Projekt: Apfelsekt nach der klassischen Methode

Bahnwein
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Re: Projekt: Apfelsekt nach der klassischen Methode

Beitrag von Bahnwein » 22 Februar 2018 09:32

Ich habe, in Ermangelung eines Gefrierschrankes, damals die Methode mit Schnee und Salz genutzt. Salz in eine große Schüssel voll Schnee eingerührt, dann fiel die Temperatur bei mir auf -13°C ab, dort die Flaschen mit dem Hals hinein gesteckt, gewartet bis die Flüssigkeit im unteren Halsbereich eingefroren ist und dann degorgiert.
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Re: Projekt: Apfelsekt nach der klassischen Methode

Beitrag von 420 » 22 Februar 2018 21:59

Bahnwein hat geschrieben: Ich habe, in Ermangelung eines Gefrierschrankes, damals die Methode mit Schnee und Salz genutzt. Salz in eine große Schüssel voll Schnee eingerührt, dann fiel die Temperatur bei mir auf -13°C ab, dort die Flaschen mit dem Hals hinein gesteckt, gewartet bis die Flüssigkeit im unteren Halsbereich eingefroren ist und dann degorgiert.
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Die Methode geht natürlich auch. Aber wir haben jetzt kaum noch Schnee. :pfeif: ;)

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Re: Projekt: Apfelsekt nach der klassischen Methode

Beitrag von Bahnwein » 23 Februar 2018 06:00

Ok :mrgreen: , hier hat es noch mehr als genug.

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Re: Projekt: Apfelsekt nach der klassischen Methode

Beitrag von Josef » 28 Februar 2018 21:45

So dann will ich mich hier auch mal einklinken.
Mein erster Sektversuch hängt gerade am degorgieren. (Wie man in einem anderen Thread ja lesen konnte) Verwendet habe ich auch Sektkorken. Da ich keinen Verkorker für Kronkorken besitze war das für mich eine denkbare Alternative.
Nach mehreren (Fehl) Versuchen muss ich sagen, auch diese Variante funktioniert. Es ist nur eine Frage der Technik. Ich bin mit folgender Vorgehensweise bisher am besten zufrieden:

- Den Sekt für ca. eine Stunde kopfüber (wie auch sonst) in die Gefriertruhe. Man muss sehen wenn sich am Flaschenhals ein kleiner Eispfropfen gebildet hat. Da die Flasche dort am dünnsten ist, friert diese Stelle auch am ersten ein. Bleibt die Flasche zu lange in der Truhe, bildet sich zuviel Eis in der Flasche und das kann beim Öffnen zum Verhängnis werden. :pfeif:
- Dann den Drahtbügel entfernen.
- Jetzt den Korken langsam herausdrehen, als wollte man eine normale Sektflasche öffnen, ohne den Korken knallen zu lassen. Die Flasche ist zu diesem Zeitpunkt unter ca. 45° nach oben gerichtet, nicht mit dem Flaschenhals nach unten.
- Hier ist der kritischte Moment beim degorgieren. Der Sekt hat enormen Druck aufgebaut, der sich sehr gerne explosionsartig entladen möchte. Jetzt gilt es, den Korken trotz des enormen Drucks fest in der Hand zu halten und die Kohlensäure nur sehr langsam entweichen zu lassen. (sehr langsam, ganz wichtig)
- Ist das geschafft, hängt die meiste Hefe am bzw. im Korken und der Rest wird automatisch mit ein wenig Schaum herausgespült.
- Beherrscht man die Methode richtig, hat man so wenig Verlust, das man nicht nachfüllen muss und man kann die Flasche direkt wieder mit einem neuen Korken verschließen.
Viel Spass beim nachmachen und bitte ein Video von den ersten Versuchen. :mrgreen: Wenns funktioniert ist ein Video langweilig. ?-?

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Re: Projekt: Apfelsekt nach der klassischen Methode

Beitrag von 420 » 28 Februar 2018 22:16

Danke Dir Josef für Deine Vorgehensweise.
Josef hat geschrieben: ....Viel Spass beim nachmachen und bitte ein Video von den ersten Versuchen. :mrgreen: Wenns funktioniert ist ein Video langweilig. ?-?
Dann darf ich da ja kein Video mehr machen, da ich es ja schon mal praktiziert habe. :D :D

Dennoch steht ja noch die Lagerung, Rüttelbrett und Degorgieren aus.

Bis dahin
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Re: Projekt: Apfelsekt nach der klassischen Methode

Beitrag von 420 » 30 März 2018 20:08

Josef hat geschrieben: ....Ich bin mit folgender Vorgehensweise bisher am besten zufrieden:

- Den Sekt für ca. eine Stunde kopfüber (wie auch sonst) in die Gefriertruhe. Man muss sehen wenn sich am Flaschenhals ein kleiner Eispfropfen gebildet hat. Da die Flasche dort am dünnsten ist, friert diese Stelle auch am ersten ein. Bleibt die Flasche zu lange in der Truhe, bildet sich zuviel Eis in der Flasche und das kann beim Öffnen zum Verhängnis werden. :pfeif:
- Dann den Drahtbügel entfernen.
- Jetzt den Korken langsam herausdrehen, als wollte man eine normale Sektflasche öffnen, ohne den Korken knallen zu lassen. Die Flasche ist zu diesem Zeitpunkt unter ca. 45° nach oben gerichtet, nicht mit dem Flaschenhals nach unten.
- Hier ist der kritischte Moment beim degorgieren. Der Sekt hat enormen Druck aufgebaut, der sich sehr gerne explosionsartig entladen möchte. Jetzt gilt es, den Korken trotz des enormen Drucks fest in der Hand zu halten und die Kohlensäure nur sehr langsam entweichen zu lassen. (sehr langsam, ganz wichtig)
- Ist das geschafft, hängt die meiste Hefe am bzw. im Korken und der Rest wird automatisch mit ein wenig Schaum herausgespült.
- Beherrscht man die Methode richtig, hat man so wenig Verlust, das man nicht nachfüllen muss und man kann die Flasche direkt wieder mit einem neuen Korken verschließen.
Viel Spass beim nachmachen und bitte ein Video von den ersten Versuchen. :mrgreen: Wenns funktioniert ist ein Video langweilig. ?-?
Hallo Josef,

meine Vorgehensweise war ja sehr ähnlich. Der Unterschied lag bei mir darin, dass der Flaschenhals nicht ca. 45 Grad nach oben zeigte, sondern etwas mehr Richtung wagerecht ging.

Heute habe ich es mal nach Deiner Art getestet. Am 7.1.2016 wurde vom Apfelwein 2015 testhalber 8 Flaschen angesetzt. Im Mai 2017 wurden 4 Flaschen degorgiert. Ergebnis sehr, sehr lecker. Heute nun die letzten 4 Flaschen. Somit lag der Schaumwein gute 24 Monate auf der Hefe.

Ergebnis: Deine Vorgehensweise funktioniert gut und ergibt weniger Verluste als meine alte Variante. Nur immer klppt es nicht, da auch mal ein Stopfen nicht zu halten ist. Danke Dir für den Tipp.

Geschmacksergebnis kommt erst Ende April. Bis dahin ruht der Sekt noch, da ich im Augenblick keinen Alkohol trinke (Leberaufbauphase). :D :D

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Re: Projekt: Apfelsekt nach der klassischen Methode

Beitrag von 420 » 01 April 2018 16:14

Flaschen rütteln, so mache ich es. Hier eine kleine Demonstraton.

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Re: Projekt: Apfelsekt nach der klassischen Methode

Beitrag von Josef » 03 April 2018 21:54

Das Rüttelbrett hatte ich mir selbst gebaut. Man kann die Flaschen nur in zwei Stellungen einlegen. Einmal zum gären und ein mal zum klären.
Besser wären wahrscheinlich mehrere Stellungen der Flaschen zum Rütteln, aber es hat auch so funktioniert.

Hier mal ein paar Bilder von der Konstruktionszeichnung bis zum fertigen Rüttelbrett.
Bei den Fotos liegen die unteren Flaschen so wie bei der Gärung, die obere wie bei der Klärung.



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