Welche Hefe für Met ?

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Welche Hefe für Met ?

Beitrag von Azos » 06 Januar 2019 23:44

Hallo liebe Community,

habe nun schon zwei Metansätze erfolgreich vergören. Ich stellte fest, dass die Hefesorte "Portwein" sich ganz gut eignet für Anfänger.

Was mich aber bei der Herstellung gestört hat war, dass einhalten der Temperatur. Habe gehört es gibt auch Hefe, die im Niedrigtemperaturbereich gärt (zwischen 10 Grad - 20 Grad). Im Zimmer gären macht nicht mehr so viel Bock und möchte es nun zu meinen Eltern verlagern in den Keller ;) (viel Platz und so :D)

Könnt ihr mir da bestimmte Hefe Sorten für Met empfehlen?


Mfg Azos

Metinchen
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Re: Welche Hefe für Met ?

Beitrag von Metinchen » 07 Januar 2019 16:40

Ob Du mit einer Kaltgärhefe und Met glücklich wirst bezweifele ich. Met mit einem hohen Glyceringehalt ist einfach besser vom Mundgefühl, und Honig gärt schwieriger als Zucker v.a. bei höherem Alkoholgehalt. Da ist eine Gärstockung vorprogrammiert.
Du könntest Dir einen Gärschrank basteln, oder eine Heizmatte verwenden wenn es nicht anders geht.

Aber vielleicht bekommst du noch einen anderen Tipp,...
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Re: Welche Hefe für Met ?

Beitrag von Fruchtweinkeller » 07 Januar 2019 19:55

Ich hätte in dieselbe Richtung argumentiert ;) Kaltgärhefen gären bei niedrigen Temperaturen sicher grundsätzlich eher besser als Südweinhefen, aber die Gärgeschwindigkeit bleibt trotzdem niedrig. Die Südweinhefen kommen tendenziell besser mit dem Zucker zurecht, und generell hast du bei niedriger Gärtemperatur deutlich weniger Glycerinbildung. Ich persönlich mag das Mundgefühl das mit viel Glycerin verbunden ist.
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Re: Welche Hefe für Met ?

Beitrag von Azos » 07 Januar 2019 22:03

Mh okey, das ist mist :D, wollte die Ausgaben der Herstellung minimieren bzw nicht dauerhaft die Temperatur im Blick haben müssen. So ein Klimerschrank ist auch nicht günstig und es stehen halt 10 x 5 L Gärballons an, für die unterschiedlichen Honigsorten.

Wäre diese Hefe vllt eine alternative ?

https://www.brouwland.com/de/unsere-pro ... omatic-7gr

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Re: Welche Hefe für Met ?

Beitrag von Fruchtweinkeller » 07 Januar 2019 22:55

Ja, probiere sie aus. Am Besten mache zwei parallele exakt gleiche Ansätze, nur mit der jeweils anderen Hefe angeimpft, und berichte uns vom Ergebnis.

Wobei mich mit Portwein auch im Winter zwangsweise bei Raumtemperatur vergäre. Gärt langsam, aber ist machbar.
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Re: Welche Hefe für Met ?

Beitrag von Moneysac » 07 Januar 2019 23:16

Kleine Ergänzung, die wohl nur für die wenigsten hier relevant ist aber wenn größere Gebinde hat (mehrere hundert Liter) ist es Sinnvoll wenn der Keller kühler ist. Haben letztes Jahr einen 400 Liter Ansatz gehabt und da waren die 20 Grad Raumtemperatur schon fast zu viel.

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Re: Welche Hefe für Met ?

Beitrag von Azos » 08 Januar 2019 19:47

Vielen Dank für die Antworten. Ich messe mal die Raumtemperatur im Heizugskeller meiner Eltern und schaue was der Durchschnitt so sagt :D. Werde mal die Hefe wie ich hier verlinkt habe mal Testen und zeitgleich Portwein mit der gleichen Temperatur. Mal schauen was so geht :P. Ich berichte wenn es soweit ist :)

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Re: Welche Hefe für Met ?

Beitrag von wickie » 09 Januar 2019 14:15

Mit der Portweinhefe habe ich eigentlich keine Probleme im Winter. Die Heizung ist bei mir Tagsüber abgedreht und es sind in der Küche etwa 12 - 15 Grad. Die Hefe gärt unbeeindruckt weiter. Probleme habe ich eher im Sommer, da findet, wie ich es nenne eine Blitzgärung statt. :lol:
Sie fängt innerhalb weniger Stunden ganz heftig zu gären an, so dass es mir fast das Gärröchen davon schießt und nach ca. 2 - 3 Tagen stellt sie ihre Aktivitäten ein, unabhängig davon ob noch Zucker da ist oder nicht. Dazu muss ich aber sagen, das ich im Sommer in meiner Dachgeschoss Wohnung schon mal 36° bekommen kann. :lol:

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