Zuckerzugabe Menge

sea-spin
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Re: Zuckerzugabe Menge

Beitrag von sea-spin » 04 November 2018 16:01

Hallo,

so nun gärt mein Apfelwein seit dem 18.09.2018, das sind nun fast 7 Wochen.

ich hatte damals ausgerechnet, dass die Hefe ca. 6240 gr. Zucker benötigt, mein Apfelsaft hatte von selber ca. 2238 gr. Zucker.

Also müsste ich 4 kg hinzugeben. Ich bin jetzt aber schon bei 4,5 Kg Zuckerzugabe.

Wenn das Vinometer korrekt funktioniert und ich damit richtig umgehe, habe ich bereits einen Alkoholgehalt von 16 %. Benutzt habe ich eine Sherry Hefe (15%)

Der Wein ist sehr bitter, überhaupt nicht süß. Es blubbert aber noch regelmäßig.

Habe ich etwas falsch bemacht, dass der Wein bitter schmeckt? Oder einfach ordentlich nachzuckern und weiter stehen lassen?

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Re: Zuckerzugabe Menge

Beitrag von 420 » 04 November 2018 19:36

Soweit die Nachzuckermethode anwenden, bis er nicht mehr blubbert.

Danach würde ich mit einem halben Liter die Zuckerzugabe vorab testen. Die Zuckerzugabe danach auf die Gesamtmenge berechnen und etwas weniger hinzugeben. Denn was im Wein ist, bleibt.
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Re: Zuckerzugabe Menge

Beitrag von sea-spin » 04 November 2018 19:43

Und das er bitter schmeckt ist normal?

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Re: Zuckerzugabe Menge

Beitrag von 420 » 04 November 2018 21:20

Im jetzigen Stadium während der Gärung ohne Restzucker kann das immer sein. Säure hast Du gemessen oder?
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Re: Zuckerzugabe Menge

Beitrag von Fruchtweinkeller » 04 November 2018 21:49

Wie wurde der Saft gewonnen?
Für manche schmeckt Alkohol schlicht und ergreifend bitter, siehe
https://www.wissenschaft.de/umwelt-natu ... geschmack/
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Re: Zuckerzugabe Menge

Beitrag von Igzorn » 05 November 2018 00:03

Aber abgesehen davon schmeckt er nicht bitter. Also entweder bist Du nicht normal oder Dein Wein. Wenn Dich das umtreibt, dann nimm eine Probe und mische sie mit Zucker. Verschwindet der unangenehme Geschmack oder tritt in den Hintergrund ist das ein normaler Wein und Ydir fehlt die Erfahrung dies einzuschätzen.
In jedem Fall solltest Du bis zum Ende vergären. Schlechter Geschmack kann sich verflüchtigen.
Ist das Trinkgefäß erst leer, macht es keine Freude mehr. ... Rechtschreibfehler kommen alle durch dem Handy...

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Re: Zuckerzugabe Menge

Beitrag von sea-spin » 18 November 2018 16:54

So, 10 Tage später.... ich denke ich habe das Endstadium erreicht. Der Wein schmeckt nun schon lieblich (laut meiner Frau) und sollte so bleiben bzw. eingestellt werden. Wieviel Zucker muss ich dann auf 20 Liter dazu geben, um den Süße Verlust entgegenzugehen?

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Re: Zuckerzugabe Menge

Beitrag von 420 » 18 November 2018 21:24

Der Wein mundet jetzt richtig. Ist er seit guten 14 Tagen so stabil, dass die Süße nicht nachläst?

Wenn ja, gärt er auch nicht mehr. Dann schwefeln, kühl stellen, nach spätestens 14 Tagen von der Hefe abziehen und spundvoll lagern. Nach 2-3 Monaten geht es dann so langsam weiter.

Süßkraftverlust von Kristallzucker ist ca. 33 Prozent, soweit ich mich erinnere. Kannst Du im Thema Zucker auf der HP-Seite auch lesen. Ob das immer so eintrifft, kann man nicht unbedingt sagen. Wenn Du Fructose verwendest, hast Du keinen Süßkraftverlust.

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Re: Zuckerzugabe Menge

Beitrag von sea-spin » 19 November 2018 06:28

OK, were dann noch mal nachlesen.....

Eine Frage zu SPUNDVOLL lagnern. Momentan benutze ich ein 30 Liter Gärfass. Um Spundvoll lagern zu können, müsste ich mit ein 20 Liter Gärbehälter kaufen. Oder kann ich es auch in normalen Getränkekanistern lagern? Davon habe ich 2 Kanister von 10 Liter. Muss noch ein Spundventil drauf, oder kann ich einen Schraubverschluss nehmen und alle paar Tage mal eine Druckkontrolle machen, um zu prüfen ob doch noch Kohlensäure entsteht. Und falls nein, kann ich es dann dauerhaft verschließen?

Und noch eine Frgae zur Menge... ich habe ja 20 Liter angesetzt und ein paar Kilo Zucker hinzugegeben, nun macht die Hefe ja auch 2 gr. Zucker ein Gramm Alkohol und ein Gramm CO2. Also bleibt es doch bei 20 Liter, wenn ich die Hefe abziehe, oder?

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Re: Zuckerzugabe Menge

Beitrag von 420 » 19 November 2018 19:06

Hi,

Spundventil ist doch nur für Überdruck oder? Beim Klären könnte auch Unterdruck durch Wärmeverlust auftreten. Wie reagiert ein Spundventil darauf? Da kann ich nichts zu sagen.

Oder meinst Du als Spundventil den Gärverschluss?

Schraubverschluss und diesen etwas lose lassen ist auch nicht gut. Auch alle 3 Tage kontrollieren sehe ich als nicht praktikabel, da die Klärung oft Monate dauert. Wenn der Schraubverschluss lose ist, wäre ein dauernder Sauerstoffeintrag die Folge - auch nicht gut.

Man kann natürlich 2 Kanister mit Gärröhrchen versehen. Aber geringe Mengen klären bei mir lieber in Glas. Ab 60 Liter nehme ich Kunststoff. Da steht die Menge Wein zur Kunststoffoberfläche nicht in einem so großen Verhältnis, wie bei kleinen Behältern.

Schaue doch einfach mal bei den Kleinanzeigen. Oft sind dort günstig Bauchflaschen zu erwerben. Und wenn es wirklich nicht anders sein soll, kläre in Kunststoff. Nur lebensmittelecht sollte es auf jeden Fall sein.

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Re: Zuckerzugabe Menge

Beitrag von sea-spin » 20 November 2018 08:43

mit dem Spundventil war ich gerade beim Bierbrauen... Sorry

Ich meinte natürlich einen Gärverschluss.

Dann besoorge ich mir einen 20 Liter Glasballon...

Aber noch mal eine andere Frage. Ich habe am Sontag noch mal 50 gr Zucker hinzugetan und es fing wieder an zu blubbern.

Kann es sich dann um eine Fehlgärung handeln?

Ich habe mir Blaulauge bestellt... welchen Wert sollte ich vor dem Schwefeln haben?

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Re: Zuckerzugabe Menge

Beitrag von 420 » 20 November 2018 20:50

Wenn Du Zucker zugibst, schäumt es oft. Der Grund ist, dass CO2 entweicht. Das könnte es sein.

Beispiel: Wenn der Weinling bei 11 % liegt und der Gärbehälter relativ voll ist, darfst Du den Zucker nur langsam zugeben, weil es sonst überschäumen kann.

Gärballon: Da kann man bei den Kleinanzeigen auch viel Glück haben.

Säure: Messen und das Thema Säure auf der homepage lesen. Meine Weine liegen oft bi 7,5 g/l
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