Metansatz mit Backhefe von Netto

HeartOfGermany
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Metansatz mit Backhefe von Netto

Beitrag von HeartOfGermany » 02 September 2017 10:40

Hallo alle zusammen erstmal. Dat is hier mein erster Post.



Ich habe vor einem halben Jahr vor einem Schrottcontainer+Glascontainer 3 schöne Weinflaschen mit 5 LITERN Volumen gefunden. Gleich eingepackt.

Vor einer Woche habe ich, aus Hygienischen Gründen, etwas Rohrreiniger (NaOH Basis) eingefüllt und mit Wasser aufgefüllt und 24 Stunden bis zum Gründlichen Ausspülen gewartet. Darauf folgte dann eine Füllung wie folgt:

Ballon 1
-0,5Liter Apfelsaft (Wg. Säure und guter Gärfähigkeit - also denke ich mal so)
-2x500g Honig Cremig (2,49€ Netto)
-Flüssighefe für Weine
-Aufgefüllt mit Wasser

Ballon 2
-0,5Liter Apfelsaft
-2x500g Honig Cremig (2,49€ Netto)
-Flüssighefe für Weine
-Etwas Saft "Schwarze Johannisbeere" (Schmeckt man tatsächlich jetzt noch raus)
-Aufgefüllt mit Wasser

Ballon 3
-0,5Liter Apfelsaft (3x0,5? Jap, war ne billige 1,5L Flasche)
-500g Mischblütenhonig (Die Pressflaschen)
-500g Waldhonig (Die Pressflaschen)
-Flüssighefe für Weine
-Aufgefüllt mit Wasser

Edit: Ja, Hefenährsalz ist auch dabei. PS: Woraus besteht das eigentlich? Steht nie dort, was in den Päckchen drinnen ist. /Edit:

Vergessen bei allen 3 - aber nicht schlimm, finde ich - habe ich die Zitronensäure. 0,5L Apfelsaft reichen natürlich nicht ganz aus. Ich würde so 4g ranhauen (1g Pro Liter, aber Apfelsaft ist bereits vorhanden)

Euch ist bestimmt aufgefallen, dass ich die Flüssighefe einfach rangekippt habe? Jap, großer Fehler. Ich habe erst später gelesen, dass die Gärung dort teils 3 Tage auf sich warten lässt und es keine Garantie gibt. Also bin ich gleich am nächsten Morgen in den Netto (kein Product Placement - ist halt einfach der nahe gelegenste Laden) und habe Backhefe besorgt. Nicht kopfschütteln, bitte! Ich habe das auf Methalle auf Youtube gesehen und er zumindest hatte gute Ergebnisse. Ehe ich neue Hefe besorgt hätte, falls die Flüssighefe es nicht schafft, wäre der Ansatz vermutlich verdorben. Man bedenke, es ist mein allererster Ansatz. Das Risiko wollte ich natürlich nicht eingehen.

Kurzerhand habe ich also ein Päckchen Backhefe mit 10g Vanillinzucker vermischt in eine der Honigflaschen mit Wasser. (Die Flaschen sind auch einfach in den Ballon zu füllen, da dünner Strahl)
Nach wenigen Minuten gärte es gut und nach einer halben Stunde habe ich den Gärstarter in den 3x5L ballons verteilt. Als ich abends wieder nach Hause kam hat es ordentlich gegärt - ich würde sagen, das ist ein Erfolg vorerst.

Ich habe am 28.08.2017 angesetzt. Gestern Abend (01.09.2017) habe ich gleich mal alle 3 gekostet. Man schmeckt noch etwas Süße. Es schmeckt nach einem Honiglastigen Hefebier. :D <3 Aber es ist nicht mehr Pappsüß. Nun möchte ich nachsüßen.

Ich würde 1kg Honig verwenden wollen - reicht das auf 15 Liter aus?

Das sind dann 1,5L Apfelsaft, 3kg Honig.

220g/L Zucker für 13% Alkohol
3,3kg Zucker für 15 Liter nötig

2460g/3kg Honig.
+153g Zucker Apfelsaft

2613g Zucker insgesamt bisher.

Zum Nachsüßen:

820g Zucker - 1kg Honig zusätzlich
ergibt 3433g Zucker insgesamt.

Sollte 133g Zucker übrig sein bei 13% Alkohol.

Reicht das für eine ausreichende Süße? Ich will ihn nicht pappsüß, aber auch nicht trocken. Hat jemand einen Rat, ob das reicht?


Und wie sind so eure Meinungen zur Backhefe?

:mrgreen:

Gruß!

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Chesten
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Re: Metansatz mit Backhefe von Netto

Beitrag von Chesten » 02 September 2017 11:21

Willkommen bei uns!

Jaja die alte Backhefediskussion, am besten du suchst mal hier im Forum danach dazu findest du genug hier und man muss ja nicht alles zig mal schreiben ;) .

Bitte das nächste mal nicht mit NaOH-Reiniger arbeiten das ist viel zu gefährlich und es gibt andere Möglichkeiten die besser funktionieren !

Der YouTube-Kanal ist mir bekannt nur so viel dazu 95% der Videos zur Weinherstellung im Netz sind Mist und als Anfänger kannst du gar nicht wissen was Blödsinn ist und was nicht da mache ich dir keinen Vorworf!

Deine Rechnung wird nicht so klappen wie du dir das vorstellst ! Die Alkoholtoleranzgrenze der Hefe ist bei jeden Ansatz anders selbst wenn man die selbe Hefe auf 2 Ansätze verteilt können diese unterschiedliche Endalkoholwerte haben !
Außderdem ist Backhefe nicht extra dafür gezüchtet viel und sauber Alkohol zu bilden.

Wichtigiste Frage für dich sollte sein wie du eine Nachgärung verhindern kannst und nein durch eine Schwefelpulvergabe geht das nicht!

Kennst du die Homepages zu diesen Forum ?

Ich verlinke dir mal die Seite wo steht welche sinnvollen Möglichkeiten du hast um einen Met/Wein mit stabiler Restüße ohne Nachgärung herzustellen.

http://www.fruchtweinkeller.de/Wine/zucker.html

Es schadet auch nicht den Rest sich durchzulesen aber das muss man ja nicht an einem Abend machen ;) .

Wenn noch Fragen sind immer raus damit !
"Die einzig stabile Währung ist die alkoholische Gärung" (Das Känguru-Manifest)

Hier findest du einen Anleitung wie man seinen ersten eigenen Wein herstellt:
http://www.forum.fruchtweinkeller.de/viewtopic.php?f=33&t=12175

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Re: Metansatz mit Backhefe von Netto

Beitrag von Fruchtweinkeller » 02 September 2017 12:25

Danke Chesten, und zum Thema "Hefe" immer wieder gerne verlinkt:

viewtopic.php?f=85&t=8857
90% of everything is crap... Except crap. 100% of crap is crap.
(Too much coffee man)

Sorry, aber ich antworte nicht auf PMs, die inhaltlich ins Forum gehören!

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Re: Metansatz mit Backhefe von Netto

Beitrag von HeartOfGermany » 02 September 2017 13:27

Ja, das ist ja nur eine simple Faustregel mit dem Zucker -> Alkohol.

Methalle hatte 15% erreicht mit Backhefe. Aber warum so viel und in deutlich kürzerer Zeit als mit professionellen Hefen?


Mist, ich dachte mit KS stoppt die Gärung zuverlässig. Und E202? Ist das Geschmacklich sehr nachteilig?


Ich hab ja keinen Bock auf ne Explosion mit Ertragsminderung und Putzaufwand zusammen...

Danke für die Links von euch beiden. Beides sehr informativ. Lese mir den Rest heute Abend durch.


Zum Rohrreiniger: Ich kann mich Chemikalien umgehen, keine Sorge, ich pass auf mich auf.

Aber nur eine Ätzende Substanz kann zu 100% Sicherheit verschaffen, dass kein Organisches Material mehr am Boden klebt. Und gerade bei einer Flasche, die man in der Wildnis gesammelt hat... Steril kriegt man es mit Hitze, aber Rückstände nicht unbedingt raus.

Nur so ne Frage: Ich habe nicht vor, zu filtern - Aber ist im Schlauch Lebensmittelechte Watte vielleicht dennoch ne Empfehlung? Hab so einen Nahrungsschlauch für Sondennahrung - dachte, ich mach etwas Watte in den Tropfbehälter und sauge damit anschließend auf. Es ist auch ne Klemme dran - ist einfacher den Fluss zu unterbrechen und die nächste Flasche zu befüllen.


Plan war:

Abziehen in Lebensmitteleimer. Absetzen lassen. Mit Wattefilter in Flaschen abziehen.

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Re: Metansatz mit Backhefe von Netto

Beitrag von Igzorn » 02 September 2017 13:56

Du hast vergessen zu erwähnen, ob Du auch um die Flaschen tanzt. Das ist immer ganz wichtig, wenn man Met natürlich ansetzen möchte. :lol:
Spass beiseite: deine Idee zum Filtern wird nur schlecht funktionieren, aber probier es aus und berichte. Wird bestimmt witzig.
Ist das Trinkgefäß erst leer, macht es keine Freude mehr. ... Rechtschreibfehler kommen alle durch dem Handy...

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Re: Metansatz mit Backhefe von Netto

Beitrag von Chesten » 02 September 2017 14:10

HeartOfGermany hat geschrieben:Zum Rohrreiniger: Ich kann mich Chemikalien umgehen, keine Sorge, ich pass auf mich auf.
Ich muss vorsichtig sein mit was ich hier schreibe , ich kenne deinen Hintergrund nicht und wie viel Erfahrugen du hast da, bin ich dann lieber mehr als Vorsichtig und chemische Reiniger sind normalerweise nicht nötig bei der Weinzuberitung. Schrubben hilft meist mehr als Säuren oder Laugen ;) .

Mit Watte oder Kaffeefilter usw. kannst keine Hefen entfernen selbst wenn der Wein klar ist sind dann noch Hefen drin die für eine Nachgärung ausreichen ! Außerdem wird bei solchen Aktionen der Wein sehr viel Sauerstoff ausgesetzt womit der Wein oxidiert und das ist ein bekannter Weinfehler Namens Luftgeschmack und den willst du nicht haben.
HeartOfGermany hat geschrieben:Ja, das ist ja nur eine simple Faustregel mit dem Zucker -> Alkohol.

Methalle hatte 15% erreicht mit Backhefe. Aber warum so viel und in deutlich kürzerer Zeit als mit professionellen Hefen?
So einfach ist leider nicht da es sich bei der Hefe um Lebewesen handelt und ob die sich an deine Rechenspiele halten wage ich zu beweifeln ;) .
Du willst ein schnelles und saubers durchgären mit sauberen Gärende und das leistet Backhefe nicht.
Wenn die Bedingungen stimmen sind 13vol% Alkohol in binnen einer Woche möglich mit Reinzuchthefe möglich ohne Fuselöle das schafft Backhefe nicht.
Weitere Infos zu diesen Thema findest du auf der Homepage und hier im Forum da bist du nicht der erste mit dem Glauben.

Konservierungsstoffe sind in ihrer Wirkung z.B. pH-Werts abhängig und nur bei sehr geringen Hefekonzentrationen wirklich wirksam.
Es gibt andere Möglichkeiten deinen Wein lagerungsstabil zu bekommen auch ohne "große" Chemie und ohne richtigen Weinfilter aber das steht alles auf der Homepage ;) . Du wolltest heute Abend das eh lesen wenn dann noch Verständisfragen sind immer her damit !
"Die einzig stabile Währung ist die alkoholische Gärung" (Das Känguru-Manifest)

Hier findest du einen Anleitung wie man seinen ersten eigenen Wein herstellt:
http://www.forum.fruchtweinkeller.de/viewtopic.php?f=33&t=12175

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Re: Metansatz mit Backhefe von Netto

Beitrag von NeoArmageddon » 02 September 2017 21:43

HeartOfGermany hat geschrieben:Zum Rohrreiniger: Ich kann mich Chemikalien umgehen, keine Sorge, ich pass auf mich auf.
Das Problem hier ist nicht, deine Erfahrung im Umgang mit Chemikalien sondern dass du einen Rohrreiniger zum Reinigen von Glas für den Einsatz mit Lebensmitteln verwendest.
Gut, wir wissen nicht genau, welchen Reiniger du verwendest, außer das er auf Natriumhydroxid basiert. Das ist übrigens eine Base und keine Säure.
Tendenziell wäre das zum Reinigen geeignet (ich nutze tatsächlich auch NaOH, allerdings in technischer oder hochreiner Qualität für den Lebensmittelsektor), allerdings musst du auch drauf achten, was da noch enthalten ist. Klar, die Verkrustung löst sich aus dem Ballon, aber was bleibt zurück? Aluminium, Ammoniak, Nitrate, Chlorate. Für ein Abflussrohr gelten leider völlig andere Bedingungen für den Einsatz von Chemie als für Weinballons. Nebenbei kann NaOH-Reiniger der mit Aluminiumpulver versehen ist, auch gerne mal Wasser zum sieden bringen und das könnte dir den Ballon sprengen. Ein platzender, 5l Glasballon mit siedender Natronlauge, denn man dabei vielleicht sogar zum schwenken in der Hand hält, ist nichts womit man spaßen sollte.

Technisch reines Natriumhydroxid kostet am großen Fluss 5 Euro pro 1 kg. Also nicht teurer, als ein Abflussreiniger.

P.S. Grad noch durch Zufall gefunden: https://de.wikipedia.org/wiki/Alkalisch ... e_burn.png

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Re: Metansatz mit Backhefe von Netto

Beitrag von HeartOfGermany » 02 September 2017 22:45

Rohrreiniger mit Alu und Nitrat.

Jo, ätzende Hand - geht nicht. Nitril Handschuhe. :D

Rückstände - Organische sind Wasserlöslich und wurden ausgespült - nicht wasserlösliche kommen im festen Aggregatzustand vor und sind sichtbar.

Ammoniak riecht man. Chlorate nicht, weil keine Chlorbasierten Bestandteile vorhanden sind.

Glas platzt auch nicht durch kochendes Wasser. Nicht so einfach. Der Rohrreiniger wird nach dem Wasser aufgefüllt - Glas platzt niemals durch Temperatur alleine, sondern einen Temperaturschock mit Temperaturdifferenzen (Ausdehnung), die die Dehnbarkeit überschreiten. Und Wasser hat ne hohe Wärmekapazität - weil sich NaOH langsam löst, dauert es bis zum Siedepunkt - da dehnt sich das Glas gleichmäßig aus und platzt nicht. Schon tausendfach verwendet.


Kleiner Tipp:

Alle Chemikalien in "technischer" Reinheit sind absolut nicht rein! Technische Reinheit ist quasi der Abfall von allem. Wenn du es sauber haben willst, nimm "Analyserein", kostet aber ein absolutes Vermögen!!!


Zum Wein-Know how, lese ich doch erst morgen. Gehe jetzt feiern.

Liebe Grüße

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Re: Metansatz mit Backhefe von Netto

Beitrag von NeoArmageddon » 02 September 2017 22:57

Letzt endlich musst du damit arbeiten, aber deinen Wein trinken vielleicht auch andere.
HeartOfGermany hat geschrieben:Glas platzt auch nicht durch kochendes Wasser. Nicht so einfach. Der Rohrreiniger wird nach dem Wasser aufgefüllt - Glas platzt niemals durch Temperatur alleine, sondern einen Temperaturschock mit Temperaturdifferenzen (Ausdehnung), die die Dehnbarkeit überschreiten. Und Wasser hat ne hohe Wärmekapazität - weil sich NaOH langsam löst, dauert es bis zum Siedepunkt
Die Wärme im Abflussreiniger kommt hauptsächlich durch die Oxidation des Aluminiums, was je nach Reiniger, eine heftige Reaktion geben kann.
Ich hab schon gesehen, dass Abflussrohre aus Plastik durch die Wärme weich werden und Weinballons habe ich schon durch weniger springen sehen. Außerdem sind deine auch gebraucht (vom Glasmüll), und du weißt nicht, wie mit ihnen umgegangen wurde.

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Re: Metansatz mit Backhefe von Netto

Beitrag von Nathea » 03 September 2017 10:17

HeartOfGermany hat geschrieben:Rohrreiniger mit Alu und Nitrat.
...
Backhefe von Netto
...
Schade, dass Du die ehrlich besorgten und gut gemeinten Ratschläge so selbstherrlich in den Wind schlägst, weil Du selbst alles ohnehin besser weisst.

Vielleicht ist unser Forum für Dein umfangreiches Wissen doch nicht der geeignete Platz, um Hilfestellung zu erlangen? Wir haben ja doch "nur" unsere vorgefassten Meinungen und sind nicht gewillt, Deinen Experimentierkünsten den angemessenen Rang einzuräumen :pfeif:

Im Ernst: Selbstbestätigung für Deine Experimente wirst Du hier nicht bekommen, da unsere zahlreichen und vielfältigen Erfahrungen sich schlichtweg von den Deinen unterscheiden und die Masse der hier mitschreibenden Fruchtweinfreunde tendenziell eher geneigt ist, "möglichst gute Weine mit möglichst guten Zutaten" zu erzeugen, anstatt "irgendwelche Weine mit gerade zur Hand befindlichen Zutaten". Da liegen Welten zwischen.

Viel Erfolg mit Deinen Kelterkünsten!
Sylvia

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Re: Metansatz mit Backhefe von Netto

Beitrag von HeartOfGermany » 03 September 2017 11:42

Hey man...

Ich wollte eine Reinzuchthefe verwenden - aber ohne Starter, das war mein großer Fehler, ist mir das zu heiß. Ich habe erst hinterher gelesen, dass es keine Garantie gibt, dass die Flüssighefe noch lebt. Und bis ich ne neue Lieferung gebabt hätte, hätte es zu lange gedauert.

Ich ignoriere da nicht eure Erfahrungen, es ging halt durch Unwissenheit nicht anders. Man macht Fehler, um draus zu lernen.


Trotzdem habe ich Jahrelange Erfahrungen mit Rohrreiniger. Das Aluminium wird auch nicht oxidiert - im Gegenteil. Die bereits bestehende Oxidschicht wird sogar mit weggeätzt. Die würde das Alu nur passivieren. Ich bin kein gelernter Chemiker, aber wie ein Rohrreiniger genau funktioniert, weiß ich. Dass er theoretisch das Glas auflöst (wenn auch nur gering) ist mir auch klar. Die Hitze kommt auch nicht vom Alu, das ist nur minimal enthalten. Die Hitze kommt fast allein vom Auflösen in Wasser. Und wo habe ich eigentlich behauptet, dass Hydroxid ne Säure ist, weil das hier auch jemand korrigierte?



Leute, ich will niemandem zu nahe kommen. Ich habe nie behauptet, Weinprofi zu sein. Aber ich hasse es, wenn jemand mir klarmachen möchte, mich nicht in die Luft zu sprengen. Ich bin in Chemie nicht ganz dumm.

Und dennoch: Rohrreiniger ist absolut unbedenklich, wenn Rückstände ausgespült sind.
Giftig ist er nicht. Ätzende Rückstände? Da würde die Hefe nicht arbeiten. (PH14)

Und es ist auch kein Weinballon, es sind dickwändige Glasflaschen 5L.

Schade, dass Du die ehrlich besorgten und gut gemeinten Ratschläge so selbstherrlich in den Wind schlägst, weil Du selbst alles ohnehin besser weisst.

Vielleicht ist unser Forum für Dein umfangreiches Wissen doch nicht der geeignete Platz, um Hilfestellung zu erlangen? Wir haben ja doch "nur" unsere vorgefassten Meinungen und sind nicht gewillt, Deinen Experimentierkünsten den angemessenen Rang einzuräumen :pfeif:
Nein, ich bin dankbar für Vorschläge, die hilfreich sind. Aber ich denke nicht, dass ich so bildungsfremd bin, dass gleich ein Aufschrei passieren muss, wenn ich mit ner Chemotherapie rumfuchtle, die keine ist. Würde ich mit Cyanid experimentieren, könnte ich eine kritische Stimme ja verstehen. Aber bei Rohrreiniger? Warum wird man eigentlich in jedem Forum gleich als dumm verkauft? Ich habe gar nicht wissen wollen, was andere davon denken, dass ich NaOH nehme. Ich habe hier rein Weinspezifisch gefragt. Wer hat denn damit angefangen? :hmm:

Chesten?
Bitte das nächste mal nicht mit NaOH-Reiniger arbeiten das ist viel zu gefährlich und es gibt andere Möglichkeiten die besser funktionieren !
Ich bin ein großes Baby. Ich weiß, was passiert, wenn ich den Trinke oder längere Zeit an der Hand halte.

Ein allgemeiner Warnhinweis ist absolut richtig, man weiß nie, wen man im Forum gegenüber hat. Aber hätte man das Thema nicht lassen können, als ich sagte, ich weiß was ich tue? Das ist nur Chemie, keine Mythologie. Mich erst als allgemeindumm hinzustellen und dann bin ich noch schuld und besserwisserisch? Ohne Mist jetzt... wer hat denn angefangen?

Ich sage euch ja als Ahnungsloser Brauer auch nicht, was ihr beim brauen falsch macht - das kann ich nicht wissen. Oder habe ich das getan?
Ich hab schon gesehen, dass Abflussrohre aus Plastik durch die Wärme weich werden und Weinballons habe ich schon durch weniger springen sehen. Außerdem sind deine auch gebraucht (vom Glasmüll), und du weißt nicht, wie mit ihnen umgegangen wurde.
Plastikrohr schmilzt - zu wenig wasser, hebt die Temperatur auf über 100°C
Weinballons platzen schnell - jap, schon nem Kollegen passiert.
Glasmüll, Umgang - Oh doch, das weiß ich. Die sind nen Monat ungesichert im Kofferraum gegeneinandergeknallt. Ich habe keine Angst vorm platzen, die Oberfläche ist absolut Kratzerfrei. Keine matten Stellen, kein veränderter Klang. Wenn sie platzen, mein Problem. Tun sie sicher nicht. Sind ja wiegesagt keine Weinballons, sondern 5L Flaschen. Die sind einiges stabiler.

Rohrreiniger ist bei wilden Flaschen neben einem Schrottcontainer für mich pflicht. Nur so bekommt man eventuelle Fette in der Flasche ohne Spülmaschine oder Stundenlanges schrubben sicher raus. Hab nen Test in kleiner Flasche gemacht. Keine Geschmacksverfälschung. Und die 5L Flaschen lassen auch nicht von Verfälschung des Geschmacks sprechen. Also alles I.O. zwecks Reiniger, ok? Alles in allem verwende ich ohnehin immer geringe Konzentrationen. Obwohl ich ihn oft für vieles verwende, reicht eine kg Flasche fast ein Jahr.

Und wie gesagt: Ich habe das Thema aus Weinspezifischen Gründen eröffnet, also BoT:

Wattefilter bringt also gar nichts...
Reicht es mit E202 (Ja, habe auf der Seite gelesen, dass das nur bei wenig Hefe im Abzug klappt) und Abziehen? Er könnte etwas trüb sein, aber schmeckt man die Hefe dann noch stark? Ein Filter ist echt sehr teuer. Wäre zwar toll, aber bei meinen Mengen stehen die Kosten wohl in keiner Relation.

Was ist mit Schönungen? Die sollen ja den Geschmack verschlechtern. Wenn man nur die hälfte verwendet, gibt es da einen guten Kompromiss aus Geschmack und weniger Trübung, oder wirkt sie in geringer Menge einfach nicht richtig? :hmm:

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Re: Metansatz mit Backhefe von Netto

Beitrag von Fruchtweinkeller » 03 September 2017 13:15

Hallo Chemie-Experte,

Natronlauge greift bekanntermaßen Glas an, weshalb im Labor konzentrierte Natronlauge auch niemals in Glasbehältern gelagert wird. Bei einigen NaOH-haltigen Reinigern wie beim Fassreiniger "Pitt" findet man deshalb auch einen Warnhinweis dass das Zeug bei Glas nicht lange angewendet werden soll.

Zum Thema E202 möchte ich dich bitten, die Homepage zu konsultieren, dort ist die Anwendung beschrieben.
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Sorry, aber ich antworte nicht auf PMs, die inhaltlich ins Forum gehören!

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