Birnenwein als Maischegärung?

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Augustus
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Birnenwein als Maischegärung?

Beitrag von Augustus » 13 Oktober 2009 20:08

Hat hier jemand Erfahrung mit Birnen als Maischegärung? Würde mich im Moment reizen.... ;)

Liebe Grüße

Roland
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matzl0505
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Birnenwein als Maischegärung?

Beitrag von matzl0505 » 13 Oktober 2009 20:24

Bei Birnen gilt das gleiche wie bei Äpfeln und Quitten. Der hohe Gehalt an Steinzellen und Pektin würde zu viel Methanol bilden. Ausserdem treten bei der Maischegärung zu viele Gerbstoffe in den Wein über.

gruß
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Ehli
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Birnenwein als Maischegärung?

Beitrag von Ehli » 13 Oktober 2009 20:26

Ich hab sowas zwar hinter mir stehen im großen Faß, das wird aber definitiv zum Brennen gegeben.
Selbst dafür habe ich das Kernhaus, Stiel und Blüte entfernt. Frische Maischeprobe war bei gut 60°Oe. Gärt noch ordentlich und hat einen Maischehut von ca. 3-5 cm. Der Rest ist total zerfallen. Kann mir aber nicht vorstellen, dass die Suppe klar werden kann als Wein.
Lasse mich aber gerne eines Besseren belehren.
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Josef
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Birnenwein als Maischegärung?

Beitrag von Josef » 13 Oktober 2009 20:41

Klar werden wird das ganze schon, aber warum stört das Methanol im Obstler weniger als im Wein? :schlecht:

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Birnenwein als Maischegärung?

Beitrag von Ehli » 13 Oktober 2009 22:53

Tja Josef, das ist das Los dass Du ziehst, wenn Du brennen lassen mußt. ?-|
Mein Destilateur behauptet dass die Aromen zu einem Großteil in und unter der Schale sind. Damit hat er sicher Recht. Und er würde im Gegensatz zur Weinherstellung einen "Großteil" des Methanols bei der Destilation abtrennen können. :|
Da ich bei dem schon einiges hab brennen lassen und Dir noch antworten kann denke ich dass ich noch nicht erblindet bin. :D Habe hier und auf anderen Seiten auch schon einiges Wiedersprüchliches gelesen aber der macht guten Schnappes, legal. Ist der festen Meinung die Hälfte der Zwetschgen darf ruhig mit Stein sein... meine Maische hatte noch nie einen, ist aber trotzdem oder gerade deshalb stets gut.
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Birnenwein als Maischegärung?

Beitrag von Schmidtek » 14 Oktober 2009 02:08

Hallo Roland, ich eröffne am Wochenende mal einen neuen Thread, da gehts um zweitägige Maischegärung Birnen, z.T. geplant, z.T. aus der Not heraus.
Möchte aber erstmal selbst den Weinling kosten :-x

Da steht dann auch was über Beweggründe etc. drin...

Gruß Schmidtek

P.S. Wenn ich am Montag noch nix geschrieben hab, hab ichs vergessen und muss dran erinnert werden :schlecht:

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Augustus
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Birnenwein als Maischegärung?

Beitrag von Augustus » 14 Oktober 2009 20:08

Grins...ich werde dich schon dran erinnern ;)
Am Rande....Apfelmet schmeckt doch auch sehr gut....und hat keinelei Nachwirkungen. Warum soll dann Birnenwein schlechter sein?

Liebe Grüße

Roland
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Birnenwein als Maischegärung?

Beitrag von matzl0505 » 14 Oktober 2009 20:23

Augustus hat geschrieben:Am Rande....Apfelmet schmeckt doch auch sehr gut....und hat keinelei Nachwirkungen. Warum soll dann Birnenwein schlechter sein?
Vergleich doch mal bitte die Mengen.
Im Met schwimmen ein paar Apfelstückchen als Trübstoffe und bei den Birnen ist es eine echte Maischegärung.
Wobei Schmidteks 2Tage denke ich noch vertretbar sind.

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Birnenwein als Maischegärung?

Beitrag von Fruchtweinkeller » 14 Oktober 2009 21:30

So ist es. Der Apfel ist im Met auch ein willkommener Gerbstofflieferant.

[Dieser Beitrag wurde am 14.10.2009 - 21:37 von Fruchtweinkeller aktualisiert]
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Birnenwein als Maischegärung?

Beitrag von Josef » 14 Oktober 2009 22:16

@ehli
Von der brennerei verstehe ich leider nichts, weiß nur in groben zügen wie es funktioniert.
Ich meine aber mal gelesen zu haben, das Methanol und Ethanol unzertrennlich mit einander verbunden sind. Auch das sie durch Destilation nicht auseinander zu bekommen sind. Es hat auch nichts mit Vor.-oder Nachlauf zu tun.
Aber wie gesagt, ich befinde mich da auf unbekanntem Gebiet, möglicher weise liege ich damit auch falsch. :schlecht:

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Birnenwein als Maischegärung?

Beitrag von fliegenpilzler » 14 Oktober 2009 22:36

gelöscht

[Dieser Beitrag wurde am 19.10.2009 - 17:02 von fliegenpilzler aktualisiert]

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Birnenwein als Maischegärung?

Beitrag von matzl0505 » 14 Oktober 2009 22:52

fliegenpilzler hat geschrieben:Methanol wird über den ganzen Lauf bei einem Destillat zu finden sein.
Richtig. Punkt und kein Aber.
fliegenpilzler hat geschrieben:in Grossteil davon mit dem sogenannten Vorlauf abtrennbar.
Nein, auch so ist Methanol nicht quantitativ abtrennbar.
fliegenpilzler hat geschrieben:zum externen einreiben (bei Rheuma, Gicht und anderen Weh-Wehchen) benützt.
Hast du diesbezüglich irgendweleche glaubhaften Quellen?
Methanol ist über die Haut auch sehr sehr gut resorbierbar. Wieso sollst du dich dann damit einreiben. Da kannst dus ja gleich trinken und bild werden. Wieso lassen wir es dann net gleich drin und sparen uns die Destillation, die sowieso ja eig. für die Methanolabtrennung sowieso nix bringt?
Fragen über Fragen :-x

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Marius

[Dieser Beitrag wurde am 14.10.2009 - 22:53 von matzl0505 aktualisiert]
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