Birnenwein als Maischegärung?

Szegedi
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Birnenwein als Maischegärung?

Beitrag von Szegedi »

also ich damals sowas ähnliches bzw. war ich dabei, wir haben äpfel (ohne kernhaus und stiele) als maische angsetzt, weil wir auch dachten, dass wir beim brennen das sicher herraustrennen könnten. hintergrund dafür war, weil wir nicht die möglichkeit hatten um 60kg überreife äpfel auzupressen. naja nach einigen tagen, hatten wir dann um die 12% und haben dann die fruchtstücke herrausgepresst. und ich wollte dann probieren weil ich wusste dass das was wir tun nicht gut ist! :| ich erinnere mich noch ganz genau, auch mit zucker hat es einfach widerlich geschmeckt, viel zu viel gerbstoffe und naja er hat irgendwie gekratzt, abgesehen davon, war der geruch sehr komisch..

danach beim brennen wurde uns klar, dass wir nicht so einfach die temperaturen in der flüssigkeit bzw. oben für den dampf halten können, obwohl mein bekannter eine eigl. sehr professionelle aperatur hat. als wir nach einigen stunden dann fertig waren, und wir mit dem "mittellauf" geschmacklich sowie geruchlich unzufrieden waren, kam zu uns eine bekannte chemikerin, die meinte dass es fast unmöglich sei die verschiedenen alkohole zu trennen, theoretisch nur im labor. auch wenn sie sagte, dass methanol nicht schmeckbar, bzw riechbar ist, hatte sie auch gemeint, dass daran irgendwas komisch sei! :)

naja es war schade, weil der brand nämlich schon einen hauch nach apfel hatte aber auch immer einen komischen nachgeschmack. naja wir haben dann den brand einige monate ruhiggestellt und dachten dann dass mit dest. wasser alles ok sei, aber irgendwie doch nicht, so mussten wir den rest mit kirschsaft strecken, damit wir einigen halbwegs leckeren likör herstellen.

naja seit diesem ausrutscher, halten wir/besser gesagt er sich an die regeln und so war es auch nicht verwundert, dass der nächste brand um einiges besser geschmeckt hat! :)

deswegen geh ich davon aus, dass diese früchte in der maische, als wein sowie danach als brand nicht richtig sind.

mfg
Dorienne
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Re: Birnenwein als Maischegärung?

Beitrag von Dorienne »

Hallo ihr Lieben, statt das Thema nochmal neu aufzumachen, dachte ich, ich hänge meine Frage einfach hier an. Wenn auch der Verlauf dieses Themas etwas unschön zu lesen war.

Also, es heisst, man soll die Birne wegen der Gerbstoffe und dem Methanol nicht als Maische vergären.
Hmmmm....
Meine Überlegung wäre- wie wirkt sich das denn aus, wenn man die Birnen nicht nur entkernt sondern auch schält? Natürlich nur für einen ganz kleinen Ansatz.
Das Gerbstoffproblem dürfte damit wegfallen, oder?
Natürlich hab ich gelesen, dass viel Aroma in oder unter der Schale stecken soll....aber ehrlich gesagt schäle ich unsere Birnen immer vor dem Essen, weil mir die Schale zu rauh ist... :D und sie schmecken uns trotzdem gut.
Mit dem Methanol weiss ich allerdings auch nicht....
Bestenfalls kommt, vermute ich, ein etwas geschmackarmer Wein bei raus, der bedauerlicher Weise :pfeif: schnell getrunken werden muss.
Vielleicht schmeckt er ja auch als Federweisser (diesbezüglich hat mich die Banane sehr überzeugt).

Hat das eventuell schon mal jemand versucht?
LG
Dorienne
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Re: Birnenwein als Maischegärung?

Beitrag von Dorienne »

Überlegung: einige Birnen nicht schälen und mit etwas geeignetem säuern.
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Re: Birnenwein als Maischegärung?

Beitrag von Fruchtweinkeller »

Bezogen auf das Gewicht enthält die Schale bei Äpfeln zwar mehr Gerbstoffe als die Pulpe, aber da der Anteil der Pulpe am Gesamtgewicht viel höher ist wird ein Schälen eher keine signifikante Reduktion auf den Gesamtphenolgehalt haben (höchstens eine qualitative, ob zum guten oder schlechten... keine Ahnung). Und Pektin als Methanolquelle ist nur in der Pulpe.
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(Too much coffee man)

The amount of energy needed to refute bullshit is an order of magnitude bigger than to produce it.
(Brandolini's law)

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Dorienne
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Re: Birnenwein als Maischegärung?

Beitrag von Dorienne »

Danke Dir. Ich glaube, das muss ich noch ein paar Mal lesen :D :D :D
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