Bodensatz bei Nachzucker-Methode

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damaxl
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Re: Bodensatz bei Nachzucker-Methode

Beitrag von damaxl » 11 November 2013 20:29

Danke für die vielen Rückmeldungen. Also nachdem ich mich vor dem Bodensatz ja keine Angst haben musste, hab ich inzwischen vier mal direkt in den Ballon nachgezuckert, mit dem starren Teil des Weinhebers kräftig verrührt und auf diese Weise gärt der Wein nachwievor dahin.

Ich habe jedes mal 100g Zucker in die15l Wein gegeben. Nach ein paar Tagen schwächte sich die Gärung wie erwartet wieder ab.

Seltsam ist jetzt jedoch, das sich der Alkoholgehalt kaum ändert. Bevor ich mit dem Nachzuckern startete, hatte der Wein 4%, nun kommt er auf 6%. Sollte das nicht Schnelelr gehn? Kann ich dem Vinometer noch trauen?

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Re: Bodensatz bei Nachzucker-Methode

Beitrag von Fruchtweinkeller » 11 November 2013 20:38

Wie war nochmal dein Volumen/Fruchtanteil/Gesamtzuckermenge?
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Re: Bodensatz bei Nachzucker-Methode

Beitrag von damaxl » 15 November 2013 14:53

Fruchtweinkeller hat geschrieben:Wie war nochmal dein Volumen/Fruchtanteil/Gesamtzuckermenge?
Der Ansatz war 20l, darin waren 8kg Zwetschgen und 3,5 kg Zucker.
Inzwischen sind durchs Nachzuckern nochmal 0,5 kg Zucker hinzugekommen.

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Re: Bodensatz bei Nachzucker-Methode

Beitrag von StSDijle » 15 November 2013 16:25

Deine Alkohol-Messung kann kaum stimmen oder du hast eine gewaltige Gärstockung. Du hast allein vom Zucker Potential für mehr als 10% Alkohol. Schmeckt die Sache sauer, soll heißen Zucker frei?

Viele Grüße
Stefan

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Re: Bodensatz bei Nachzucker-Methode

Beitrag von Fruchtweinkeller » 16 November 2013 00:44

Ja, die Analyse trifft den Punkt.
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Re: Bodensatz bei Nachzucker-Methode

Beitrag von damaxl » 28 November 2013 18:10

Danke für die Rückmeldungen. Ihr habt recht, der Wein war sauer/trocken, die Messungen können unmöglich stimmen, auch geschmacklich merkte man, dass da mehr Alkohol drinnen sein muss.

Hab jetzt seit 3 Tagen die Restsüße eingestellt und geschwefelt. Die Gärglocke klappert nur noch äußerst selten. Am Glasballon sieht man aber immer noch kleine Gasperlen aufsteigen.
Ist das normal? Kann ich den Wein trotzdem in den kommenden Tagen vom Ballon zur Klärung abziehen?

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Re: Bodensatz bei Nachzucker-Methode

Beitrag von Fruchtweinkeller » 28 November 2013 20:41

War die Gärung denn vor der Schwefelung sicher beendet? Restsüße ausreichend vorhanden und stabil über ein, zwei Wochen hinweg?
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Re: Bodensatz bei Nachzucker-Methode

Beitrag von damaxl » 28 November 2013 21:27

Es gab auch vor dem Schwefeln noch eine leichte Bläschenbildung.
Da mein Ansatz durch eine zu hohe Zuckerkonzentration von Beginn an unter einem schlechten Stern stand, dürften alle Probleme wohl auf eine sehr schleichende Gärung zurückzuführen sein, die wohl noch Monate dauern könnte.

Da mir der Geschmack, so wie er nun ist jedoch einigermaßen zusagt, werde ich wohl die Reißleine ziehn und die Gärung durch steriles Filtern stopppen. Mit dem Simplex-Druckfilter + Handpumpe von Vierka sollte das doch möglich sein oder?

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Re: Bodensatz bei Nachzucker-Methode

Beitrag von Metinchen » 29 November 2013 09:58

Sollte möglich sein, nur achte in Deinem eigenen Interesse darauf das Du sehr sauber arbeitest. Das bedeutet das Du alles (Filtergerätschaften, Flaschen etc. ) sterilisierst. Hier im Forum liest man immer wieder das es trotz steriler Filterung noch/wieder gärt.
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Re: Bodensatz bei Nachzucker-Methode

Beitrag von damaxl » 22 Dezember 2013 16:05

Habe meinen Zwetschgenwein heute abgefüllt.
Geschmacklich ist zwar immer noch ein Hefeton vorhanden, aber alles in allem hätte mein erster Versuch wirklich schlimmer enden können :D

Danke nochmals an alle die mir so schnell weitergeholfen haben :)

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Re: Bodensatz bei Nachzucker-Methode

Beitrag von 420 » 22 Dezember 2013 20:53

Dann Glückwunsch zum 1. Wein.

Grüße
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