Rhabarber eingefroren

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Umaniel
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Rhabarber eingefroren

Beitrag von Umaniel » 12 Mai 2019 10:46

Hallo zusammen

meine Mutter hat einiges an Rhabarber in ihrem Garten und ich möchte daraus einen Wein machen. Die Anleitung und vor allem die Hinweise bzgl der Oxalsäure habe ich gelesen (und hoffentlich auch richtig verstanden :D )

Da ich möglichst wenig Oxalsäure im Rhabarber haben möchte sollte er ja aktuell geerntet werden. Da ich aber keinen freien Ballon habe würde meine Mutter den Rhabarber zunächst einfrieren. Nun zu meiner Frage: Hat das Einfrieren irgendwelche zu beachtenden Auswirkungen auf den Rhabarber ?

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Re: Rhabarber eingefroren

Beitrag von Moneysac » 12 Mai 2019 11:03

Kurz und knapp, nein es hat keine Nachteile. Ich empfehle dir aber den Rhabarber schon zu schälen und in Stücke zu schneiden. Nachträglich wird das sonst schwierig.

Umaniel
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Re: Rhabarber eingefroren

Beitrag von Umaniel » 12 Mai 2019 11:04

top danke

Umaniel
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Re: Rhabarber eingefroren

Beitrag von Umaniel » 05 August 2019 17:05

So ich habe den Rhabarber nach dem Rezept hier bearbeitet (https://fruchtweinkeller.de/Wine/rhabarber.html) habe folgendes gemacht:

7kg Rhabarber
2L Wasser
2Kg Zucker

03.08. 2 Liter Wasser mit 2kg Zucker aufgekocht und über 7Kg Rhabarber gekippt und ziehen lassen von 11.55 Uhr bis 17 Uhr
dann 20 ml Antigel zugegeben und püriert und mit Frischhaltefolie beiseite gestellt

Am Abend Gärstarter mit 500 ml Apfelsaft zusammengekippt

04.08. 20 Uhr abgepresst --> ergab 5 Liter --> mit 4 Liter Wasser auf 9 Liter aufgefüllt
--> 72 Oechsle mit Refraktometer, aber mit oechslewaage 142
--> Blaulage ergab ca 3,2g/l


Ich bekomme erst nächste Woche das Kalk um die Säure zu neutralisieren, da der Rhabarber aber schon aufgetaut war wollte ich ihn direkt verarbeiten. Hier im Forum habe ich gelesen, dass ich das Kalk auch während oder am Ende der Gärung zutun kann.

Da ich keine richtige Presse habe bekam ich nur 5 Liter Saft und habe (dummerweise) mit Wasser auf 9 Liter aufgefüllt. Ich denke, dass daher der geringe Säurewert kommt.
WEiterhin verwirrt mich, dass ich mit dem Refraktometer (welches ich zum Geburtstag bekam *juchu*) knapp die Hälfte an Oechsle messe als mit der Oechslewaage.

Kann ich jetzt meine Gärstarter einfach hinzugeben oder sollte ich die Säure etwas erhöhen mit Milchsäure damit ich auf 7g/l komme. Oder habe ich durch die große Verwässerung einiges kapuut gemacht und ich sollte eher noch etwas Rhabarbersaft kaufen und hinzufügen? Mein Ballon hätte Platz für 15 Liter.

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Re: Rhabarber eingefroren

Beitrag von Bahnwein » 05 August 2019 19:15

Ich habe keine spezielle Ahnung von Rharbarbar, aber zur Säure kann ich was sagen. Du solltest die Säure jetzt noch nicht erhöhen sondern erst nach dem Einsatz des Kalkes, da du sonst auch die gerade erst zugefügte Milch- und/oder Zitronensäure mit neutralisieren müsstest und dann danach wieder aufsäuern müsstest. Das macht in meinen Augen keinen Sinn.

Und zum Verwässern: Probiere deinen Ansatz doch einfach mal. Dann weißt du direkt, ob er dir verwässert schmeckt.

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Re: Rhabarber eingefroren

Beitrag von Fruchtweinkeller » 05 August 2019 22:08

Den Ratschlag finde ich gut.

Zum Refraktometer/zur Senkspindel: Die beruhen halt beider auf Parameter die von mehreren Faktoren beeinflusst werden. Beim Traubensaft, der verhältnismäßig viel Zucker enthält, mag das halbwegs stimmen. Rhabarbara dürfte einerseits weniger Zucker mitbringen und hat andererseits ganz andere Inhaltsstoffe. Das sind Dinge die man dann einfach hinnehmen muss.
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Re: Rhabarber eingefroren

Beitrag von Umaniel » 08 Oktober 2019 14:23

So, der Wein scheint fertig zu sein und das Ausfällen der Säure hat auch geklappt (zumindest laut Blaulauge :D )

Ich habe den Wein heute von Hefe und Oxalatsatz abgezogen. Er schmeckt erst noch ziemlich säuerlich aber danach herrlich süß. Habe ich die Chance den sauren Geschmack noch weg zu bekommen?




Hier einmal meine Aufzeichnungen :D :

7kg Rhabarber
2L Wasser
2Kg Zucker
20,5g/l Zucker Für 1 Vol% Alk

03.08. 2 Liter Wasser mit 2kg Zucker aufgekocht und über 7Kg Rhabarber gekippt und ziehen lassen von 11.55 Uhr bis 17 Uhr
dann 20 ml Antigel zugegeben und püriert und mit Frischhaltefolie beiseite gestellt

Am Abend Gärstarter mit 500 ml Apfelsaft angesetzt

04.08. 20 Uhr abgepresst --> ergab 5 Liter --> mit 4 Liter Wasser auf 9 Liter aufgefüllt
--> 72 Oechsle mit Refraktometer mit oechslewaage 142
--> Blaulage ergab ca 3,2g/l

05.08. 21.40 Uhr nach Geschmacksprobe als nicht zu sehr verwässert empfunden und 500 ml Gärstarter Apfelsaft hinzugegeben
3 Prisen Nährals nochmal drauf
6./7.8 sehr gute Gärung!
11.08. Gärung weiterhin gut --> 1l Rhabarbernektar hinzu (Real)
--> Handrefraktometer: 40°Oechsle; 6/7g/l Säure, Oechslewaage ca 40°

Aktuell Gesamtliter: 10,5L

17.08. Gärung in den letzten 3 Tagen zurück gegangen. 20 °Oechsle mit Refraktometer, 0° Oechsle mit Oehslewaage, Geschmack
säuerlich aber gefühlt noch Süße vorhanden. Trotzdem 1 Vol% dazu ( 205g Zucker)
19.08. Gärung nahezu am Ende, nur noch blubbern beim schwenken 20° oechsle mit Refraktometer, Waage ergab 0° nochmal
103g Zucker dazu (hatte nicht mehr Zucker zu Hause) Alkohol war ungenau bei 12 Vol%
24.08. Gärung kam zum erliegen nur beim Schwenken blubbern, Alkohol 11 VOl%, Oechslewaage 0°
--> 5Vol% Zucker dazu (1025g Zucker)
29.08. Gärung wieder vorbei, ALkohol 14Vol%, Oechslewaage 44, Refra 50g/l Restzucker
--> 2 Vol% Zucker (410g) dazu
02.09. Gärung hat wieder aufgehört, Refra 65° Oe, Oechslewaage 62°, Alkohol 15Vol%
--> 205g Zucker nochmal dazu (1Vol%) - beim reinkippen gab es Schaumbildung und blubbern
10.09. Gärung wird weniger, Refra 70°Oe, Oechslewaage 62°, Alkohol 15Vol%, Geschmack sehr sauer,aber im Abgang schön süßlich
--> keine weiteren Zugaben
27.09. gärt noch immer aber wenig
29.09. Refra 70° , es blubbert noch etwas , Geschmack unveränderlich , Hefe scheint fest zu werden
06.10. Säure 6,5g/l 75°Oechsle Hefe wieder gelöst Alkohol 16Vol%
--> 3,25g /L Oxalsäure--> ca 9,5L = 30,875 g Oxalsäure --> 30,875 * 0,67 =20,69 g Calciumcarbonat
--> Calciumcarbonat in kleinen Dosen direkt in den Ballon gekippt und zwischendurch immer geschüttelt
auch danach noch weiterhin geschüttelt --> Gärröhrchen hat stark geblubbert
08.10. Wein vom Oxalat und Hefesatz abgezogen.
Messungen: Säure 3,5g/L, Refra 70° Oechsle, Alkohol 16%
Geschmack erst noch relativ sauer anschließend schön süß

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Re: Rhabarber eingefroren

Beitrag von Fruchtweinkeller » 08 Oktober 2019 23:34

Die Restsüße dürfte gering sein, der Säuregehalt ist zu gering. Ansonsten wie immer der HInweis: Refraktometermessung und Senkspindel bringen bei laufender Gärung nix.
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