Vergasung?

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Gladion
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Vergasung?

Beitrag von Gladion » 16 November 2008 10:28

Einen schönen guten Morgen,
nun ist es auch soweit. Ich habe meine ersten 5L ungegärten Met zubereitet.
Ich würde jetzt gerne den Gärballon in meinem Zimmer aufbewahren. Doch könnte es sein, dass ich durch die Gase des Gärens während des Schlafens vergast werden könnte?

Mit freundlichen Grüßen

Gladion

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Birgit
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Vergasung?

Beitrag von Birgit » 16 November 2008 10:40

Hallo Gladion, willkommen im Forum!

Bei einem 5l Ballon würde ich mir erstmal keine Gedanken machen. Aufgrund des Geruches lüftet man sowieso ab und zu.

Gruß Birgit
Aus dem Feuerquell des Weines, aus dem Zaubergrund des Bechers,
sprudelt Gift und süße Labung, sprudelt Süßes und Gemeines;
nach dem eig'nen Wert des Zechers, nach des Trinkenden Begabung! (Friedrich von Bodenstedt)

Sorry, aber ich antworte nicht auf PMs, die inhaltlich ins Forum gehören!


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Fruchtweinkeller
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Beitrag von Fruchtweinkeller » 16 November 2008 11:38

Bei größeren Gebinden sollte man allerdings schon etwas Vorsicht walten lassen, siehe auch der Beitrag von Uwe12:

Forum-Link … 57-20.html


CO2-Produktion eines Ansatzes:
www.razyboard.com/system/thread- … 13489.html

[Dieser Beitrag wurde am 16.11.2008 - 11:40 von Fruchtweinkeller aktualisiert]
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Beitrag von Gladion » 16 November 2008 12:03

Danke für die Antworten.

Frage beantwortet :shock:

MfG Gladion

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Calosoma
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Vergasung?

Beitrag von Calosoma » 20 August 2009 15:32

Hallo zusammen,

auch wenn die Diskussion schon lange beendet ist und schon viel dazu geschrieben wurde, habe ich hier nochmals eine kleine Rechnung aufgestellt bzgl. der CO2 Produktion in Gärbehältern. Ohne viel Kommastellen da in der Natur sowieso nicht alles so läuft wie im Chemiebuch 8-)

C6H12O6 --> 2C2H5OH + 2 CO2
d.h. aus einem Mol Zucker werden 2 Mol CO2 freigesetzt.

In einem Ansatz von 10lt werden durchschnittlich 3 kg Zucker vergoren , das sind (Molmasse Glucose 180) also etwa 17 Mol, woraus dann 34 Mol CO2 werden.

Ein Mol eines Gases hat (nach Herrn Avogadro) bei 0 Grad Celsius (also 273 Kelvin) und 1013 hPa Druck ein Volumen von 22,4 lt. Wenn man das auf 20 Grad C. (= 293 Klevin) umrechnet (nach einem geweissen Herrn Gay-Lussac) sind das dann etwa 24 lt.

34 Mol CO2 sind also 34*24 = 816 Liter oder etwa 0,8 Kubikmeter Gas !!

Ein Raum mit 12 Quadratmeter Fläche (so groß ist mein Raum mit den Gärballonen) hat (bei 2,5m Höhe) einen Rauminhalt von 30 Kubikmetern (3*4*2,5). Und darin jetzt also 0,8 Kubikmeter CO2, was wiederrum ungefähr 2,6% entspricht.

Da CO2 ja deutlich schwerer als Luft ist, wird die Konzerntraion in Bodennähe höher sein als in "Nasenhöhe".

Wie hier im Forum auch schon gepostet, treten ab 2% CO2 deutliche Symptome auf.

Man kann sich nun leicht vorstellen, dass spätestend dann, wenn mehere Ballone gleichzeitig blubbern, über Nacht ganz nette Mengen an CO2 frei werden, so dass hier durchaus eine gewisse Gefährdung entstehen kann.

Von der BGN (Berufsgenossenschaft Nahrung & Genuss) gibt es eine Schrift (BGR 228) die sich mit diesem Thema z.T. befasst. Es geht darin eigentlich um Getränkeschankanlagen, da diese aber mit CO2 betrieben werden, steht in dieser Schrift doch einiges an Information drin.

C.

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Vergasung?

Beitrag von Sigg » 20 August 2009 17:24

Die Rechnung ist ja schön und gut.
Allerdings wird das Gas nicht auf einen Schlag gebildet sondern über einen Zeitraum von mehreren Wochen. Wenn du jetzt ganz vorbildlich jeden Tag schüttelst bringst du Bewegung in die Luft und dann lässt du noch die tür auf und schon verteilt sich das ganze wieder.

Ich hab meine Ballons in meinem 7m² Bad und meine Katze kommt mit rein wenn ich die Ansätze bearbeite und schüttel, bissher geht ihr gut. :D
Und im Moment Gären da ca. 50l Stürmisch und 60l ruhig bis fast nicht mehr...

Gruß Sigg
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Beitrag von Calosoma » 20 August 2009 17:40

Hallo Sigg,

Du hast damit natürlich völlig recht, dass die 3 kg Zucker nicht in einem Tag vergären. Wollte auch nicht die Pferde scheu machen, sondern das Ganze nochmals durchrechnen. ?-| :|

Mein letzter Met-Ansatz gärte allerdingst die ersten Tage außerordentlich heftig. Wenn ich mir vorstelle, dass ich nun 5 oder 10 Ballone à 10lt gleichzeitig habe und mal einen Tag nicht schüttle und lüfte, dann könnte das CO2 schon recht hoch werden.
Aber ich habe auch eine Katze und der gehts bestens..... :shock:
C.

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Beitrag von Professore » 20 August 2009 19:12

Calosoma hat geschrieben:...so dass hier durchaus eine gewisse Gefährdung entstehen kann
Das wäre was für den Darwin Award

Gruß

Jochen
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Beitrag von Calosoma » 20 August 2009 22:26

Vielleicht sollte ich mich da mal bewerben 8-) 8-) 8-)

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