Erster Met

buddaa
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Erster Met

Beitrag von buddaa » 28 Februar 2017 12:40

Hallo! Ich bin der Andreas aus Berlin und bin zu Eurem Forum gestoßen weil ich Hilfe brauche bei der Herstellung von Met.
Ich bin ganz ehrlich, wenn meine erste Herstellung geklappt hätte, wäre ich nicht hier.
Ich dachte es ist ganz einfach Met her zustellen.Aber dem ist nicht so. :o

Ich braute nach diesem Rezept aus dem Netz in einem 5l Gärballon den ich schon mal zur Weinherstellung benutzt habe.Ich denke mein erster Ansatz ist mißlungen?
Das Rezept ist folgendes: 3,5 l Quellwasser,0,5 l Apfelsaft(naturtrüb) 2 päckcken Hefenärsalz, 2 Teelöffel Hefekultur(Fachhandel) 1,2 kg Honig.
Die Herstellung erfolgte über erwärmen des honigs im Wasserbad,nicht über 40 grad,zweiter Kessel mit dem Wasser auch erwärmt mit Apfelsaft, alles abkühlen lassen auf 20 grad und dann zusammenschütten. Anschließend in den Gärballon verbracht und die Hefe und Salz dazu.

Jetzt hat sich aber nach 4 Tagen so ein weißlicher Belag gebildet der auch langsam die Innenwäne hochkriecht:

Die ersten Tage klarte er auf.

Meine Frage ist das Schlimmel, oder normal?

Ich glaube meine Utensilien waren nicht steril genug.

Was meint Ihr? Vorab vielen Dank!

Gruss aus Berlin Andreas

Holger
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Re: Erster Met

Beitrag von Holger » 28 Februar 2017 13:22

ferndiagnosen sind schwierig. hast du die hp/hwk gelesen? welche hefe hast du denn verwendet? hefe rehydriert? hast du die säure eingestellt? hat das ganze denn mit gären angefangen und gärt es jetzt?
am besten mal ein bild einstellen.

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Chesten
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Re: Erster Met

Beitrag von Chesten » 28 Februar 2017 13:40

buddaa hat geschrieben: 2 Teelöffel Hefekultur(Fachhandel)
War das Flüssighefe oder Trockenhefe ?

Gärt es überhaupt so richtig ? Ich meine keinen vereinzelten müden Blubb sondern alle paar Sekunden.

Hier ist erklärt wie du Bilder hier ins Forum stellst:
viewtopic.php?f=5&t=9417

Vielleicht hilft das bei der Diagnose.
"Die einzig stabile Währung ist die alkoholische Gärung" (Das Känguru-Manifest)

Hier findest du einen Anleitung wie man seinen ersten eigenen Wein herstellt:
http://www.forum.fruchtweinkeller.de/viewtopic.php?f=33&t=12175

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Re: Erster Met

Beitrag von NeoArmageddon » 28 Februar 2017 16:31

2 Päckchen Hefenährsalz klingt viel. Sind es nicht meist 10g pro Päckchen und Empfehlung ist so grob 3-5g auf 10 Liter?

Weißes Zeug was am Rand hoch kriecht kann auch nur einfach Schaum sein, bzw Eiweiße aus dem Honig der durch das CO2 aufgeschäumt wird.

Igzorn
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Re: Erster Met

Beitrag von Igzorn » 28 Februar 2017 18:05

Hast Du einen Gärspund verwendet oder ist das Gefäß offen?
Ist das Trinkgefäß erst leer, macht es keine Freude mehr. ... Rechtschreibfehler kommen alle durch dem Handy...

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Re: Erster Met

Beitrag von Fruchtweinkeller » 28 Februar 2017 21:36

Danke an die Vorredner, hier gibt es auch ein paar Hinweise:

HILFE! ES GÄRT NICHT!
90% of everything is crap... Except crap. 100% of crap is crap.
(Too much coffee man)

Sorry, aber ich antworte nicht auf PMs, die inhaltlich ins Forum gehören!

buddaa
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Re: Erster Met

Beitrag von buddaa » 01 März 2017 09:26

Hallo! Da bin ich wieder. Vielen Dank für die prompten Antworten.
Also es gärt nicht. Keine Blasen. Ich habe schon einmal Wein gemacht . Mit Trauben aus dem heimischen Garten . Da habe ich nur Hefe aus dem Reformhaus genommen. Einfach aufgelöst und fertig. Hat nach 3 Tagen angefangen zu blubbern.Ging alles einfach.
Diesmal habe ich ja ein richtiges Brimborium gemacht.
Gärspung ist drauf. Geschwefelt nein. Den Ballon hatte ich mit Sodalösung und spezielen Bürsten gereinigt. Anschließend noch mit Obstessig ausgespült.
Das weiße Zeug kriecht weiter. Das ist mißlungen denke ich. :? [img][IMG]http://www.bilderhoster.net/thumbs/tr3x22jr.jpg[/img][/img]

Flüssighefe von alrauner(Kitzingen) und Salz auch.Alles neu.

Gruss andreas

P.S. Habe mir gerade die Gärentfehlungen durchgelesen. Vielleicht habe ich beim Erwärmen des Honigs einen Fehler gemacht. Ich habe auch nicht den gleichen Honig verwendet. Sondern flüssigen Akazienhonig und festen Bienenhonig. Vielleicht habe ich das Erwärmen und Abkühlen zu sehr auf die leichte Schulter genommen?
War ein Rezept aus dem Netz.

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Re: Erster Met

Beitrag von Moneysac » 01 März 2017 09:47

Leider kann ich persönlich jetzt nicht erkennen ob es sich auf dem Bild um Schimmel oder etwas anderes handelt. Flüssighefen haben in der Vergangenheit immer wieder ihre Untauglichkeit gezeigt (Entweder durch Unreinheit oder schlechtes angären). So hart es klingt aber wenn jetzt seit tagen nichts gärt würde ich kein Risiko eingehen und den Ansatz verwerfen.

Bevor du mit dem nächsten Ansatz beginnst, solltest du die Homepage komplett durchlesen und dich bei Fragen hier melden. Dann sollte einem guten Honig/Fruchtwein nichts im Wege stehen.

Holger
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Re: Erster Met

Beitrag von Holger » 01 März 2017 11:22

sieht schon irgendwie komisch aus. hat denn dein gärstarter funktioniert oder hast du garkeinen gemacht? das erwärmen des honigs sehe ich nicht als problem, hohe temperaturen zerstören dir halt nur den geschmack, aber nicht den zucker den es zur gärung braucht. wie war das mit der säure?
edit:
- möglicherweise macht dir auch die essigspülerei probleme. sowas macht man normal nicht. wie riecht denn der ansatz? nach essig?
- rezept aus dem netz. vom hwk kanns ja nicht gewesen sein ;)

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Re: Erster Met

Beitrag von Chesten » 01 März 2017 11:49

Dein Ansatz sieht leider nicht mehr gut aus :cry: !

Essig ist zu sauber machen immer eine schlechte Idee bei der Weinbereitung besser ist Isopropanol. Den gibt es es als 70%ige Lösung für kleines Geld in 150 ml Flaschen. Da du davon nicht viel brauchst reicht das auch. Besser ist die "Schwelfelsuppe" ala Fruchtweinkeller, auf 2 Liter Wasser kommen 40 g Kaliumpyrosulfit und 5 g Zitronensäure. Das Zeug stinkt wie die Hölle und darf nicht in die Augen gelangen und nur in gutbelüfteten Räumen verwenden.

Ich würde beim nächsten Mal Trockenhefe verwenden.
Du hast einen klassischen Anfängrefehler gemacht, auf dem Flaschen der Flüssighefe steht zwar "für 50 Liter" aber das ist Bockmist ! in der kompletten Flaschen sind maximal 0,1 g Hefe drin wenn du davon jetzt nur einen Teil nimmst hast du noch weniger. Bei einen 5 Liter Ansatz muss du ca. 1 g Trockenreinzuchthefe verwenden damit die Gärung in Stunden und nicht in Tagen ansetzt. Jede Stunde in dem es nicht ordentlich gärt hat der Schimmel oder alles Andere Zeit sich auszubreiten wie bei dir.

Es gibt eine Hompage zu diesem Forum:

http://fruchtweinkeller.de/

Die Grundlagen stehen im FWK und weiterführend ist der HWK.

http://honigweinkeller.de/ .

Es ist zwar viel Text aber man muss auch nicht alles auf einmal lesen.

Ich hoffe das dieser Rückschlag dich nicht von diesem schönen Hobby abhällt ;) .
"Die einzig stabile Währung ist die alkoholische Gärung" (Das Känguru-Manifest)

Hier findest du einen Anleitung wie man seinen ersten eigenen Wein herstellt:
http://www.forum.fruchtweinkeller.de/viewtopic.php?f=33&t=12175

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Re: Erster Met

Beitrag von buddaa » 01 März 2017 14:20

Ja das Zeug kommt jetzt in die Tonne. Speziell der Hefe wegen. Kann ich da auch die normale Tockenhefe nehmen zum Brotbacken?

Als ich damals vollkommen unbedarft meinen ersten Wein hergestellt habe, nahm ich die Hefe aus dem Kühlregal der Biocompany. Habe einfach einen halben Würfel in Wasser aufgelöst ging super. Der Wein schmeckte aber mäßig, aber es faulte nichts!

Na, ja werde ich mir mal die Tipps durchlesen. Habe ja extra billigen Honig genommen, nicht so schlimm.
Dann eben nochmal :D

Nein von einem Gärstarter stand da nichts.Habe also keinen genommen.

Das mit dem Essig habe ich mir auch überlegt.War so eine Eingabe.Eine Schlechte!

Gut dann jetzt das Zeug vernichten. :evil:

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NeoArmageddon
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Re: Erster Met

Beitrag von NeoArmageddon » 01 März 2017 15:15

buddaa hat geschrieben:Ja das Zeug kommt jetzt in die Tonne. Speziell der Hefe wegen. Kann ich da auch die normale Tockenhefe nehmen zum Brotbacken
Nein, kannst du nicht. Die ist zum Brot backen und nicht zum produzieren von Alkohol.
buddaa hat geschrieben:Nein von einem Gärstarter stand da nichts.Habe also keinen genommen.
Dann weißt du halt nicht ob die Hefe gärt oder nicht.

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