Wieviel Zucker zugeben bei überwiegendem Birnenmost/ Hefe

Birnenmost
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Wieviel Zucker zugeben bei überwiegendem Birnenmost/ Hefe

Beitrag von Birnenmost » 12 November 2016 22:18

Hallo,
ich möchte mich zuerst gerne kurz, zuvor ich eine dringende Frage an Euch habe, vorstellen. Ich bin der Bernd aus der Nähe von Ulm, bin 36 Jahre alt, habe seit Kurzem einen Obstgarten mit einigen alten Bäumen und interessiere mich seit Neuem auch brennend für die Herstellung von Most was sich anbietet. Eine Handmühle sowie eine Presse aus Altbestand habe ich.

Jetzt ist es so, dass ich vor 3 Tagen aus ca. 75/ 80 % Oberösterreicher Birnen und aus ca. 20/ 25 % Brettacher Äpfeln einen Most hergestellt habe, so ca. 105/ 110 Liter.
Jetzt wollte ich gerne fragen, was Ihr mir raten würdet hinsichtlich der Zuckerzugabe? Der Saft ist eben, entsprechend den zugegebenen Obstsorten, schon recht sauer, nach Probe, wie man sich sicherlich vorstellen kann. Ich habe die Öchsle nicht gemessen, da ich leider kein Messinstrument dafür habe.

Vielleicht weiß jemand aus Erfahrung was ich ca. an Zucker jetzt mal zugeben kann damit ich eine angenehme Restsüsse erhalte? Mein Vorgehen wäre jetzt vielleicht das ich mal, schätzungsweise, 750 g Zucker zugebe und das ich dann ggf. nach 3 oder 4 Wochen mal nachsehe, anhand einer Geschmacksprobe, wie es aussieht und dann nachsüsse mit Zucker, schrittweise mit jeweils 250 g....oder später dann weniger, wenn ich nach ca. 6 Wochen eine weitere Probe starte.

Ich habe schonmal entsprechend der Saftmenge Vina Kaltgärhefe zugegeben, ich hoffe nur das diese keinen Kälteschock abbekommen hat, da es an dem Tag schon recht kühl war und ich direkt nach dem Pressen und Verfüllen des Saftes diese gleich zugegeben habe (die Hefe war Zimmerwarm gelagert). Kann man eigentlich auch zuviel Hefe zugeben- wirkt sich das ungünstig aus? Könnte ich hier noch was zugeben zur Sicherheit?

Ist es eigentlich egal ob man jetzt beispielsweise in ein Fass mit 60 Liter Füllvolumen nur 40 Liter einfüllt? Dürfte keine negativen Auswirkungen
haben, oder?

Schöne Grüsse,
Birnenmost

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Josef
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Re: Wieviel Zucker zugeben bei überwiegendem Birnenmost/ Hef

Beitrag von Josef » 12 November 2016 23:23

Hallo Birnenmost, willkommen bei uns. :engel:

Es ist ja dichtig zu fragen wenn man aus irgend einem Grund nicht weiter kommt, dafür ist das Forum ja da und jeder hilft gern.
Aber so wie ich das sehe, fehlt dir das komplette Grundwissen. Und dafür gibt es die HP.
Wenn dann noch Fragen offen sind, oder es ein Verständnisproblem gibt, immer her damit.
Die Arbeit des einlesens können wir dir leider nicht ersparen, das kleine 1x1 sollte schon sitzen. :pfeif:

Igzorn
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Re: Wieviel Zucker zugeben bei überwiegendem Birnenmost/ Hef

Beitrag von Igzorn » 13 November 2016 00:05

Hi und Willkommen!

Was willst Du denn damit am Ende machen? Direkt aus dem Fass trinken oder auf Flaschen ziehen? Homepage wird Dir in jedem Fall für die Zukunft gute Dienste leisten.
Ist das Trinkgefäß erst leer, macht es keine Freude mehr. ... Rechtschreibfehler kommen alle durch dem Handy...

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Re: Wieviel Zucker zugeben bei überwiegendem Birnenmost/ Hef

Beitrag von Fruchtweinkeller » 13 November 2016 11:55

Mahlzeit,

solche Fragen hinterlassen bei mir eine gewisse Sprachlosigkeit. Wie sollen wir dir einen zielführenden Rat geben, wenn du keine Messwerte liefern kannst? Äpfel und Birnen sind Naturprodukte, deren Säure- und Zuckergehalt variiert von Jahr zu Jahr und Standort zu Standort. Der einzig sinnvolle Rat ist: Schaff dir Messgeräte an.
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Re: Wieviel Zucker zugeben bei überwiegendem Birnenmost/ Hef

Beitrag von Birnenmost » 14 November 2016 04:27

Ok, leuchtet ein...ich hab einen Öchslemesser bestellt und ein Vinometer samt passendem "Schwimmglas"

Hab hier im Forum auch mal durchgekuckt....

Brauche ich noch was zum Feststellen der Säure, zB. Acidometer? Oder gehts auch so: ich versuche über den Zuckergehalt/ Öchslewert, den ich dann ermittle wenn ich die Messgeräte da hab, über den max. zu erreichenden Alkoholwert hinaus die Säure positiv zu beeinflussen, also nachm Prinzip "Restsüsse hilft gegen zuviel Säure" sinngemäss, falls ich da richtig liege :roll: ??? Ich wüsste jetzt nicht wie ich imstande wäre die Säure anderst zu senken als mit Zucker (Wasser muss ja nicht sein...)...bzw.wie ich in der Lage wäre einen ermittelten Wert mit nem Acidometer einzustufen und darauf zu reagieren...

Schöne Grüsse,
Birnenmost

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Re: Wieviel Zucker zugeben bei überwiegendem Birnenmost/ Hef

Beitrag von Bahnwein » 14 November 2016 08:48

Birnenmost hat geschrieben: ....ein Vinometer samt passendem "Schwimmglas"

....Brauche ich noch was zum Feststellen der Säure, zB. Acidometer?
Vinometer mit Schwimmglas? Mir scheint, du hast dir eine Spindel zur Alkoholbestimmung bestellt. Die Dichte wird leider auch durch alles andere, z.B. Zucker, Trübstoffe, Säure beeinflusst. Ein Vinometer funktioniert mit Hilfe des Kapillareffektes.Der wird allerdings auch durch den Restzucker beeinflusst, daher wird das Vinometer hier auch gerne als Schätzometer bezeichnet. Die Genauigkeit reicht für die Praxis im Regelfall aus.

Ein Acidometer ist, meiner Meinung nach, unverzichtbar. Außer durch verdünnen mit Wasser gibt es, soweit ich weiß, keine für den Hausgebrauch funktionierende Methode. Aber da gibt es hier Personen mit hohem chemischen Sachverstand, die können das besser beantworten. Die Verdünnung ist aber in den meisten Fällen nicht dramatisch, da Fruchtweine meist sehr viel Aroma haben.

Und auch ich empfehle unbedingt die Homepage zu lesen, dort findest du das alles noch viel präziser und kannst so mit dem nötigen Verständnis voll durchstarten in dieses sehr interessante Hobby.

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Re: Wieviel Zucker zugeben bei überwiegendem Birnenmost/ Hef

Beitrag von Fruchtweinkeller » 14 November 2016 21:40

Ich würde so sagen: Beim Apfelmost wird der Säuregehalt vermutlich irgendwo im trinkbaren Bereich liegen, insofern würde ich sagen: Ein Acidometer ist nützlich, aber nicht absolut notwendig. Wenn du freilich mit dem Gedanken spielst, auch andere Weine herzustellen, würde ich doch zum Kauf raten.
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Re: Wieviel Zucker zugeben bei überwiegendem Birnenmost/ Hef

Beitrag von Birnenmost » 15 November 2016 02:25

Vielen Dank für die hilfreichen Infos. Ich werde nach Erhalt der Geräte mal Zuckergehalt und Säure checken...dann melde ich mich wieder ;)... Hab heut nochmals Hefe zugegeben, die erste hätte nach 5 Tagen sicher viel mehr arbeiten müssen, die erste Zugabe ging bestimmt k.o.durch den Kälteunterschiedschock....Hefenährsalz ist passend, dezent, auch mal wohldosiert mit drin. Riechen tuts gegenwärtig nachwievor gut :)....

Viele Grüße,
Birnenmost

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Re: Wieviel Zucker zugeben bei überwiegendem Birnenmost/ Hef

Beitrag von Birnenmost » 15 November 2016 15:13

Jetzt eine Frage...wenn ich die Werte ermittelt habe- wie gehe ich vor hinsichtlich dem Einstellen der Säure anhand der Messung mit dem Acidometer und der Zuckerzugabe anhand der Öchslemessung? Also ich werde die ermittelten Werte dann hier posten, hab die Geräte gegenwärtig leider noch nicht, die müssten heute kommen- die Frage jetzt nur mal vorab.

Ich hab hier im Forum auch gelesen, man soll, wenn man in Flaschen gefüllte Hefe verwendet hat, so wie ich, den Zucker ggf. nicht gleich zugeben um die Hefe nicht zu "erdrücken" während ihres Startvorganges beim Gären bis sie entsprechend arbeitet. Ich warte jetzt mal ab um nicht zuviel Zucker reinzubringen der diesen Umstand herbeiführen könnnte. Wie gesagt, ich warte jetzt mal die Messwerte ab und melde mich dann.

Wieviel Alkohol % kann ich eigentlich mit einem Birnen- und Apfelmost maximal erreichen? Ich hab überwiegend Birnen drin.

Lg,
Birnenmost

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Re: Wieviel Zucker zugeben bei überwiegendem Birnenmost/ Hef

Beitrag von Fruchtweinkeller » 15 November 2016 20:56

Dir ist klar dass der mit der Senkspindel im gärenden Wein erhaltene Messwert keinen Rückschluss auf den tatsächlichen Zuckergehalt erlaubt? Dir ist klar dass die durch die Gärung entstandene Kohlensäure den Säurewert verfälscht? Willst du einen Most oder einen Wein herstellen?
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Re: Wieviel Zucker zugeben bei überwiegendem Birnenmost/ Hef

Beitrag von Birnenmost » 15 November 2016 21:35

Jetzt bin ich total verwirrt- Most/ Wein- wo liegt der Unterschied :shock:

...also das leuchtet schon ein mit den Messwerten- aber der Wein hat so gut wie gar nicht gegärt bis dato und ich denke so gross werden die Unterschiede wohl (hoffentlich) noch nicht sein :?

Der Ansatz lagert zur Zeit zwar bei ca. 20 Grad Raumtemperatur (habs Fass zwar im Keller aber eben in einem Partyraum der etwas mehr geheizt wird)...die erste Reinzuchthefe ist mir ja k.o. gegangen...oben waren ca. 1,5 cm Schaum. Gepresst habe ich ihn morgen vor einer Woche, am 09.11.

Lg,
Birnenmost

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Re: Wieviel Zucker zugeben bei überwiegendem Birnenmost/ Hef

Beitrag von Bobbel » 15 November 2016 21:41

Wie deffiniert sich denn der Unterschied Most oder Wein??

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