Fragen zum Kirsch-Met / Wikinger Blut

Varimathras
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Fragen zum Kirsch-Met / Wikinger Blut

Beitrag von Varimathras » 04 Oktober 2016 14:23

Hallo Leute, ich wollte demnächst mal das Rezept vom Honigweinkeller zum Thema Wikinger-Blut / Kirsch-Met
ausprobieren. Dazu hätte ich ein paar Fragen.

1. Eignen sich Sauerkirschen aus dem Glas?
2. Soll ich den Saft aus dem Glas dazugeben oder nur mit demineralisiertem Wasser aufüllen?
3. Ich weiß Trockenhefe ist zu bevorzugen, aber ich hab noch flüssig Portweinhefe. Kann ich einen Gärstarter anfertigen? Vielleicht mit dem Kirschsaft aus dem Glas? oder ist das ungeignet wegen etwaigen Konservierungstoffen? Wenn ungeignet was nehme ich dann?
Ich hab mal was von 100% Kirschsaft gelesen.
4. Wie lange dauert es ungefähr bis zum Endpunkt der Gärung oder ist das total individuell?

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JasonOgg
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Re: Fragen zum Kirsch-Met / Wikinger Blut

Beitrag von JasonOgg » 04 Oktober 2016 16:16

Ganz kurz:

ad 1.) solange keine Konservierungsstoffe drin sind sollte das gehen
ad 2.) wenn die Kirschen gehen, dann geht auch der Saft.

Ist doch auch eine Art "Maische" ;)

ad 3.) wie Holger im anderen Thread sagt, mit Gärstarter prüfen. Mit dem Saft prüftst Du gleichzeitig auf Konservierungsstoffe :)
Aber wenn es nicht gärt kann es auch die Hefe gewesen sein, hilft also nicht viel. Naturtrüber Apfelsaft ist immer gut

ad 4.) unbekannt.
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Re: Fragen zum Kirsch-Met / Wikinger Blut

Beitrag von Fruchtweinkeller » 04 Oktober 2016 18:57

Konservierungsstoffe müssten immer auch deklariert werden.
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Re: Fragen zum Kirsch-Met / Wikinger Blut

Beitrag von Varimathras » 05 Oktober 2016 19:28

Ok danke,
Ich denke ich werde dann Bio kaufen müssen.
Puh bei den Preisen warte ich doch lieber auf
die nächste Saison und nehme dann frische.
Danke für die Antworten.

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Re: Fragen zum Kirsch-Met / Wikinger Blut

Beitrag von Fruchtweinkeller » 05 Oktober 2016 22:02

Wieso musst du "Bio" kaufen? Es lohnt sich generell, erst einmal die kleingedruckten Inhaltsstoffe zu lesen und das große "Bio" erst einmal zu ignorieren... ;)
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Re: Fragen zum Kirsch-Met / Wikinger Blut

Beitrag von Varimathras » 06 Oktober 2016 19:21

Ich dachte nur Bio = ohne Konservierungstoffe.

Ok ich hab die hier gefunden auch zu einem vernüftigen Preis von 1 Euro für 350g Abtropfgewicht, wie ich finde.
Bild

Mit Konservierungstoffen meint ihr sowas wie diese künstlichen Zusatzstoffe.
Die sind ja jetzt "nur" gezuckert.
Ist das aber vielleicht zu viel Zucker für die Hefe?
Oder kann ich die nehmen wenn ich die gut abspüle.
Oder kann das Kirschwasser sogar gut für nen Gärstarter nehmen?
Ich bin einfach gerade überfragt und auf euer Fachwissen angewiesen... :?:

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Re: Fragen zum Kirsch-Met / Wikinger Blut

Beitrag von Latemar » 06 Oktober 2016 20:03

Ich würde Saft und Kirchen zusammen vergären.
Zum Gärstart würde ich etwas weniger Honig nehmen.
Wenn dann die Gärung zum ersten Mal nachlässt, würde ich den Alkohol messen und dann entsprechend Nachzuckern (nachhonigen)
Latemar
Jedermann gibt zum ersten guten Wein, und wenn sie trunken geworden sind, alsdann den geringeren; Joh.2,10

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Re: Fragen zum Kirsch-Met / Wikinger Blut

Beitrag von Fruchtweinkeller » 07 Oktober 2016 11:20

So isset ;)

Merke: Nur weil irgendwo etwas als "BIO" teuer verkauft wird heißt das noch lange nicht dass es besser ist als ein nicht-Bio-Produkt ist oder dass es weniger ach so böse Inhaltsstoffe enthält.

Die Glasware wird durch Hitzebehandlung haltbar gemacht, da sind Konservierungsstoffe nicht unbedingt nötig. Und wenn sie verwendet werden sind sie deklariert, was hier offensichtlich nicht der Fall ist.
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Re: Fragen zum Kirsch-Met / Wikinger Blut

Beitrag von Varimathras » 19 Oktober 2016 12:41

Fruchtweinkeller hat geschrieben:
Merke: Nur weil irgendwo etwas als "BIO" teuer verkauft wird heißt das noch lange nicht dass es besser ist als ein nicht-Bio-Produkt ist oder dass es weniger ach so böse Inhaltsstoffe enthält.
Ja, da bin ich in der Tat ein Opfer des Marketings. :D

So seit einer Woche gärt der Kirschmet jetzt schön vor sich hin
Bild
dementsprechend werde ich heute oder morgen die Früchte abseihen.
Kann ich die ausgepressten Sauerkirschen noch weiter verarbeiten?
Finds irgendwie schade fast 2Kg davon einfach wegzuwerfen.

Wie ist das mit der Säurebestimmung? Geht das mit der Blaulauge ebenso einfach wie bei einem "normalen" Met?
färbt sich das dann lila? oder worauf muss ich da beim Kirsch-Met achten?

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Re: Fragen zum Kirsch-Met / Wikinger Blut

Beitrag von Chesten » 19 Oktober 2016 20:07

Dein Ballon ist sehr voll, hoffentlich passiert da keine Sauerei !
Varimathras hat geschrieben:Wie ist das mit der Säurebestimmung? Geht das mit der Blaulauge ebenso einfach wie bei einem "normalen" Met?
Weine mit intensiver Eigenfarbe werden in der Regel verdünnt gemessen um besser den Farbumschlag sehen zu können.
Also wohl definiert die Probe vorverdünnen und dann zurück rechnen. Sonst kannst du wie immer die Säure mittels Blaulauge bestimmen.
"Die einzig stabile Währung ist die alkoholische Gärung" (Das Känguru-Manifest)

Hier findest du einen Anleitung wie man seinen ersten eigenen Wein herstellt:
http://www.forum.fruchtweinkeller.de/viewtopic.php?f=33&t=12175

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Re: Fragen zum Kirsch-Met / Wikinger Blut

Beitrag von Varimathras » 01 November 2016 19:06

Chesten hat geschrieben:Dein Ballon ist sehr voll, hoffentlich passiert da keine Sauerei !
Nicht wenn man sich alle 90 minuten einen Wecker stellt und dann schwenkt :o
War keine schöne erste Nacht aber was tut man nicht alles für guten Met.
Am zweiten Tag hatte sie etwas nachgelassen ich konnte also beruhigt zur Arbeit fahren.

Nach 8 Tagen habe ich die Kirschen abgeseiht, ein paar Kirschreste schwimmen jetzt noch im Met ich hoffe das ist in Ordnung. Gäraktivität nach 3 Wochen noch schwach vorhanden. Säure hab ich auf ca. 6,3 gl eingestellt.

Irgendwie kann ich den Alkoholgehalt nicht bestimmen. Es tropft einfach nichts aus dem Präzisions Vinometer, egal wie lang ich warte... Jetzt hab ich das mal mit Rotwein aus dem Laden versucht und das gleiche Ergebnis... es tropft nichts durch so als wenn das Vinometer verstopft wäre. Kann man das irgendwie effektiv reinigen? Oder hilft da nur neu kaufen? Optisch sieht man da nichts. Habe es jetzt in Wasser eingelgt vielleicht brint es ja was... :(

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Re: Fragen zum Kirsch-Met / Wikinger Blut

Beitrag von 420 » 01 November 2016 20:16

Varimathras hat geschrieben:Irgendwie kann ich den Alkoholgehalt nicht bestimmen. Es tropft einfach nichts aus dem Präzisions Vinometer, egal wie lang ich warte... Jetzt hab ich das mal mit Rotwein aus dem Laden versucht und das gleiche Ergebnis... es tropft nichts durch so als wenn das Vinometer verstopft wäre. Kann man das irgendwie effektiv reinigen? Oder hilft da nur neu kaufen? Optisch sieht man da nichts. Habe es jetzt in Wasser eingelgt vielleicht brint es ja was... :(
Schaue mal hier.


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