Der erste Mos(ch)t

sporty
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Re: Der erste Mos(ch)t

Beitrag von sporty » 23 Oktober 2014 14:38

Alles klar. Besten Dank! Das ist doch mal eine top Antwort-Visit-Rate hier! Dann schauen wir mal, was das gibt. Bei weiteren Fragen melde ich mich erneut hier.

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Re: Der erste Mos(ch)t

Beitrag von sporty » 25 Oktober 2014 10:47

So, nach 2,5 Tagen passiert immer noch nicht viel. Einmal die Minute kommt da vielleicht schon ein 4er Schwall von Blasen durch den Gärspund. Sollte ich mir Gedanken machen, irgendwas zu unternehmen, oder soll ich einfach warten? Der Raum riecht mittlerweile ein bisschen nach Wein ;)

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Re: Der erste Mos(ch)t

Beitrag von Neugierer » 25 Oktober 2014 12:42

Hallo !
Chesten hat geschrieben:Verstehe ich das richtig das du eine Spontangärung machen willst ?
Ein große Fehler wäre wenn man keine Reinzuchthefe verwendet dann, ist es ein reines Glückspiel ob der Wein was wird oder vergammelt.
Da du nie genau weißt welche Hefen sich auf den Äpfeln befinden und ob diese in ausreichender Menge vorhanden sind.
Das ist FALSCH !

Apfel- und Birnenmost kann man bedenkenlos Spontan Vergären,
wird unter Apfelweinfreunden gerne als "Frankfurter Ton" bezeichnet.

Mein Großvater vergärte und einige meiner Bekannten vergären heute,
Äpfel ausschließlich SPONTAN, diese werden IMMER gut.


Gruß
neugierer ....
.... macht sich nächste WE ans mosten, auch wenn die Bohnäppel noch keinen Frost hatten
viele andere Sorten verlieren aber schon fleisig Ihre Früchte.
Gruß, Neugierer ...

Lecker Honig, lecker Wein .... so soll es sein !

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Re: Der erste Mos(ch)t

Beitrag von sporty » 25 Oktober 2014 13:48

Ok, gut zu wissen, aber was ist nun mit meinem Ansatz? Hab ich da nicht Zeitdruck bzgl. Fäulnis? Und wenn das nur so schleppend geht, wie bemerke ich dann rechtezeitig wann schluss ist, nur den Alkoholgehalt?

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Re: Der erste Mos(ch)t

Beitrag von Neugierer » 25 Oktober 2014 14:50

Hallo !

2,5 Tage ist kein Problem ....
.... das ist alles eine Temperatursache.

Bei höheren (optimalen) Temperaturen gärt es schneller,
aber auch sonstige Problemmacher vermehren sich optimal.

Bei kühleren Temperaturen ist beides Langsammer.

Keine Panik - schau nur das Dein Behälter nicht zu voll ist
und es auch einen entsprechenden Steigraum hat, dann wird das schon,
Apfel & Birne ist da absolut Problemlos.

Gruß
neugierer ...
.... freut sich auch schon auf den süffigen Süßmost
(ca. erste bis zweite Woche nach Gärbeginn in meinem Keller).
Gruß, Neugierer ...

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Re: Der erste Mos(ch)t

Beitrag von Nathea » 25 Oktober 2014 16:00

Nur eine kleine Anmerkung von einer früheren "Nicht-Apfelwein-Trinkerin":

Mir war aus früheren Zeiten stets der "Frankfurter Ton" beim Apfelwein bekannt und, ehrlich gestanden, sehr schlecht gelitten. Ich habe mich damit niemals anfreunden können und Apfelwein stets, des für mich "muffigen" Geschmacks wegen, vermieden.

Erst bei der ersten Fruchtweintagung habe ich mich überreden lassen, einen Apfelwein zu verkosten, der mit Reinzuchthefe erzeugt worden ist. Seither weiss ich: Apfelwein, der auf diese Weise vergoren wurde, schmeckt selbst mir wirklich gut.

Ob mit oder ohne Reinzuchthefe könnte also unter Umständen nicht eine Sache des "Machbaren", wohl aber des Geschmacks sein ;-)

Viele Grüße,
Sylvia

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Re: Der erste Mos(ch)t

Beitrag von fibroin » 25 Oktober 2014 16:58

Spontan oder Reinzucht, das ist doch die ständige endlose Diskussion. :(

Ich bleibe dabei, wenn du sicher bist, dass genug Hefen in der Luft sind, die deinen Wein vernünftig vergären können, gär spontan, sonst nimm Reinzucht. ;)
Wenn du dich wohlfühlst, mache dir keine Sorgen. Das geht wieder vorbei.

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Re: Der erste Mos(ch)t

Beitrag von sporty » 25 Oktober 2014 17:33

In Ordnung, vielen Dank für eure Antworten.

Im Gärspund ist übrigens Wasser drin, i.d. Anleitung vom Fruchtweinkeller stand nichts gegenteiliges, ist das ok so?

Ich könnte aber auch problemlos nach der gärung eine hälfte als Most nehmen und die andere Hälfte nachzuckern und dann Wein daraus machen, korrekt?

Viele Grüße

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Re: Der erste Mos(ch)t

Beitrag von Fruchtweinkeller » 25 Oktober 2014 18:32

Wasser ist iO.

Du kannst den Ansatz teilen. Du musst dir aber bewusst sein dass du mit Steinberg eine "Zickenhefe" verwendest hast: Wenn du einen Wein mit Restsüße haben willst musst du dir überlegen wie du Nachgärungen verhinderst (Nachzuckermethode ist hier nicht sicher).
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Re: Der erste Mos(ch)t

Beitrag von sporty » 25 Oktober 2014 19:25

Hallo, da ich von Wein keine Ahnung habe, hätte ich einfach mal das probiert, was möglich ist. Hätte ich besser die "andere" Hefe genommen? Komme gerade nicht auf den Namen.

Heute riecht das, was aus dem Gärspund kommt schon wieder etwas stärker als gestern, "weiniger" würde ich sagen. Bin gespannt :)

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Re: Der erste Mos(ch)t

Beitrag von Fruchtweinkeller » 25 Oktober 2014 19:30

Wie du Nachgärungen verhindern kannst steht auf der HP im Kapitel "Zucker".

Um die "Nachzuckermethode" erfolgreich und sicher anwenden zu können brauchst du eine beliebige Reinzuchthefe mit einer hohen Alkoholtoleranz (um 15%)
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Re: Der erste Mos(ch)t

Beitrag von sporty » 25 Oktober 2014 19:51

Na dann würde ich sagen, dass ich es erstmal mit dem Moscht versuche und wenn der gut ist, ist im nächsten Jahr mal Wein dran.

Habe da noch eine Detailfrage: Im Ratgeber steht, dass man nach der Gärung die Lagertemperatur "kühl" halten soll bevor man den Most von der Hefe abzieht. Bezieht sich das auf einen Zeitraum von ca. einem Tag oder wie darf ich mir das vorstellen? Habe ja keine Ahnung wie "fragil" das ganze bei Raumtemperatur so ist.

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