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Beitrag von micchus » 16 August 2008 09:44

Hallo!

So... es hat sich wieder Schaum gebildet und es blubbert auch wieder (gemächlich). :D
Hab mir so eine Art Weinheber aus einem Stück starren Plastikröhrchen und einem etwa 2m langen Silikonschläuchen aus dem Zooladen gebastelt. Der Verkäufer meinte, dass Equipment für Aquarien immer auch lebensmittelecht seien. Leuchtet irgendwie ein. Aber wie reinige ich sowas vernünftig? Können da, wenn ich das öfter benutze nicht Keime in den Ansatz gelangen? :schlecht:


Übrigens: Danke für die Antworten! Falls ihr noch weitere Tipps zur weiteren Vorgehensweise habt... schreibt sie ruhig! ?-|

[Dieser Beitrag wurde am 16.08.2008 - 09:45 von micchus aktualisiert]

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Beitrag von Fruchtweinkeller » 16 August 2008 10:08

Grundsätzlich hat der Verkäufer nicht Unrecht, er bedenkt aber nicht dass Lebensmittel und vor allem ein Wein um einiges aggressiver sein können als Aquariumwasser. Schließlich hat ein einen sehr niedrigen pH und enthält eine nicht unerhebliche Menge Lösungsmittel. Deswegen wäre ich vorsichtig.

Die Reinigung ist sehr wichtig. Wenn man einen Weinheber benutzt hat und ihn mutwillig nicht richtig sauber macht kann es sein dass die Restflüssigkeit, die am Boden des Kunststoffrohrs stehen bleibt, sehr schnell einen Essigstich bekommt. Wir spülen mit ein wenig Isopropanol nach, dadurch wird das Restwasser verdrängt und das Isoprop dampft schnell rückstandslos ab.
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Beitrag von micchus » 16 August 2008 22:58

Fruchtweinkeller hat geschrieben: Die Reinigung ist sehr wichtig. Wenn man einen Weinheber benutzt hat und ihn mutwillig nicht richtig sauber macht kann es sein dass die Restflüssigkeit, die am Boden des Kunststoffrohrs stehen bleibt, sehr schnell einen Essigstich bekommt. Wir spülen mit ein wenig Isopropanol nach, dadurch wird das Restwasser verdrängt und das Isoprop dampft schnell rückstandslos ab.
Oh nein!

Habe meinen Selfmadeheber jetzt nicht vorher mit Isoprop gereinigt... Kann ich mir dadurch jetzt den ganzen Wein verdorben haben?
Außerdem musste ich ja auch kurz den Gäraufsatz entfernen, um an den Wein zu kommen. Gerät dann nicht zu viel O2 an den Ansatz?
Nun er blubbert, aber das Warten soll nachher auch belohnt sein... :|

[Dieser Beitrag wurde am 16.08.2008 - 23:04 von micchus aktualisiert]

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Beitrag von LandyAli » 16 August 2008 23:04

Du hast ja sicher mit heißem Wasser deinen Heber gereinigt vor dem Einsatz, dann ist es kein Problem.
Solange der Ansatz gärt schadet ein bisschen Luft nichts.

Gruß Albert
Wahrscheinlich ist höchstwahrscheinlich genauso unwahrscheinlich wie wahrscheinlich.

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Beitrag von micchus » 16 August 2008 23:11

Hallo!

Naja... sagen wir es war eher warmes Wasser... sonst auch nichts Weiteres... Spüli oder so hätte doch bestimmt noch mehr Schaden angerichtet, oder??

Oh Mann: Wir Anfänger haben/machen Sorgen, was... :)

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Beitrag von LandyAli » 16 August 2008 23:19

Da du den Heber erst gebastelt hattest und wahrscheinlich zum ersten Mal benutzt hast, reicht auch warmes Wasser. Spüli wird nicht eingesetzt!

Gruß Albert
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Beitrag von micchus » 16 August 2008 23:22

Danke Albert!

Da kann ich ja dann doch ruhig schlafen ;)

Gruß
Michael.

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Beitrag von LandyAli » 16 August 2008 23:29

Bitte, gern geschehen! Ruhig Schlafen tue ich auch wenn alles passt. :D

Gruß Albert
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Beitrag von micchus » 25 August 2008 13:42

Hallo Ihr Weinprofis!

Oh je! Jetzt werde ich wohl langsam ungeduldig... Hab etwa eine Woche nicht mehr nachgezuckert. Gestern aber gekostet.

- der schmeckt immer noch perlig.
- Alkohol hab ich jetzt nicht getestet, aber man schmeckt ihn sehr gut durch.
- die dicke Schaumkrone hat sich am Boden abgesetzt und wenn ich nicht schüttel, ist da auch ein weißer Belag drauf... schätze mal Hefe.
- klar ist der Wein aber nicht. Eher homogen tomatenrot und trüb.
- etwas bitter im Geschmack (was bedeutet das?), trocken, Restsüße ist vorhanden. Nicht unbedingt sauer.

Habe heute Kaliumdisulfit bekommen. Soll ich schon ans Schwefeln denken um die Gärung, zu stoppen und die Klärung einzuleiten? Oder sollte ich doch noch besser warten? Wie lange dauert das denn noch, so in etwa? Wie messe ich denn nur 0.25g Schwefelpulver ab, falls ich doch schon schwefeln sollte? Meine Waage misst erst ab 1g. Oder kann ich grob eine Messerspitze auf die 4 Liter geben? Kann ich das Kaliumdisulfitpulver in der offenen Tüte belassen, oder muss es luftdicht verschlossen werden?

Tut mir echt Leid, euch Löcher in den Bauch zu fragen, aber ich kann noch nicht ganz einschätzen, ob das Gärende erreicht ist... der blubbt ja noch ein wenig, aber vielleicht kommt das ja auch vom Säureabbau.

viele Grüße
Michael.

[Dieser Beitrag wurde am 25.08.2008 - 15:04 von micchus aktualisiert]

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Beitrag von JasonOgg » 25 August 2008 15:46

Wenn ich die Geschmacksrichtung 'perlig' richtig deute, dann produziert er immer noch CO2, also gärt noch.

Über die Schichten mach Dir mal keine Gedanken, zuerst sinken die schwereren Bröckchen, dann die leichteren ab, später kann dann auch noch die Hefe obendrauf sein. Bei meiner Stachelbeere habe ich sogar 3 Schichten, wenn ich richtig hingucke, obwohl der noch ordentlich gärt UND täglich geschüttelt wird.

Ich habe keine Ahnung, wie das mit Trübstoffen bei Melone aussieht. Meine Holunderblüte schäumt immer heftig, wenn ich sie nochmal ordentlich aufschüttel, obwohl die schon lange durch sein sollte. Da sammelt sich wohl alles im Bodensatz (Pollen?)

Solange noch CO2 entsteht, also das Gärröhrchen sich füllt, dann betrachte ich die Gärung noch nicht als abgeschlossen. Flaschenbomben will ich nicht.
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Beitrag von Fruchtweinkeller » 25 August 2008 15:59

Sehe ich auch so. Da tut sich noch etwas. Drei Dinge möchte ich nochmal betonen: Schwefelung beendet keine Gärung. Und hoffentlich hast du keinen mit CO2-Entwicklung verbundenen Säureabbau... Das gibt nämlich ruck-zuck Weinfehler erster Güte :schlecht: Und drittens: Wenn deine Waage auf 1 g genau ist bedeutet dass einen möglichen Fehler von 100% beim Abwiegen. Also ist die Waage schlicht und ergreifend ungeeignet. Du kannst dir höchstens eine höher konzentrierte Lösung herstellen und davon eine Menge, die den gebrauchten 0,4 g Schwefel entsprechen, abmessen und verwenden; Rest verwerfen.
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Beitrag von Bacchus86 » 25 August 2008 16:08

Ich würde an Deiner Stelle noch etwas mehr Zucker hinzugeben. Nimm ruhig 100Gram erst Mal und schau was passiert. Du sagtest ja bereits dass er trocken ist und zum Schluss sollte man sowieso eine gewisse Restsüße einstellen.
Der Met ist ein ganz posierliches Tierchen, der vor allem nachts und bei größeren Menschenmengen in Erscheinung tritt. Sein Paarungsverhalten ist ein großes, noch kaum erforschtes Phänomen...

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