr deutlich. Auf der Seite wird bei Anwendung auf Fruchtwein zurecht gewarnt. Meinen letzten Wein hab ich mit 50° Oe gemessen und als der Zucker verbraucht war, waren es ca. 10% Alkohol. Schaut man sich die Tabelle an, hätten es eigentlich nur ca. 6% Vol. sein sollen. Was funktioniert ist, wenn man vergangene Werte eines Weins hat. Mit diesen klappt es dann ganz gut.

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Re: Praktikant braucht Hilfe

Beitrag von Praktikant30 » 17 Januar 2020 23:31

Bahnwein hat geschrieben:
17 Januar 2020 23:03
Da die Gärung so schnell gestartet ist, kann nichts schief gegangen sein. Ich weiß ja nicht, was für einen Saft du genutzt hast, für mich sieht es danach aus, das die Trübstoffe sich mit dem ausgasenden CO2 als Auftriebshilfe oben sammeln. Ganz normal.
Habe mit mein Kumpel vor 2 Monaten den selben Wein hergestellt. Da ich gelesen habe das Trübstoffe für die Gärung besser sein soll, habe ich dieses mal Apfelsaft(Naturtrub) beigemischt.

Mit euch an meiner Seite wird das schon klappen. Gefällt mir wirklich sehr gut was hier alles geleistet wird. Schön zu wissen das man hier geholfen wird. Danke für die Antworten
Lg
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Re: Praktikant braucht Hilfe

Beitrag von wickie » 18 Januar 2020 18:49

@Moneysac nein, ich benutze ein Refraktormeter und um erlich zu sein, ist es nicht so wichtig wie viel Zucker ein Saft hat, aber ich habe einen wein auch schon mal überzuckert, von daher messe ich lieber vorher. Eine Grobe schätzung reicht doch schon, oder? :lol:

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