Trockenreinzuchthefe lavin

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martin
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Trockenreinzuchthefe lavin

Beitrag von martin » 15 April 2005 14:10

Hallo Leute,

Bin wohl nicht der erste der vergeblich nach Trockenhefen in unserem Raum (Österreich, Deutschlan) sucht. Als Österreicher bin ich aber auf www.knopf.at auf die Trockenreinzuchthefe lavin EC1118 gestoßen. wäre für mich sehr günstig wegen den versandkosten (innland). ABER: Hat jemand nähere infos zu dieser sorte? Alkoholresistenz, Geschmack, Eignung?

Eigentlich gehts mir ja darum metwein zu machen. wären da vielleicht auch andere trockenhefen dieses shops geeignet? (Trockenreinzuchthefe
GWS 111/103)?

Grüße Martin
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Trockenreinzuchthefe lavin

Beitrag von Fruchtweinkeller » 15 April 2005 14:13

Willkommen im Forum!

Leider muss ich da muss ich passen, die haben wir noch nicht ausprobiert. Gute Erfahrungen haben wir mit den Trockenhefen von Brouwland gemacht (Bioferm Rouge/Killer/Blanc).
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martin
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Trockenreinzuchthefe lavin

Beitrag von martin » 15 April 2005 14:39

nach langer internetrecherge hab ich jetzt eine richtig ausführliche hefetabelle gefunden. Leider weiß ich als anfänger mit den meisten angaben nichts anzufangen. Aber vielleicht ihr:
www2.agrarinfo.rlp.de/internet/weinbau/weinbau.nsf/0/fe908954096eeed8c12569df0032571c/$FILE/HEFE-%C3%9CB-SLFA%20neue%20Formatierung.pdf

Hier der auszug der hefen die mich interesierten. Sind die geeignet?

1.
LALVIN E
(Sacch. cerevisiae
var. bayanus)
St:EC-1118
Epernay/
Champagne
-gärstarker Champagnerstamm
-gärt bei niedrigen Temperaturen
-hohe Autolysestabilität,gute Sedimentat.
-Flaschengärung nach tradVerf
-Barriquevergärung von Chardon.
-Behebung von Gärstockungen
Dosage : 20- 30 g/hl
bei ungünstigen
Bedingungen bis 40 g/hl
E.Begerow
Gmbh&Co.
Langenlonsheim

2.
GWS 103
(Sacch.cerevisiae
var. bayanus)
Champagne Bio Springer/
Frankreich
-gute Vermehrung-> schneller Gärbeginn
-Gärtemperratur 12 - 32 °C
Alkoholtoleranz bis 17 %vol
-Sektbereitung
-Mostvergärungm u.Grundweinb.
-bei Gärstockungen
Mostverg: 10- 20 g/hl
Sektbereitung:20- 30 g/hl
Umgärung; 30- 50 g/hl
G. Wein
Bönnigheim

3.
GWS 111
(Sacch. cerevisiae)
Burgund Bio Springer/
Frankreich
-schneller Gärbeginn-gute Kaltgäreigenschaften
-> Gärtemperatur ab 8 °C
-gute Alkoholtoleranz bis 13 %vol
-unterstützt den biologischenSäureabbau
-für gekühlte Weißmostvergärung
-für junge Weine
normale Bed. 10- 20 g/hl
schwier. Bed. 20- 30 g/hl
G. Wein
Bönnigheim

Nachtrag: (was wäre die welt wohl ohne internet...)

Durch die obige tabelle hab ich die herstellerangaben gefunden:

lavin E (EC1118):
213.70.110.246/pdf/DEU/TI/93303.pdf

zu GWS 111 und 103 gibts kaum angaben auf der Herstellerseite :| www.gwein.de (unter Behandlungsmittel nachschauen)



[Dieser Beitrag wurde am 15.04.2005 - 14:49 von martin aktualisiert]
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Beitrag von Fruchtweinkeller » 15 April 2005 15:23

Ja, die Liste habe ich mir auch schon mal heruntergeladen :)

Die Angaben beziehen sich auf Traubenweine. Wie die sich im Met verhalten kann man da kaum vorhersagen, das muss man schon ausprobieren. Im Zweifelsfall würde ich eine Rotweinhefe mit höherer Glycerinbildung und höherer Alkoholtoleranz nehmen, dann schmeckt der Met voller (bei den Flüssighefen wären das die Südweinrassen). Das kommt besser ?-| Ein Killerfaktor kann nicht schaden, das mindert die Weinfehleranfälligkeit. Von den drei aufgelisteten Hefen würde ich am ehesten die GWS 103 nehmen.
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Trockenreinzuchthefe lavin

Beitrag von martin » 15 April 2005 16:00

na dann.......vielen dank für die schnelle hilfe!
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MOKE
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Re: Trockenreinzuchthefe lavin

Beitrag von MOKE » 10 Mai 2014 19:52

Nabend zusammen,
aus der tiefsten Versenkung habe ich mit der SuFu diesen Fred ausgegraben, wegen der hier benannten gws103/111.

Bin gerade auf der Website vina-rei#hefen unterwegs und bin dort auf diese beiden hefen gestoßen.
FWK, du würdest eher die 103 empfehlen, wegen der höheren Alkoholtoleranz?
Habe ich das richtig verstanden, dass die Nachzuckermethode höhere Erfolgschancen bzw. die Gärung ein harmonischeres Ende findet, wenn man eine Hefe mit höherer Alkoholtoleranz verwendet?
Lg, Mo

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Re: Trockenreinzuchthefe lavin

Beitrag von Fruchtweinkeller » 10 Mai 2014 22:53

"harmonisches" Ende würde ich es nicht nennen. Hefen mit niedriger Alkoholtoleranz finden gar kein "richtiges" Ende. Insofern sind die mit hoher Alkoholtoleranz immer problemloser und vorzuziehen.
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Re: Trockenreinzuchthefe lavin

Beitrag von MOKE » 10 Mai 2014 23:39

Vielen Dank für die schnelle Antwort.
Also werde ich meine ersten Versuche im Herbst mit der 103er machen - auch wenn die Bäume und Sträucher dieses Jahr bedeutend weniger als sonst tragen...

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