rote Stachelbeeren Weinansatz

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Pflaumen-august
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rote Stachelbeeren Weinansatz

Beitrag von Pflaumen-august » 01 Juli 2018 11:30

Hallo liebe Hobbywinzer,

Dieses Jahr gibt es bei mir etliche Stachelbeeren, schätze mal dass bestimmt 15Kg zusammen kommen, dass sich ein Ansatz lohnt.


Ist mein 1. Versuch und deshalb ein paar öffentliche Gedanken zu meinem Vorhaben.

das eine Bäumchen gab einen 10l Eimer Beeren frei, diese sind sehr süß und geschmacklich weitaus intensiver als die grünen...von denen kämen dann nochmals 2 Eimer

nun überlege ich, die beiden Sorten zu mixen, weil die grünen nicht so süß sind..sonst müßte ich noch bestimmt Milchsäure hinzufügen :hmm: , hab aber nur noch ein 30L Maischefass und das wird vielleicht etwas eng mit dem Steigraum oder ?

oder die grünen einfrieren für später ? könnte man die nicht auch noch 2-3 Tage später dazu geben..?

wären 2L Wasser, so 18g Antigel und 500g Zucker für den Start erstmal ok bei 7kg Früchten ? :hmm:

und die Hefe natürlich

Igzorn
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Re: rote Stachelbeeren Weinansatz

Beitrag von Igzorn » 01 Juli 2018 12:36

Da Du noch etwas Zeit hast, Kauf Dir ein zweites Fass. :mrgreen:

Gibt es beim Antigel Mengenbeschreibungen? Ich mach das immer so wie es gut aussieht. :oops:

Hefe... Gärstarter ... Gerade wenn Du noch Zeit hast.

Wasser... Hängt von den Früchten ab. Bei einer Maischegärung ändert sich die Säure über die nächsten Tage noch. Also versuch den Ansatz mit etwas Wasser zu starten, so dass alles gut schwimmt, aber nicht zu dünn ist. Nach ein paar Tagen ziehst Du eine Probe, misst mit Blaulauge und verdünnst mit Wasser schrittweise in einen trinkbaren Bereich. Überprüfe Dein Ergebnis nach dem Abpressen.

Bei einer Saftgärung kannst Du direkt nach dem Pressen Wasser zugeben, bis Du bei 6g/l bist. (Bzw. Bis Du Deinen Zielbereich erreicht hast)

Beim Verdünnen darauf achten, dass Du nicht auf einmal zu stark verdünnst. Fehlt dann Zucker, ist der Ansatz in Schimmelgefahr, weil Du ja auch den Alkohol verdünnt. Also schrittweise verdünnen und Zucker dazu.

Wenn Du Früchte später zugibst, ist das wie mit Wasser. Du erhöhst allerdings eher die Säure. ^_^
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Re: rote Stachelbeeren Weinansatz

Beitrag von Pflaumen-august » 01 Juli 2018 13:35

Igzorn :D ja, ein 2. Fass wäre gut, die grünen bekäme ich aber schon noch unter... :mrgreen:...wichtiger ist mir aber eine mechanische Presse oder ne kleine Hydro bis 20L..das stampfen oder schleudern gefällt mir immer weniger... :hmm:



Maischegärung mach ich..und nun ists angerührt ;) 7kg Beeren, in 3L abgekochtes Wasser 600g Zucker gelöst, abkühlen lassen..15g Antigel hinzu und als Gärstart die vorher angesetzten 200ml Apfelsaft.

glaube, so passt das erstmal und nach 3-4 Tagen mach ich so weiter, wie du es machen würdest ...vielleicht noch dann paar grüne hinzu...oder lieber ein paar Johannisbeeren um etwas mehr Säure zu erhalten..viel länger als 6 Tage wollt ich die Maische auch nicht lassen.. bis dahin muss ne Presse her...nur welche ? im Prinzip für Beeren bis 12kg würde eigentlich reichen.. :hmm:

Igzorn
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Re: rote Stachelbeeren Weinansatz

Beitrag von Igzorn » 01 Juli 2018 16:15

Kommt auf Dein Geld an. Speidel Hydro Press ist beste Wahl, wenn Du 700€ locker hast. Spindelpressen oder welche mit Wagenheber sind auch gut. Aber ich schleuder. 2800u/min reichen beim Apfel für 77% Ausbeute.

Bei 10 Liter ist aber der Handpressbeutel Dein Freund.
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Re: rote Stachelbeeren Weinansatz

Beitrag von Fruchtweinkeller » 01 Juli 2018 16:31

Bis 20 oder 30 Liter arbeite ich auch auch gerne mit Gäreimer, großem Trichter, Gemüsesieb oder Mostsieb plus Windeln. Ich lasse da auch gerne lange passiv durchtropfen, das macht mE weniger Arbeit als hinterher schweres Gerät säubern zu müssen ;)
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Re: rote Stachelbeeren Weinansatz

Beitrag von Pflaumen-august » 01 Juli 2018 16:41

schleudern mag ich nimmer, neulich ist mir der Sack aufgegangen und die ganzen kleinen Kerne von den Johannisbeeren verteilten sich im Inneren...ist eigentlich jedes Mal ne ziemliche Sauerei ;)

was haltet ihr von diesem Angebot ? taugt des Netz etwas (nachkauf um die 8€) ?

zumindest wäre ich flexibel, wenn ich auch mal zwischendurch nen Federweisser machen will... :hmm:

https://www.ebay.de/i/361740915182?chn=ps

hoffe, dass man das so verlinken darf :)

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Re: rote Stachelbeeren Weinansatz

Beitrag von Pflaumen-august » 01 Juli 2018 16:46

ne durchgängige einzelne Stahlspindel ist eigentlich eher Mist...haben die denn wenigstens Trapezgewinde und ist das nicht zu instabil ? :hmm:

also, ne hydro fällt bei meinen kleinen Mengen wohl doch eher aus ;)

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Re: rote Stachelbeeren Weinansatz

Beitrag von Igzorn » 01 Juli 2018 22:24

Sieht ok aus und wird auch nicht mehr wesentlich billiger. Vieleulicht noch in gebraucht. Ich hab noch ne 10Liter Presse hier stehen. Kannst für nen 10er haben. Abholung im Osten Hamburg.
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Re: rote Stachelbeeren Weinansatz

Beitrag von JasonOgg » 03 Juli 2018 09:45

Ich komme noch einmal auf die Stachelbeeren zurück :mrgreen:

Mein Ansatz letzte Woche hatte 8,2kg Stachelbeeren für 21l bei 7,x g/l Säure. Vertu dich nicht.

Grüne Stachelbeeren hatte ich noch nicht, aber selbst die Roten und Schwarzen sind geschmacklich schon unterschiedlich, ich würde eher getrennt vergären um den Grundgeschmack kennenzulernen. Genug hast Du ja.
'And what would humans be without love?' - 'RARE', said Death.
T.Pratchett - Sourcery (1988)

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