Temperaturregulation von Hefen

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Tohuwabohu
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Temperaturregulation von Hefen

Beitrag von Tohuwabohu » 21 Oktober 2016 10:00

Tag die Herren,

ich bin es mal wieder mit Fragen in puncto Hefe.
Ich hab mich, was das Vermehren und Absterben von Hefe angeht, jetzt schon in den Beiträgen von Fruchtweinkeller.de etwas durchgemogelt.

Dabei frage ich mich wie Ihr bezüglich Temperaturruglation vorgeht. Also ob ihr sie überhaupt verwendet oder aber nicht. Um es etwas deutlicher zu fragen.
Bewahrt Ihr Eure Behälter konstant am gleichen Ort auf und nehmt keinen Einfluss auf die Temperatur oder setzt ihr zum Beispiel Gerätschaften ein um die Temperaturen im Gärbehälter zu beinflussen.

Ich habe in einem Shop zum Beispiel eine 'Temperaturmaid' entdeckt, eine Heizplatte für Gärballone, welche sich präzise auf die gewünschte Temperatur einstellen lässt.
Eigentlich müsste man doch auch (insofern das Behältnis lichtdicht ist) einfach eine kleine Glühlampe auf das Gefäss seiner Wahl richten können um die gewünschte Temperatur zu erreichen, die meisten Glühlampen sind im Grunde ja nichts anderes als Wärmeemitter.

Man kann ja durch senken der Temperatur die Vermehrung der Hefe stark beeinflussen (verlangsamen).
Wenn ich es richtig verstanden hab kann ich dann die Gärung (nachdem ich erst mal für eine stabile Basis gesorgt habe) doch zum Beispiel wesentlich in die Länge ziehen indem ich gezielt die Temperatur senke? Vorrausgesetzt ich bewege mich im Toleranzrahmen.

Oder denke ich hier gerade grundsätzlich falsch? ?-|

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Re: Temperaturregulation von Hefen

Beitrag von 420 » 21 Oktober 2016 16:06

Hallo,

temperaturgeführte Gärung habe ich schon gemacht und praktiziere es auch weiterhin. Bei mir nur mit einem Behälter. Der Rest muss halt ganz normal bei Zimmertemperatur oder in der Garage vergären. Bezüglich Lagerung - immer im Keller. Da sind natürlich die Temperaturen im Winter etwas kühler als im Sommer.

Theoretisch könntest Du Dir auch einen Gärschrank mit Lampe und Thermostat bauen. Wenn zu kalt, geht die Birne an. Nur mit dem Kühlen geht es nicht so leicht. Da könntest Du eine Gefriertruhe verwenden mit externem Thermostat und Stromzuführung. Temperatur zu niedrig, Wärmeplatten gehen an. Bei Erreichung einer bestimmten Temperatur, Wärmeplatten gehen aus. Mit einem 2. Thermostat: Temperatur zu hoch, Gefriertruhe geht an, bis auf x Grad bleibt die Gefriertruhe an und danach wird der Stromkreis unterbrochen.

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Re: Temperaturregulation von Hefen

Beitrag von Fruchtwasser » 24 Oktober 2016 08:23

Tohuwabohu hat geschrieben:Tag die Herren,
und Damen,

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Re: Temperaturregulation von Hefen

Beitrag von Igzorn » 24 Oktober 2016 08:56

Ich überprüfe die Temperatur im Keller und öffne im Winter ein Fenster wenn es über 16 Grad werden.

Hier im Forum habe ich gelesen, dass die Heizplatte bei Gärstockungen benutzt wird.

Ansonsten zur Gärung 18 bis 25 Grad. Also Küche neben der Heizung.

Lagern und reifen kühl, Gärung warm... Ausser Apfelwein, der gärt auf der Terrasse... :pfeif:
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Re: Temperaturregulation von Hefen

Beitrag von Tohuwabohu » 24 Oktober 2016 15:53

Hätte mich vor allem interessiert wie präzise Ihr da jetzt vor geht. Also mal ganz blöd gesagt, die ersten 2 Wochen 25 Grad dann runter auf 18 Grad etc. (quasi ob Ihr ne Roadmap habt).
420 hat geschrieben:temperaturgeführte Gärung habe ich schon gemacht und praktiziere es auch weiterhin.
Hui, da hast Du mich dann doch jetzt schon ganz schön beeindruckt.

Hab in der Hinsicht auch noch was schönes in Kombination mit dem RaspberryPi entdeckt:
http://www.brewpi.com/
Fruchtwasser hat geschrieben:
Tohuwabohu hat geschrieben:Tag die Herren,
und Damen,
Tut mir leid, ich werde in Zukunft auf korrektes Gendering achten und gelobe Besserung :oops:

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Re: Temperaturregulation von Hefen

Beitrag von 420 » 24 Oktober 2016 23:09

Tohuwabohu hat geschrieben:Hätte mich vor allem interessiert wie präzise Ihr da jetzt vor geht. Also mal ganz blöd gesagt, die ersten 2 Wochen 25 Grad dann runter auf 18 Grad etc. (quasi ob Ihr ne Roadmap habt).
420 hat geschrieben:temperaturgeführte Gärung habe ich schon gemacht und praktiziere es auch weiterhin.
Hui, da hast Du mich dann doch jetzt schon ganz schön beeindruckt.

Hab in der Hinsicht auch noch was schönes in Kombination mit dem RaspberryPi entdeckt:
http://www.brewpi.com/
Echt gut gefunden. Danke für den Link.

Und bei mir....alles nicht so schlimm, wie es den Anschein hat. Meine Lösung war recht günstig. Und weiterhin probiere ich immer wieder mal etwas aus, wie man auch an meinem Kanal erkennen kann.

VG
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