Mein erster Wein (Johannisbeere), Schritt für Schritt

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Grape
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Re: Mein erster Wein (Johannisbeere), Schritt für Schritt

Beitrag von Grape » 06 November 2018 20:22

Korken:
Ich benutze ausschließlich Kunststoffkorken.
Das ist aber mitunter eine Frage der persönlichen Einstellung zum Wein.
Bio-Öko-Veganer benutzen bestimmt keine Kunststoffkorken.
Ich benutze sie hauptsächlich, weil man da weiß, was man hat. Naturkorken KÖNNEN Korkgeschmack herbeiführen.
Wenn ich Weine lange lagern wollen würde, dann wären Naturkorken meine Wahl. Ich selber mag aber den Petrolgeschmack älterer Weine nicht, daher werden sie niemals älter als zwei Jahre und ich benutze somit keine Naturkorken. Wenn man Naturkorken benutzen will, sollte man nicht die günstigsten nehmen weil 90% was man so bekommt keine gute Ware ist.
Lagerweine mit Kunststoffkorken funktionieren auch. Man hat nur irgendwann das Problem, dass die Korken nicht mehr anständig aus der Flasche gehen. Wenn man sehr gesundheitsbewusst ist, hinterfragt man dann auch den Verbleib der fehlenden Weichmacher aus den Korken.

Dazu seit zu sagen, dass das eine preislich neutrale Meinung von mir ist. Da ich in einem Weingut angestellt bin, bekomme ich die Korken alle kostenlos, ob nun Kunststoffkorken oder Naturkorken ausgezeichneter Qualität. Trotzdem bevorzuge ich Kunststoffkorken.

derDaniel
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Re: Mein erster Wein (Johannisbeere), Schritt für Schritt

Beitrag von derDaniel » 25 November 2018 09:55

Ich bin sehr gespannt wie lange meine ersten beiden weine zur klärung brauchen, dazu gleich noch eine frage:

Platzbedingt bin ich am überlegen den wein zur klärung in einen keller einzulagern, der ist aber recht kalt...
Im besagten keller wird schon seit etlichen jahren traditioneller apfelwein gemacht, einziger unterschied ist die größere gebindemenge. Kann ich meine weine zur klärung dort lagern oder ist er für kalte winter zu empfindlich?

Weiterhin setze ich gerade weitere 30l met an. Bevor ich das jetzt falsch mache wäre es super wenn nochmal jemand über meine säurerechnung schaut:

Ich habe gemessen dass mir ca 3,5g/l säure fehlt (kann das sein? Rezept nach fwk mit apfelstückchen und saft).

3,5 x 30l = 105g
Ich würde also 55g x 1,25 = 68.75ml milchsäure und 50g zitronensäure beigeben.
Hört sich für mich sehr viel an...

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Metinchen
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Re: Mein erster Wein (Johannisbeere), Schritt für Schritt

Beitrag von Metinchen » 25 November 2018 14:00

Kalt klären ist super, kalt lagern ist kein Problem.

Die Rechnung sollte stimmen. Was ist der Zielwert für die Säure? Wenn Bedenken hast, füge doch erst nur die Milchsäure hinzu, dann in 10g Schritten die Zitronensäure, bis es für Dich geschmacklich passt. Gerne mache ich es selber so, das ich etwas weniger als den geplanten Zielwert nehme, probiere, mir merke ob es für mich geschmacklich passt oder noch zuwenig ist und dann in den nächsten Tagen nochmal probiere und gegebenenfalls noch etwas dazugebe.
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Re: Mein erster Wein (Johannisbeere), Schritt für Schritt

Beitrag von derDaniel » 06 Januar 2019 08:37

Hallo zusammen,
Der wein ist mittlererweile abgefüllt und lagert seit gut 4 wochen im keller.
Das filtern und abfüllen hat super geklappt, ist mit der pulcino echt angenehm :D

Habe nun mal probiert und bin mit dem ergebnis leider nicht so glücklich. Ich hätte den wein doch etwas mehr zuckern sollen (für das nächste mal kein problem).

Das eigentliche ist wohl die säure: obwohl ich versucht habe den wein eher etwas weniger säure zu geben schmeckt er etwas säuerlich. Ich tue mir auch sehr schwer mit dem säure einstellen: wann ist der farbumschlag wirklich erreicht....

Gibt es hier vielleicht eine gute elektrische Lösung die mir das vereinfacht?
Alternativ: wenn ich erst vor dem abfüllen die säure einstelle kann ich besser abschmecken, allerdings wirs dann das abschmecken des restzuckers beim nachzuckern schwieriger....

Gibt es eine möglichkeit meinen etwas zu sauren wein vor dem trinken noch etwas zu pushen? Ansonsten würd ich den mal als weinschorle versuchen. So richtig krass zu sauer ist er nicht.

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Re: Mein erster Wein (Johannisbeere), Schritt für Schritt

Beitrag von Fruchtweinkeller » 06 Januar 2019 14:07

Die "elektrische" Lösung wäre wohl ein pH-Meter mit dem du den pH bei der Titration verfolgen kannst. Habe ich auch, und ich habe keinerlei Probleme mit ominösen Farbumschlägen mehr.
Die Restsüße stellst du ja optimaler Weise vor der Abfüllung nochmals ein. Da der Wein etwas "nachtrocknen" kann ist das nicht immer leicht, und der Geschmackssinn ist auch tagesabhängig. Erfahrung hilft, aber manchmal liegt man einfach etwas daneben. Grundsätzlich spricht nichts dagegen, unmittelbar vor Genuss noch ein paar Zuckerkrümel dazuzugeben, das machen wir auf der Tagung routiniert.
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Re: Mein erster Wein (Johannisbeere), Schritt für Schritt

Beitrag von derDaniel » 06 Januar 2019 14:13

Ok, zucker vor dem trinken zugeben sollte kein problem sein, mal schauen in wie weit man da die säure dann noch rausschmeckt.
Eventuell wird es ja auch etwas besser wenn der wein noch etwas lagert und reift.

Kannst du mir noch einen tipp zum PH-meter geben? Gibts da qualitativ große unterschiede?
Würde mir auf jeden fall so ein gerät zulegen, ist echt schade wenn der wein nach so langer wartezeit nicht so toll schmeckt.

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Fruchtweinkeller
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Re: Mein erster Wein (Johannisbeere), Schritt für Schritt

Beitrag von Fruchtweinkeller » 06 Januar 2019 14:49

Schau mal in diesen Trööt, da stand Metinchen vor derselben Frage:
viewtopic.php?t=13300
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