Trockenhefe sieht aus wie Tabak?

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Josef
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Re: Trockenhefe sieht aus wie Tabak?

Beitrag von Josef » 06 Januar 2016 21:59

Da bin ich sehr gespannt was dabei raus kommt. :hmm:

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Re: Trockenhefe sieht aus wie Tabak?

Beitrag von Fruchtweinkeller » 07 Januar 2016 23:42

Es könnte ja durchaus sein dass an diesen Stücken irgendwie Hefen anhaften (sollen). Nichtsdestotroz können das, im Vergleich zu "echter" Trockenhefe, nicht viele sein... Insofern ist das schon irgendwo ein (Beschiss würde ich ja nie schreiben :pfeif: ), selbst wenn ich ein paar Hefen finden sollte.
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Re: Trockenhefe sieht aus wie Tabak?

Beitrag von Hagebutte » 08 Januar 2016 19:52

Die Gärung seit der Maischeentnahme vor ein paar Wochen ist konstant schwach aber klar vorhanden. Ich warte noch ab, bevor ich messe oder probiere. Zucker ist aller drin.

Es ist sicher keine hochwertige Hefe, aber zumindest scheint sie äußerlich ihren Job zu tun. Meinem Schlehen-Met hat die Schwesterpackung 12% beschert. Hier scheint es auch zu klappen. In Zukunft werde ich mich allerdings an meiner Monsterpackung Bioferm Rouge abarbeiten. :engel:

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Josef
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Re: Trockenhefe sieht aus wie Tabak?

Beitrag von Josef » 08 Januar 2016 21:00

Wo die Hefe in deinem Ansatz auch immer her gekommen ist, lassen wir erst mal außen vor. :pfeif:
Wenn ein Gärstarter erst nach 4-5 Tagen startet wäre ich sehr skeptisch. :hmm:

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Re: Trockenhefe sieht aus wie Tabak?

Beitrag von Fruchtweinkeller » 08 Januar 2016 23:42

Sehe ich ebenso.
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Re: Trockenhefe sieht aus wie Tabak?

Beitrag von Hagebutte » 09 Februar 2016 23:04

Ich habe heute mal per Vinometer gemessen, es hat 8,5% angezeigt. Nach ca. 8 Wochen Gärung. Ich kann kein Polnisch, aber die Aufschrift auf diesen Päckchen ist zweifellos so zu deuten, dass die Hefe am besten bei 25 Grad und mehr gärt. Das kann ich bestätigen. Wenn ich den kleinen Ballon AUF den Heizkörper stelle, anstatt daneben, geht die Gärung gleich flotter voran. Hätte ich früher lesen sollen.

Also unterm Strich: Für kleine Ansätze oder mal das eine oder andere geschmackliche Experiment ist diese tabakartige Hefe durchaus zu gebrauchen. Für größere Ansätze würde ich aber lieber was anderes nehmen. :pfeif:

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Re: Trockenhefe sieht aus wie Tabak?

Beitrag von ren » 31 August 2019 19:44

Einen schönen guten Abend!

Ich habe mich hier angemendet, weil ich hier zufällig auf dieses "Trockenhefe"thema gestoßen bin.
Erstmal etwas zur Vorgeschichte:
Da ich dieses Jahr eine relativ reichhaltige Zwetschgenernte hatte, habe ich mir gedacht, mal wieder einen Wein anzusetzen. Es gab sogar so viele Zwetschgen, dass ich einen 2. Ballon brauchte. Also habe ich nach einem günstigen Angebot inkl. Zutaten gesucht und wurde auf eBay fündig. U.a. habe ich noch Pectolase - "Pectolase/Enzyme" der Firma "Hambleton Bard" - und 2 verschiedene Hefen - "Gervin GV4" von "Muntons" und "BURGUND 38", des Herstellers, der auch in diesem Thread thematisiert ist, bestellt.
Ich habe diese BURGUND38 entsprechend der Anleitung erstmal rehydriert und sie hat auch schon nach etwa 12 Std. leicht angefangen zu gären. Das war am Mittwoch. Inzwischen sieht es so aus: Bild

Nachdem ich hier etwas gelesen habe, bin ich allerdings etwas verunsichert, sie auch tatsächlich für die Zwetschgen zu verwenden.

Hat hier noch jemand weitere, brauchbare Ergebnisse mit diesen Hefen erzielen können? Kam jemand über 12% ? Wie sieht es geschmacklich aus?
Kann man diese Hefestämme auf getrockneten Früchten trotz allem empfehlen oder sollte ich besser doch noch eine Reinzuchthefe besorgen?


2. Eigentich hatte ich hier nach Informationen zu dem Pectlolase/Enzyme gesucht. Auf der Packung steht: "1g, suitable for up to 25L".
Reicht da 1g für 25L, bzw. in meinem Fall für 20kg Zwetschgen, tatsächlich aus?

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Re: Trockenhefe sieht aus wie Tabak?

Beitrag von Fruchtweinkeller » 31 August 2019 22:07

Hallo und willkommen,

diese Hefe macht Probleme, aber das schließt nicht aus dass es mit ihr klappen kann. Du hast erstmal alles richtig gemacht und das mit einem Gärstarter getestet (das meintest du mit "rehydriert", oder?). Wenn sich bei dem innerhalb von 12 h Aktivität zeigt werte ich das mal als gutes Zeichen. Wenn sich beim Gärstarter eine deutliche Hefetrübung zeigt und diese sich beginnt abzusetzen kannst du deine Zwetschgen mit dem Gärstarter animpfen, sprich: Einfach die komischen Späne per Sieb abtrennen, Rest komplett in den Weinansatz.

Bezüglich des Enzyms müssen wir wohl notgedrungen auf die empfohlene Dosierung vertrauen: Die Konzentration der Enyzme ist je nach Produkt ganz verschieden. Bei pektinreichen Zwetschgen dosiere ich freilich gerne mal etwas höher.
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Re: Trockenhefe sieht aus wie Tabak?

Beitrag von ren » 01 September 2019 01:32

Du hast erstmal alles richtig gemacht und das mit einem Gärstarter getestet (das meintest du mit "rehydriert", oder?)
Ja, ich bin da nach Gebrauchsanweisung des Herstellers vorgegangen. Die gab´s beim Händler als Übersetzung:
Gebrauchsanweisung:
Gießen Sie 250 ml (1 Tasse) heißen Wassers in eine saubere Flasche ein. Gießen und lösen Sie 3 Teelöffel (für Tee) Zucker auf. Wasser mit Zucker bei einer Raumtemperatur abkühlen lassen (ca. 20 ° C). Geben Sie ein wenig Nährstoff für Hefe(Prise) aus dem Beutel und bewahren Sie den Rest des Nährstoffes für später auf. Fügen Sie den gesamten Inhalt des Hefebeutels der in der Flasche vorbereiteten Lösung hinzu. Mische das Ganze. Die Flasche mit einem Wattebausch schließen und 2-4 Tage an einem warmen Ort (Temperatur 22-25 ° C) stehen lassen. Mischen Sie die Flüssigkeit in einer Flasche 1-2-mal am Tag. Wenn die Flüssigkeit in der Flasche mit Begeisterung zu gären beginnt (Zeichen - Gasblasen, Trübung der Flüssigkeit, Schwebeteilchen), gießen Sie das Ganze in den Ballon mit dem vorbereiteten Set (Maische). Lösen Sie den Rest des Nährstoffes für Hefe in einer kleinen Menge Wasser und gießen Sie in den Ballon ein. Mische alles in den Ballon. Stoppen Sie den Ballon mit einem Stopfen und einem Fermentationsrohr. ACHTUNG !!! Hefe sollte nicht geteilt werden. Verwenden Sie 1 Beutel Hefe für 30 Liter des Satzes (Maische).
Allerdings sollte man doch bei Burgunderhefe auf bis etwa 16% kommen. Nun weiß ich nicht, welche Hefen die anderen Threadteilnehmer neben Sherry noch verwendet haben, aber im Ergebnis max. 12% scheint mir doch ein wenig knapp... ?
Und dann könnten diese Späne ja auch noch verunreinigt sein, also müsste ich Schwefeln, aber wenn dann wiederum die Hefe zu schwach ist...
Daher wären mir, soweit vorhanden, noch ein paar Erfahrungswerte sehr hilfreich, auch was den Geschmack angeht, also, ob das Produkt nach Gärende zumindest tendenziell geschmacklich in die Richtung von dem geht, was auf der Verpackung steht, oder ob da irgendetwas ungenießbares bei rum kommt.. oder mach ich mir zu viele Sorgen?

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Re: Trockenhefe sieht aus wie Tabak?

Beitrag von Fruchtweinkeller » 01 September 2019 12:33

Wenn der Gärstarter lange braucht um aktiv zu werden weiß man halt nie sicher was da gärt, leider.
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Re: Trockenhefe sieht aus wie Tabak?

Beitrag von JasonOgg » 02 September 2019 08:14

ren hat geschrieben:
31 August 2019 19:44
Reicht da 1g für 25L, bzw. in meinem Fall für 20kg Zwetschgen, tatsächlich aus?
Wie der Chef schon sagte, vertrau auf die Herstellerangaben.

Bei einem von mir verwendetem Enzym wurden auch nur 10-20ml auf 100l dosiert. Ich muss gestehen, dass ich oft die doppelte Menge genommen habe, aber einen Milliliter bei einem 10l Ansatz braucht schon Fingerspitzengefühl und eine gute Pipette :pfeif:
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T.Pratchett - Sourcery (1988)

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