Winterglut

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fiedel
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Winterglut

Beitrag von fiedel » 27 Oktober 2019 12:48

Hallo Leute,
Bin gerade am rote Bete raspeln und frage mich was hier eigentlich eigentlich gegen eine Maischegährung spricht. Hat das eigentlich schon mal jemand ausprobiert?
Ich scheue mich immer ein wenig die Zutaten totzukochen :roll:
Oder könnte der Wein dann zu erdig werden

Metinchen
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Re: Winterglut

Beitrag von Metinchen » 27 Oktober 2019 14:51

Er wird schon erdig , das muss man mögen. Ansonsten falls Du einen Entsafter besitzt kannst man die rohen Quitten auch entsaften, das geht gut.
Blumen sind das Lächeln der Erde!
(Herkunft unbekannt)

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fiedel
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Re: Winterglut

Beitrag von fiedel » 27 Oktober 2019 15:28

Geraspelt habe ich die rote Bete schon , bin nur noch unsicher ob ich es mit Antigel und einer Maischegährung versuche oder ob ich das ganze wieder koche.

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Fruchtweinkeller
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Re: Winterglut

Beitrag von Fruchtweinkeller » 27 Oktober 2019 18:03

Da ich eher wenig Sympathie für RB habe wurde diesbezüglich nicht allzu viel getestet. Insofern könnte ich auch damit leben wenn der Geschmack durch das Erhitzen in diesem Fall etwas entschärft würde :mrgreen: Nun können die Mistdinger reichlich hart und sogar verholzt sein, das will man eigentlich nicht im Wein haben. Das könnte ein Grund sein dass sich diese Rezepte durchgesetzt haben.

Ansonsten wie immer der Ratschlag: Ansatz splitten, beides parallel ausprobieren.
90% of everything is crap... Except crap. 100% of crap is crap.
(Too much coffee man)

Am Rande des Wahnsinns hat man die beste Aussicht.

Sorry, aber ich antworte nicht auf PMs, die inhaltlich ins Forum gehören!

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fiedel
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Re: Winterglut

Beitrag von fiedel » 28 Oktober 2019 05:02

Danke, wäre sicher die beste Variante gewesen,ich habe nur keine Kapazitäten mehr frei :roll:

Nuss und Pflaume sind im Ballon , Hagebutte und Schlehe kommen noch .Im Herbst ist es halt immer bissl eng. Ich habe die Maischegährung angesetzt und werde berichten wenn ein testungswürdiges Ergebniss vorliegt.

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Re: Winterglut

Beitrag von Umaniel » 13 September 2020 19:38

Ich belebe mal diesen Thread wieder. :-)

Ich habe vor knapp 2 Monaten das Winterglutrezept ausprobiert und den Wein heute abgezogen. Er schmeckt aber sehr komisch. Ich kann das leider nicht beschreiben. Irgendwas zwischen muffig, leichte rote Beete Note und Zimt. Da ich hier im Forum schon gelernt habe, das auch komischer Geruch und Geschmack sich verflüchtigen kann lager ich ihn ab heute mal und schaue was bis zum Dezember mit den Wein passiert. Ich stelle euch mal meine Aufzeichnungen zur Verfügung, vll. fällt euch ja ein grober Fehler auf. ^^

Ich werde auf jedenfall im Dezember mal berichten was sich getan hat.

15L
Rote Beete 9,375 kg
Apfelsinen/ Zitronen je 7,5 STck
Tannin 5,25g
Nährsalz 6g
Zimtstangen 26,25
Nelken 15STk
Wacholderbeeren6,75 g
Zucker 2,25kg

11.07.2020 27 Gläser TiP rote Beete in Scheiben Abtropfgewicht 350g, eingelegt in Branntweinessig, 1%Zwiebel, Speisesalz, Süßungsmittel Sacharin
von 6 Gläsern das Wasser der Gläser mit in den Topf gegeben zum Auskochen.
2 1/2 Gläser voll mit mit dem Wasser vorsichtshalber aufgefangen und zur Seite gestellt.

Die rote Beete Scheiben mit etwas gefiltertem Leitungswasser übergossen und ausgekocht. Der GEruch während des Auskochens war stark essighaltig.
Zwischendruch habe ich etwas Flüssigkeit abgeschöpft, da es sonst übergekocht wäre.

später nochmal WAsser zugegeben sodass die Hälfte des gesamten Weinansatzes aus dem Wasser zum Auskochen stammt.
Die andere Hälfte kam durchs Auspressen. Rote Beete hierfür mit Stabmixer klein püriert und anschließend durch einen Wäschesack ausgedrückt.

Alles noch 3x mal durch den Sack laufen gelassen um möglichst viele Stücken noch rauszufiltern.
Zitronen ORangensaft mit den Ansatz gegeben und ebenfalls durch den Wäschesack laufen gelassen
GEsamt ca 8 L ( Rote Beete Saft +Zitrone + Orange)

Gärstarter in Apfelsaft angesetzt

12.07. 2 kg zucker als gärstart in den Ansatz


16.07 4 Liter wasser dazu um auf ca 13 Liter zu kommen (8L Ansatz + 1l Gärstart + 4L Wasser)
Säure lag bei ca 3g/l --> eingestellt ca. 6,2g/l (mit Lackmußpapier überprüft)
Tannin und Nährsalz und in den Ansatz
4g Wacholderbeeren
5Nelken
27 zimtstangen
Zimtstangen direkt in den Ansatz gegeben, Wacholderbeeren und Nelken im Kaffeefilter verschlossen mit Büroklammer in den Ansatz
18.07 Gärröhrchen beginnt zu blubbern
19.07 Gärung startet gut durch 1 Blubb /3 Sek .
28.07 Gärung bisher ganz gut in den letzten 2 Tagen deutlich weniger, daher erste Zuckerzugabe.
04.08. Gärung wurde weniger --> Zugabe von 160g Zucker, Geruch seit einer Woche nach Nagellackentferner ( wie beim Erdbeer-Kiwi)
24.08. nach Urlaub keine blubbs mehr, etwas Zucekr rein und blubbt wieder, GEruch noch Naglelack aber weniger intensiv
26.08. benzingeruch noch da, geschmack recht ekelig, aber eine deutliche Zimtnote dazwischen, daher Zimtstangen und Kaffeefilter mit Wacholderbeeren und Nelken
herausgenommen und 120g Zucker dazu, hatte nur noch wenig geblubbt 1x in 5 minuten oder so
13 VOl%, 34° Oechsle gemessen
06.09. fast keine blubbs mehr, vll. 1x am tag, Geschmack ziemlich ekelig- sehr erdig-Benzingeruch & geschmack noch da- Zimtnote weniger deutlich
14Vol% 40° Oechsle ---> Nochmal Zucker dazu da es nicht mehr blubbt.
13.09. weiterhin keine blubbs mehr --> abgezogen und Kellerlagerung
45° Oechsle, 14Vol%, Farbe definitiv nicht ral 3000!, sehr sehr dunkles rot, Geschmack irgendwie ekelig, nicht definierbar...
in eine Flasche, die nicht in den anderen Ballon passte, etwas Zucker rein, vll wird der Geschmack ja besser


Bitte Tippfehler verzeihen. :-) Das sind Aufzeichnungen die ich mir schnell zwischendurch mache.

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